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Jahresabschlusskonzert des Sinfonischen Blasorchesters

landesmusikjugend131213Hessen/Wächtersbach. Von legendär, beispiellos über grandios, unglaublich, aber auch gewaltig, sündhaft, wahnsinnig bis hin zu „mega“ – der Duden, rezitiert vom Moderator des Abends Michael Meininger, hält einige Synonyme für das Wort sagenhaft bereit. Und in der Tat lassen sich einige davon verwenden, um das diesjährige Jahreskonzert des Sinfonischen Blasorchesters der Landesmusikjugend Hessen, kurz SBO der LMJ, zu beschreiben. Mit „Mythen, Märchen und Legenden – ein sagenhaft musikalischer Abend“ hatte das Ensemble aus jungen Musikern unter der Leitung von Harald Krebs viele neugierige und musikbegeisterte Menschen am 24. November in das Bürgerhaus Wächtersbach gelockt und nicht zuviel versprochen.

Im Programm war für jeden etwas dabei, denn das Orchester schaffte es, verschiedene Musikstile und –formen mit dem Motto des Abends zu vereinen. So begann der Abend mit dem „King’s March“ aus Till Eulenspiegel und endete mit „Don Quixote“, einem March grotesque. Zwischen diesen beiden Märschen zeigte das Ensemble seine schon vielfach gelobte Vielseitigkeit und das nicht nur in Bezug auf die Stücke, sondern auch auf das Dirigat, welches zeitweise vom Landesmusikdirektor Karsten Meier übernommen wurde. Er durfte mit „Wagner on stage“ dem Komponisten mit Sinn für Dramaturgie, Epos, Heldentum und Überlänge zum 200. Geburtstag gratulieren und mit „Terra Vulcania“ Gläser zum Schwingen und die Erde zum Beben bringen. Sichtlich gerührt bedankte er sich beim Orchester für die Zusammenarbeit, das mit viel Beifall seinen Dank zurückgab.

Neben Karsten Meier gab es noch zwei weitere Männer des Abends, denen kräftiger Applaus zuteil wurde. Der eine ist der bayerische Kaplan Manfred Hock, der im Stück „El Quijote“ die Rolle des Erzählers übernahm und dies mit so viel Leidenschaft tat, dass die MusikerInnen Mühe hatten, sich auf die Noten zu konzentrieren. Der andere ist Christophe Szykulla, Musiker, Dirigent und man könnte schon fast sagen „Hauskomponist“ des SBO, der auch dieses Mal ein brandneues Stück zum Konzertprogramm besteuerte und dem Orchester die Uraufführung überließ. In seinem Werk „Die Spielzeugkiste“ geht es um längst vergessene Spielzeuge, die in einer Truhe auf dem Dachboden ruhen und zum Leben erwachen, wenn die Hausbewohner nicht zuhause sind. Dabei ist es sagenhaft, wie Szykulla das Tanzen der Teddybären, das Tratschen der Puppen oder das Verkehrschaos der Rennautos musikalisch darstellt. Mit dem zweiten Stück des Abends ehrte das Ensemble ein weiteres Geburtstagskind, das genau wie Richard Wagner dieses Jahr 200 Jahre alt geworden wäre. Guiseppe Verdis „La forza del destino“ verlangte von allen Beteiligten höchste Konzentration und wurde sogar vom Publikum als das anspruchsvollste Stück des ohnehin schon niveauvollen Abends angesehen. Am Ende war man sich einig: Einfach sagenhaft, was diese jungen Leute da jedes Mal wieder auf die Beine stellen!

Leider war dieses Konzert für einige Musiker auch wieder ein Abschiedskonzert. Die Gründe nur allzu verständlich, lässt das Orchester sie natürlich trotzdem nur ungern gehen. Nun heißt es, die Lücken schnell wieder zu füllen, um die Spielfähigkeit zu erhalten. Hierbei kann jeder mithelfen, der ein Instrument spielt, nicht älter als 27 Jahre ist und im schönsten Bundesland der Republik Hessen wohnt. Alle weiteren Infos dazu gibt es auf der Homepage der Landesmusikjugend Hessen e.V. unter www.lmj.de.



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