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MT setzt ein Zeichen: Mit Trainer Roth bis 2017

michael-roth131007Melsungen. Handball-Bundesligist MT Melsungen hat in Sachen Personalia ein deutliches Zeichen gesetzt, eines mit Signalwirkung obendrein: Mit Trainer Michael Roth, seit Oktober 2010 in Diensten der Nordhessen, wurde der bis 2015 laufende Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2017 verlängert. Er kam, als die sportliche Not am größten war und bewahrte die MT zuerst vor dem drohenden Abstieg, um sie in den beiden folgenden Jahren Zug um Zug aufzubauen und ins obere Tabellendrittel zu führen. Als Michael Roth am 25. Oktober 2010 der MT sein Ja-Wort gab, wusste er wahrscheinlich selber nicht so genau, auf was er sich einlassen würde. Die Mannschaft hatte unter dem nur ein halbes Jahr zuvor gekommenen Matjaz Tominec alle Spiele verloren und stand mit 0:18 Punkten auf dem letzten Platz.

Dennoch hatte Roth die Hoffnung, das Blatt zum Guten wenden zu können, wie er in seinem Statement beim Amtsantritt gegenüber der Presse durchblicken ließ: “Hier gibt es Rahmenbedingungen, wie sie sich jeder Trainer wünscht. Diese Rahmenbedingungen gilt es nun in sportlichen Erfolg umzuwandeln. Deshalb hat mich die MT geholt und ich möchte diese Erwartungen möglichst auch erfüllen”.

Inzwischen sind gut drei Jahre vergangen und die MT Melsungen schickt sich an, in die Phalanx der Top-Five der stärksten Liga der Welt einzubrechen. Mit dem Kantersieg zuletzt in Magdeburg hat das Roth-Team nach Meinung ihres Trainers ein Ausrufezeichen gesetzt. Dessen vorzeitige Vertragsverlängerung indes ist natürlich nicht diesem konkreten Spiel geschuldet, sondern das Ergebnis eines stetigen Austauschs, wie alle Beteiligten betonen. “Wir haben mit Michael Roth den für uns optimalen Trainer gefunden”, verrät Barbara Braun-Lüdicke. “Es ist im Laufe der Jahre eine Vertrauensverhältnis entstanden, was die Zusammenarbeit sehr angenehm macht. Zudem hat er bewiesen, dass er Ziele nicht nur anpacken, sondern auch umsetzen kann. Das hat sich in der letzten Saison angedeutet und findet nun seine Fortsetzung. Diese stetige Aufwärtsentwicklung bestätigt uns als Vereinsverantwortliche in unserer Entscheidung, mit Michael Roth auch in den nächsten Jahren weiter zu arbeiten”, so die MT-Aufsichtsratsvorsitzende.

“Auch aus meiner Sicht kann ich die gute Zusammenarbeit nur bestätigen”, ergänzt Axel Geerken.” Wir machen sportlich gerade wieder einen weiteren Schritt in die Richtung, die wir uns gemeinsam vorgenommen haben. Das ist nicht zuletzt auch ein Ergebnis der richtigen Personalentscheidungen, sowohl den Trainer als auch den Spielerkader betreffend. Diesen Weg gilt es fortzusetzen. Diese Absicht haben wir mit den bereits bekannt gegebenen Neuverpflichtungen verdeutlicht und das wird sich auch in den noch ausstehenden Entscheidungen zeigen. Da ist es nur konsequent, die Kontinuität auf der Trainerposition fortzuführen”, erklärt der MT-Vorstand.

“Natürlich freue ich mich über diese Vertragsverlängerung, die ich als Vertrauensbeweis ansehe. Über den Sport hinaus fühle ich mich aber auch insgesamt in dieser Region sehr wohl und lebe gerne hier”, gesteht Michael Roth. So habe er sich mit den Angeboten von anderen Vereinen gar nicht erst befasst. Sein Wunsch, die begonnene Arbeit bei und mit der MT fortzusetzen, ist ihm wichtiger. “Ich habe damals bei meiner Verpflichtung einen Vertrauensvorschuss erhalten, den ich zurückzahlen wollte. Wir haben seitdem gemeinsam einige Dinge auf den Weg gebracht und Entscheidungen getroffen, die sich als zielführend erwiesen haben. Möglicherweise haben sich einige Leute erschrocken, als ich bestimmte ehrgeizige Vorhaben formuliert habe. Aber das ist im Sport so wie in einem Unternehmen: Nur wer sich neue Herausforderungen sucht, kann auch mehr Erfolg haben.”

Auf dem Weg dorthin ist es Michael Roth immer auch ein ernstes Anliegen, den handballerischen Nachwuchs mitzunehmen. “Das ist bei der MT zwar nicht meine Hauptaufgabe, aber ich unterstütze die Ausbildung der Talente im Verein nach besten Kräften. Schließlich habe ich als deutscher Trainer natürlich immer gern auch möglichst viele deutsche  Spieler im Kader”. In dem Zusammenhang sieht er übrigens auch die Präsenz der MT in den Schulen und Vereinen unserer Region. “Wir können und wollen zwar nicht alle zu uns in den Verein holen und ausbilden, aber zumindest immer mehr für den Handballsport begeistern. Die Kinder und Jugendlichen sollen am besten mit ihren Familien und mit all ihren Freunden zum Bundesliga-Handball in die Rothenbach-Halle kommen”.

Die vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Trainer ist stets auch ein Signal an die Spieler, egal ob im aktuellen Kader oder als Kandidaten für etwaige Neuverpflichtungen. Dessen ist sich Michael Roth bewusst: “Na klar, die Spieler wollen wissen, wer ist der Trainer, unter dem sie arbeiten, bzw. weiterarbeiten soll. Davon machen die meisten ihre Entscheidung über einen Verbleib oder einen Vereinswechsel abhängig. Ich denke, alle Beteiligten haben Vorteile davon, wenn es auf einer solch exponierten Position eine gewisse Kontinuität gibt. Sofern es sportlich und menschlich passt”, so ehemalige Nationalspieler. Dass Roth andererseits kein “Wandervogel” ist, haben seine längerfristigen Engagements in Kronau (10 Jahre)  und Großwallstadt (5 Jahre) gezeigt. Das eineinhalbjährige Engagement in Wetzlar ist zeitlich gesehen die Ausnahme in seiner Trainerkarriere.

Insgesamt muss es in einem Verein vor und hinter den Kulissen rund laufen, wenn sich Erfolge einstellen sollen. Das bedeutet nicht, dass alle Entscheidungsträger stets der gleichen Meinung sind, wie Roth verrät: “Mit unserem Vorstand Axel Geerken diskutiere ich zum Beispiel Personalentscheidungen durchaus auch sehr kontrovers. Auch mein Co-Trainer Mile Malesevic hat in einigen methodischen Dingen eine andere Auffassung als ich. Damit habe ich aber kein Problem. Im Gegenteil. Ich weiss von beiden, dass sie auf ihren Gebieten absolute Fachleute und Profis sind und wir uns so gegenseitig voran bringen. Das gilt übrigens auch für Spezialisten, wie zum Beispiel Fitnesscoaches, die ich bei der Trainingsarbeit hinzuziehe”.

“Ich führe dieses interessante Projekt MT sehr gerne fort und sehe auch eine Herausforderung darin zu zeigen, dass man die eingesetzten Mittel besser nutzen kann, als dies in der Vergangenheit womöglich der Fall war. Eine Mannschaft, mit der man mehr erreichen will, muss nicht zwangsläufig teurer werden”, sagt Roth.

Weitere Personalentscheidungen – Auch Co-Trainer Malesevic bleibt bis 2017
Die Vertragslaufzeit von Mile Malesevic wurde an die von Michael Roth angepasst. Auch der Co-Trainer bleibt also dem nordhessischen Aushängeschild mindestens bis zum 30. Juni 2017 erhalten. Derweil forciert das MT Management weitere Personalentscheidungen, die jeweils bekannt gegeben werden, sobald sie feststehen. Bereits verkündet wurden ja die Neuzugänge Momir Rnic, der von Göppingen kommt und für den ausscheidenden Jonathan Stenbäcken die Position im linken Rückraum besetzt, und Jeffrey Boomhouwer von Emsdetten, der auf Linksaußen Christian Zufelde ablöst. Mit Linkshänder Malte Schröder (Rückraum rechts) wurde kürzlich bis 2016 verlängert. (Bernd Kaiser)



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