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Landesmeisterschaften: Bronze für Tobias Stang

Foto: Alwin J. WagnerBaunatal/Melsungen. Auch am zweiten Wettkampftag der hessischen Jugendmeisterschaften war wieder Verlass auf Tobias Stang, der nach Baunatal gekommen war, um eine weitere Medaille zu gewinnen. Der Melsunger Gymnasiast hatte sich nach seinen beiden Bronzemedaillen vom Vortag zwei weitere Ziele gesetzt. Er hatte sich vorgenommen, am Sonntagvormittag das Finale der besten hessischen Jugendlichen im Weitsprung zu erreichen und am Spätnachmittag eine Medaille über 400m-Hürden zu holen. Und er machte seine Ziele wahr. Nach 5,92 und 5,96 und einem ungültigen Sprung erreicht er als Siebter das Finale der besten hessischen Jugendlichen Weitspringer. Dort konnte er sich aber wegen der ständig wechselnden Winde, die das Weitsprung-Finale zu einem Lotteriespiel machten, nicht mehr verbessern und wurde nach drei ungültigen Sprüngen von Maximilian Leben (Eintracht Frankfurt), der sich im letzten Durchgang auf 6,00 Meter steigern konnte, noch auf den achten Platz verdrängt.

Im  400m Hürdenlauf der U20 stellte sich die Frage, ob sich die beiden Jugendlichen der U18, die bei ihren Meisterschaften vor einer Woche die Plätze zwei und drei belegt hatten, gegen die zwei Jahre älteren Athleten durchsetzen können. Deshalb hieß das Duell Jan Sellner (Kirch-Brombach) und Moritz Müller (Wehrheim) kontra Christian Giebisch (Reinheim) und Tobias Stang (MT Melsungen).  Während der Jugendliche aus Reinheim am 20. Mai die Stadionrunde mit den zehn Hürden in 62,18 Sekunden zurückgelegt hatte, lief Tobias Stang noch nie in einem Wettkampf über die U20-Hürden, die eine Höhe von 0,914 m aufweisen.  Noch im Vorjahr musste der Malsfelder über die 0,762 Meter hohen Hürden laufen und wurde mit einer Zeit von 59,10 Sekunden in den Bestenlisten geführt.

Foto: Alwin J. WagnerUnmittelbar vor dem Startschuss setzte ein starker Regen ein, so dass mit einer Zeit unter 60 Sekunden nicht zu rechnen war.  Tobias lief auf Bahn zwei,  so dass er sich an der Konkurrenz orientieren konnte. Vor ihm startete Jan Sellner, davor Moritz Müller und auf Bahn fünf Christian Giebisch.  Tobias lief die ersten fünf Hürden sehr schnell an und lag nach der Hälfte der Strecke vor Jan Sellner und Moritz Müller in Führung.  Eingangs der Zielgeraden setzte sich der Jugendliche aus Kirch-Brombach nach der achten Hürde an die Spitze. Auch Moritz Müller machte gegenüber Tobias weiteren Boden gut. Während die Entscheidung gefallen war, lagen Moritz Müller und Tobias Stang bis auf drei Meter vor der Ziellinie gleichauf.  Tobias, der wieder einmal alles gegeben hatte und bis zum „Anschlag“ gelaufen war, erreichte nach 60,52 Sekunden die Ziellinie.  Moritz Müller war im Ziel einen Schritt schneller und belegte mit 60,22 Sekunden den zweiten Platz.  Neuer hessischer Jugendmeister wurde Jan Sellner mit 59,07 Sekunden.  Und auch Christian Giebisch  lief mit 61,21 Sekunden eine gute Zeit.

Bei Marie Wagner fehlt es im Lauf über 400m-Hürden zurzeit an der Leistungsstabilität.  Nachdem sie in der Vorwoche bei den U18-Meisterschaften in Bad Homburg mit 67,98 Sekunden noch die Bronzemedaille gewonnen hatte, hoffte man im Meisterschaftsrennen der U20 mit einer weiteren Zeitverbesserung.  Aber die 16-Jährige, die über Probleme an den Schienbeinen klagt,  ging das Rennen viel zu zaghaft an und konnte am Ende den verlorenen Boden nicht mehr gutmachen. Sie belegte in diesem Zeitvorlauf mit 69,26 Sekunden nur den vierten Platz.  Franziska Schindler aus Alsfeld,  die Überraschungssiegerin dieses Laufes, verbesserte sich auf 66,73 Sekunden.  Auch Betty Will aus Heuchelheim (67,10 Sek.), kam vor Marie Wagner ins Ziel.  Noch vor einer Woche gab es den Einlauf in umgekehrter Reihenfolge. Während Franziska Schindler damals 69,61 Sekunden lief, kam Betty Will nach 68,22 Sekunden hinter Marie Wagner ins Ziel. „Ich wollte im zweiten Teil noch aufdrehen, aber mich verließen die Kräfte“, sagte Marie etwas enttäuscht, denn der neunte Platz in der Endabrechnung und auch die schwache Zeit waren nicht eingeplant.

Foto: Alwin J. WagnerIm Diskuswerfen der weiblichen Jugend gab es für Rebecca Katharina Müller (TGS Niederrodenbach) den erwarteten Favoritensieg.  Die 19-Jährige, die  bei den Halleschen Werfertagen mit 50,97 Meter die Norm für die U20 Europameisterschaften in Rieti knackte,  siegte mit 47,65 Meter vor  Laura Jokeit (Frankenberg), die noch beim Einwerfen ihre gute Form zeigte. Beim Wettkampf allerdings blieb sie mit 41,38 Meter hinter den Erwartungen zurück. Mit der schlanken Elenor Schwieder (39,89 m) ging die Bronzemedaille ebenfalls nach Frankenberg. Janina Rohde aus Melsungen, die noch im nächsten Jahr in der U18 startberechtigt ist, versuchte ihr Bestes. Leider vergebens. Nach für sie nicht ganz befriedigenden 33,78 Meter endete für die 16-Jährige ihre erste U20-Landesmeisterschaft mit dem achten Platz. Da halfen auch die Ratschläge von Alwin J. Wagner und Norbert Weinreich wenig. Alle Tipps waren vergebens, denn die Nerven spielten der jungen Werferin zum wiederholten Male einen Streich.  Dass sie bessere Weiten erzielen kann, zeigte sie nicht nur beim Training, sondern auch beim Einwerfen in Baunatal. (ajw)



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