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Märchenhafte Tage im Rotkäppchenland

47. Deutsch-Französische Woche inWasenberg

cleon130821cWasenberg. „Les Grimms“ waren die am meisten gehörten Wörter beim diesjährigen Aufenthalt einer französischen Gruppe aus dem befreundeten Cléon d’Andran. Das Organisationsteam mit Volker Damm, Wolfgang Schwalm, Heike Wolf, Dieter Wolf, Falko und Dorothea Gombert sowie Heinz Wagner hatte in das Rahmenthema „Kunst und Kunsthandwerk (erleben)“ zahlreiche Verbindungen zu den berühmten Märchensammlern eingebaut. Erstmals wurde die Gruppe aus der Partnergemeinde von der jungen Lauranne Issartel geleitet, die bereits früher mit ihren Eltern und Großeltern in Wasenberg weilte. Unterstützt wurde sie von Henri Carre, der den Gemeindevorstand vertrat, Claudine Henriot als Dolmetscherin sowie von den mitgereisten Vorstandsmitgliedern der „Amicale“. Bei den Übersetzungen wirkten Astrid Diedrichs, Kathrina Vagt und Marie Meyer-Maaß mit. Die Bürgermeister Heinrich Vesper für die Großgemeinde Willingshausen und Dr. Gerald Näser in Schwalmstadt begrüßten die Gäste und erinnerten dabei an die Geschichte dieser ältesten Verbindung, die immer von der Europa-Union mitgestaltet wurde.

Begeistert waren alle wieder vom Festzug der Treeser Hutzelkirmes mit den zahlreichen Märchenmotiven, die allerdings nur zum Teil oder in anderer Fassung in Frankreich bekannt sind.

Treffpunkt war erneut das Hospital, in dem Marianne Hühn als neue Kreisvorsitzende der Europa-Union zugleich Gäste aus dem benachbarten Marsanne vorstellen konnte, die zeitgleich in ihrer Partnergemeinde Oberaula weilten. Bürgermeister Dr. Näser und Ortsvorsteherin Christel Östreich setzten mit einem Empfang der Stadt eine Tradition fort, die bereits in der Zeit Karl Zulaufs begonnen hat.

cleon130821bFür die Senioren boten Renate und Heinz Wagner am Dienstag eine Führung zu den Märchen-Kunstwerken in der Stadt an. Am Beginn stand natürlich ein Besuch bei Lutz Lesch, Steinmetz, Akademischer Bildhauer, Zeichner und Künstler in vielen Materialien. Riesig ist das Kunstwerk mit dem Wolf und den sieben Geißlein, das er gerade in seinem Atelier gestaltet, und eindrucksvoll ist die Bilder- und Modellsammlung in seiner Gaststätte in der Ascheröder Straße. Dass man seine lebensgroßen Märchenfiguren vor der Stadtsparkasse und der VR-Bank sogar besteigen kann, fanden alle gut. An der fantastischen Komposition von Eva Wade vor der Totenkirche erläuterte Renate Wagner die Ideen der Künstlerin. Bedauert wurde der Standort am Rande des Marktplatzes.

Geballte Grimm-Kultur gab es am Mittwoch in Kassel, wo Volker Damm die Gruppe und zahlreiche Mitreisende zunächst in die Landesausstellung in der documenta-Halle und später ins Grimm-Museum führte. Idyllisch auch war das Picknick am Auesee, das Heike Wolf und Helga Christ vorbereitet hatten.
Im Programm durften natürlich Willingshausen und Wasenberg selbst nicht fehlen: Paul Kalbfleisch führte durch die älteste Malerkolonie und zur Töpferei, Ortsvorsteher Wolfgang Schwalm besuchte mit der Gruppe das Fotoatelier von Barbara Schneider, die für die Gäste eine kunstvolle Bildcollage inszenierte, und die Deko-Scheune von Elke Staufenberg, wo man auch selbst Schmuck herstellen konnte.

Und damit vor allem die Jugendlichen aktiv werden konnten, gab es am Montag sportliche Aktivitäten am Frielendorfer Silbersee und am Dienstag beim Schwarzlicht-Theater in Hephata – sogar zum Mitspielen.

Beim Tagesausflug in die Kaiserstadt Goslar unter der Leitung von Dieter Wolf erlebten die Besucher Kunst und Kultur aus allen Epochen, ergänzt bei der Rückfahrt durch eine Besichtigung der Kulturscheune in Fritzlar.

cleon130821aEinen besonderen Akzent setzten in diesem Jahr Falko und Dorothea Gombert „auf den Spuren der Hugenotten“: in Schwabenrod konnte man die hervorragenden Techniken der Glaubensflüchtlinge erfahren, z. B. an der originalen Strumpfwirkmaschine. Und in Frankenhain wurde in der Kirche, bei einer Begehung, einem Vortrag in der Kirche mit Musik und einer Kräuterwanderung mit Anette Schäfer deutlich, wie ein Ort seine Geschichte und Gemeinschaft pflegt. Es passt gut, dass der neue Europäische Kulturwanderweg die Drôme, die Heimat der Gäste, mit Frankenhain und den anderen deutschen Hugenottenorten verbindet.
Gut besucht waren die öffentlichen Treffen beim Dorfabend des Ortsbeirats mit toller Musik, der wegen des schlechten Wetters kurzfristig in den Ransrain verlegt werden musste, und beim Abschiedsabend im Kulturhaus, der von den Landfrauen bestens vorbereitet war. Dabei dankten Lauranne Issartel und Henri Carre den beteiligten Gastgebern, Betrieben, Vereinen und Kommunen für eine „märchenhafte Woche“ und ließen von den Mitgliedern der Gruppe Geschenke überreichen.

Vereinbart wurde auch schon das Wiedersehen in der Provence vom 26. Juli bis zum 2. August 2014. (red)

 

 

 



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