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Lorenz Funck überzeugt bei Langstrecken-Meisterschaften

Borken/Melsungen. Während sich der Brite Mo Farah bei den Weltmeisterschaften in Moskau über 5000 Meter nach seinem Sieg über 10 000 Meter seinen zweiten WM-Titel sicherte,  ermittelten die besten Langstreckenläufer  Nordhessens ihren Meister über die zwölfeinhalb Runden im Borkener Blumenhainstadion. Lorenz Funck,  Melsungens Langstrecken-Hoffnung, im Vorjahr noch in der Schülerklasse startberechtigt, wurde für den Lauf der Männer gemeldet, weil er sich einen schnellen Ausdauertest unterziehen sollte, um eine Standortbestimmung vorzunehmen. Unmittelbar aus dem Sommerferien kommend, sollte er die ersten 1000 Meter in 3:40 Minuten zurücklegen und die 2000 Meter-Zwischenmarke nach 7:20 Minuten passieren.

Der 16-Jährige, der im vierten und damit schnellsten Lauf des Abends startete, musste diszipliniert laufen, um nicht das schnelle Anfangstempo der besten nordhessischen Läufer nur annähernd mitzulaufen. Zu groß ist die Versuchung, das Rennen auch nur mit den hinten liegenden Läufern, die alle unter 18 Minuten laufen konnten, mitzugehen. Lorenz Funck versuchte sein bestes, lief aber die  erste Runde fünf Sekunden schneller als geplant an und war auch nach 800 Metern noch vier Sekunden schneller als sein Fahrplan, der eine Endzeit von 18 Minuten vorsah.

Die ersten 1000 Meter legte der Melsunger Geschwister-Scholl-Schüler in 3:35 Minuten zurück und lag damit nach fünf Runden sogar acht Sekunden unter der vorgegebenen Zeit von 7:20 Minuten.

Auf dem dritten Teilabschnitt wurde er etwas langsamer, so dass er für die dritten 1000 Meter  3:55 Minuten benötigte.  Als er auf seinen „Einbruch“ hingewiesen wurde, kämpfte er sich noch einmal heran und erhöhte auf den letzten fünf Runden sein Tempo. Es zeugt von Willensstärke, wenn man merkt, dass die Beine schwer werden und dennoch die vierten 1000 Meter unter 3:35 Minuten zurücklegen kann. Mit 14:40 Minuten lag Lorenz Funck nach diesem Gewaltakt wirder exakt im Zeitplan seines auf 18 Minuten zugeschnittenen Rennens.  Aber dieser 1000m-Teilabschnitt hatte ihm viel Kraft gekostet, so dass er auf den letzten beiden Runden dieser Temposteigerung  Tribut zollen musste.  Dennoch lief er  in seinem ersten diesjährigen Bahnlauf mit 18:18,68 Minuten eine  starke Zeit und liegt damit in der aktuellen hessischen Bestenliste hinter Julien Gottfried vom SSC Hanau-Rodenbach (18:12,91 Min.) auf Rang sieben der U18. In der Männer-Wertung für die nordhessischen Meisterschaften  sicherte er sich als jüngster Teilnehmer vor Daniel Wetzig (KSV Baunatal) den 9. Rang und belegte bei den gleichzeitig ausgetragenen Kreismeisterschaften hinter dem überragenden Sieger Henning Schein aus Obervorschütz und den beiden Neukirchener Triathleten Fabian Pretz und Andre Lange den vierten Platz in der Männerklasse.

„Nach dieser großartigen Vorstellung von Borken ist Lorenz  nach einer ordentlichen Vorbereitung sicherlich in der Lage, in vier Wochen in Heiligenrode die 5000 Meter unter 18 Minuten zu laufen und sich damit in seinem ersten Jahr der U18 weiter in den Blickpunkt zu schieben“, freute sich Alwin J. Wagner. (ajw)



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