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So schmeckt Kassel

Lenkungsgruppe für Modernisierung und Umgestaltung der Markthalle gegründet

markthalle-kassel131218Kassel. Auf Initiative von Markthallen-Geschäftsführer Andreas Mannsbarth gründete sich gestern im Rathaus Kassel die Lenkungsgruppe „Markthalle 2017plus” für ein umfangreiches Fitnessprogramm im und für den denkmalgeschützten Kasseler Marstall. „Knapp 20 Jahre nach der letzten Modernisierung und Umgestaltung der Markthalle im Jahr 1994 fassen wir nun mit unserem Zukunftsprojekt ‘Besser bleiben heißt besser werden!‘ einen Zeitraum bis zum Jahr 2040 ins Auge”, so Mannsbarth, der die Herausforderung deutlich macht: „Der Online-Handel und die fast 24 Stunden geöffneten Supermärkte sowie Discounter verdrängen Ladengeschäfte und verändern die Einkaufsgewohnheiten. Manche sprechen vom Niedergang der Markthallen und der Sorge um nachrückende Beschicker. Wir hingegen sehen in unserer Markthalle Kassel mit ihren haptischen und kulinarischen Sensationen für alle Sinne besonders gute Chancen am Markt.”

In der Lenkungsgruppe wirken die Markthalle Kassel GmbH, die Stadt Kassel, die Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg, die Handwerkskammer Kassel und die Universität Kassel mit dem Ziel zusammen, die Markthalle über das Jahr 2017 hinaus, wenn das Betreiberkonzept neu ausgeschrieben wird, zu einer besonderen Genuss- und Spielstätte für Kassel zu machen. Stadtbaurat Christof Nolda, Dezernent für Verkehr, Umwelt, Stadtentwicklung und Bauen, dankte den 70 Markthallenbeschickern für ihr Problembewusstsein und den Handlungswillen. „Unsere Markthalle ist Deutschlands einzige von den etwa 70 Beschickern selbst geführte Markthalle.

Den täglichen Geschäftserfolg mit Zukunftsfähigkeit als Motor des frischen Einzelhandels in Kassel zu verbinden, dafür ist der Schulterschluss mit vielen städtischen Akteuren wichtig. Es ist nur folgerichtig, dass die Stadt Kassel die Strategie der Beschicker und Gesellschafter für ein langfristiges markthallengerechtes und nachfrageorientiertes Nutzerkonzept begleiten und unterstützen.”

Am 24. März werden die Partner über Konzepte und Szenarien der Entwicklung von Markthallen diskutieren und dazu 15 Markthallenbetreiber aus ganz Deutschland nach Kassel einladen. Die Tagung „Markthallen in Deutschland: Entwicklungen zwischen Kerngeschäft, Zusatznutzen, Monokulturen und Supermarkt“ in der IHK Kassel-Marburg ist eine Deutschland-Premiere und könnte Ausgangspunkt für ein dauerhaftes Netzwerk der Markthallenbetreiber werden. „Informationen, Erfahrungen und Argumente sollen ausgetauscht werden, wie Stammkunden gepflegt, Neukunden erreicht und ‘die Bäuche der Städte‘ zukunftsfähig bleiben”, erklärte Carsten Heustock, Bereichsleiter Standortpolitik und Unternehmensförderung von der IHK Kassel-Marburg. Nach der Tagung wird zur Präferenzstrategie für die Entwicklung der Markthalle Kassel beraten.
Eine ermutigende und aktive Rolle bei der Entdeckung von neuen Entwicklungspotentialen für die Markthalle spielt das Städtepartnerschaftsprogramm der Stadt Kassel. Mit „So schmeckt Florenz” präsentiert die Markthalle im Frühjahr 2014 landestypische italienische Produkte und wertet mit Performance, Unterhaltung und besonderer Gastronomie die Markthalle als sozial-kommunikativen Ort auf. „Florenz erhält im Gegenzug weißen Spargel aus Nordhessen. Unsere italienischen Partner kennen nur grünen Spargel und sind vom Austauschprojekt begeistert. Im Herbst 2014 folgen unsere finnischen Freunde mit ‘So schmeckt Rovaniemi‘. Wenn wir sukzessive jährlich zwei unserer 9 Städtepartner in der Markthalle zeigen, können die meisten Bewohner von Kassel im Jahr 2018 über internationale Küche gut mitreden”, freute sich Stadträtin Brigitte Bergholter, Beauftragte für Städtepartnerschaften.

Das Projekt „Junge Talente für die Markthalle Kassel” stellte Hauptgeschäftsführer Eberhard Bierschenk von der Handwerkskammer vor: „Wir wollen die Berufsbilder ‘Fleischer‘ ‘Fleischereifachverkäufer‘, ‘Bäcker‘, Bäckereifachverkäufer und ‘Konditor‘ für Mädchen und Jungen aufwerten und nach den Prüfungen im Sommer 2014 zunächst einen Marktstand ausschließlich von Auszubildenden ab dem zweiten Lehrjahr eigenverantwortlich betreiben und kreativ gestalten lassen. Wir werden die Obermeister der Innung und den jeweiligen Lehrlingswart und die Berufsschule einbeziehen und überlegen, den Auszubildenden Zusatzqualifikationen in Marketing und Vertrieb mit Extra-Zertifizierungen in der Markthalle anzubieten.”

Mit der Universität Kassel, die in der Lenkungsgruppe durch Prof. Dr. Ulrich Hamm, Fachbereichsleiter Agrar- und Lebensmittelmarketing und durch Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Schulze, Fachgebietsleiter Entwerfen im städtebaulichen Kontext vertreten ist, soll es eine kompetente Begleitung von der Wissenschaft in die Praxis geben, zum Beispiel in Studienjahresintervallen im 1., 3. und 5. Jahr der Markthallenneuentwicklung. Weitere Schritte im Mehrjahresprogramm der Lenkungsgruppe sind in den Jahren 2015 bis 2017 Entscheidungen zu Innenarchitektur und Design, Partnerschaften zu Finanzierungen, öffentliche Diskussionen zum neuen Konzept, Umplanungen, schließlich Umbauarbeiten und ein festlicher Relaunch. (red)



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