Startseite


Ihre Werbung hier!

Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Bundesweit erste Charta der Pflege unterzeichnet

Unternehmen in Hessen unterstützen pflegende Angestellte

Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in HessenFrankfurt/Melsungen. Anders als bei der Kinderbetreuung kommt die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf erst langsam in der öffentlichen Diskussion an. Dagegen müssen Betriebe und ihre Angestellten, die zu Hause Angehörige pflegen, schon längst mit den Herausforderungen umgehen. Mit B. Braun Melsungen, Commerzbank, Fraport, dem Pharmaunternehmen Merz, Rinn Beton- und Naturstein und der Taunus Sparkasse haben sechs große Arbeitgeber in Hessen gemeinsam einen neuen Weg gewählt. Sie wollen mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die Doppelbelastung durch Pflege und Beruf schaffen und wirksame Maßnahmen zu einer besseren Vereinbarkeit einführen.

Im Schulterschluss mit dem Hessischen Sozialministerium sowie den Co-Initiatoren AOK Hessen, berufundfamilie, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft und mit Unterstützung vom DGB Hessen-Thüringen und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) haben sich diese Unternehmen der hessischen Initiative „Beruf und Pflege vereinbaren“ angeschlossen. Sie unterzeichneten am 18. November die bundesweit erste Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Damit sind sie auch die ersten Unternehmen in Hessen, die sich hierzu öffentlich bekennen. Erklärtes Ziel ist, dass sich möglichst viele weitere Betriebe anschließen.

Die Ansätze der Initiative „Beruf und Pflege vereinbaren“ umfassen neben der gemeinsamen Charta noch Informationsveranstaltungen für Arbeitgeber und Kompetenztrainings für pflegende Beschäftigte sowie Qualifizierungsmaßnahmen für innerbetriebliche Ansprechpartner („Pflegelotsen“). Die sechs Arbeitgeber und sechs Initiatoren oder Unterstützer wollen auch im Dialog mit anderen Unternehmen, Arbeitnehmern, der Politik und weiteren gesellschaftlichen Gruppen den Prozess anstoßen, tragfähige Lösungen zu entwickeln. Denn schon jetzt sind viele Arbeitgeber davon betroffen, dass ihre Angestellten Beruf und Pflege vereinbaren müssen.

Die sechs Unternehmen arbeiten zum Teil schon seit Jahren im Sinne einer zukunftsfähigen Personalpolitik an Möglichkeiten, ihre Beschäftigten zu unterstützen und entlasten, zum Beispiel über flexible Arbeitszeitgestaltung, Fortbildungen und andere Hilfestellungen. Auch schon die Möglichkeit, das Thema Pflege am Arbeitsplatz offen anzusprechen, bringt eine wirksame Entlastung. Diese Form von Enttabuisierung ist ein weiteres Ziel, das die Erstunterzeichner mit der Charta verknüpfen. „Beruf und Pflege vereinbaren – die hessische Initiative“ ist Teil der Seniorenpolitischen Initiative Hessen und wird gefördert aus Mitteln des Landes Hessen und des Europäischen Sozialfonds.  (red)



Tags: , , , , , , , , , , , ,


Ähnliche Beiträge

Bisher keine Kommentare


Einen Kommentar schreiben

© 2006-2017 SEK-News • Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS)Impressum + DatenschutzAGB





Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com