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Zahl der schwerbehinderten Menschen in Hessen steigt

Hessen. Am Jahresende 2013 lebten in Hessen 608 600 Menschen mit einem amtlichen Schwerbehindertenausweis und einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr. Sowohl die Zahl der schwerbehinderten Menschen als auch der Anteil der schwerbehinderten Menschen an der Bevölkerung (Schwerbehindertenquote) stiegen seit 2008 kontinuierlich an. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, nahm die Zahl der schwerbehinderten Menschen binnen Jahresfrist um knapp 6000 oder ein Prozent zu. Damit waren 10,1 Prozent der hessischen Bevölkerung schwerbehindert. Mit 293 700 weiblichen und 315 000 männlichen schwerbehinderten Menschen stieg der Frauenanteil weiter an und erreichte 48 Prozent. 2005 lag der Frauenanteil bei 46 Prozent. Bezogen auf alle Frauen in Hessen hatten 9,6 Prozent der Frauen einen Schwerbehindertenausweis; bei den Männern lag der Anteil bei 10,7 Prozent.

Jeweils knapp ein Viertel aller schwerbehinderten Menschen war jünger als 55 Jahre bzw. zählte zur Altersgruppe der 55- bis unter 65-Jährigen. Gut die Hälfte aller Schwerbehinderten hatte das 65. Lebensjahr vollendet. Die Betrachtung des Anteils der Menschen mit schweren Behinderungen an der entsprechenden Altersgruppe zeigt, dass mit  zunehmendem Alter die Schwerbehindertenquote deutlich ansteigt. Während bei den unter 65-Jährigen rund sechs Prozent eine schwere Behinderung hatten, waren es bei den über 65-Jährigen rund 26 Prozent.

Mit knapp 24 Prozent war die häufigste Behinderungsart die Beeinträchtigung der Funktion von inneren Organen bzw. Organsystemen, vornehmlich Störungen von Herz und Kreislauf. Es folgten Querschnittlähmung, zerebrale Störungen, geistig-seelische Behinderungen und Suchtkrankheiten mit zusammen 18 Prozent. Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule und des Rumpfes machten 15 Prozent aus; gut 13 Prozent litten an Verlust oder Funktionseinschränkung von Gliedmaßen. Auf Sprach- und Gehörschädigungen entfielen gut fünf Prozent. Behinderungen wie Sehstörungen oder Blindheit machten gut vier Prozent aus. 19 Prozent der schwerbehinderten Menschen litten an sonstigen und ungenügend bezeichneten Behinderungen. Knapp ein Drittel der schwerbehinderten Menschen hatten mehrere Behinderungen.

35 Prozent der schwerbehinderten Menschen hatten einen Grad der Behinderung von 50. Ein GdB von 60 traf auf knapp 16 Prozent der schwerbehinderten Personen zu. Einen GdB von 70 bzw. 80 wiesen jeweils rund elf Prozent auf. Weitere fünf Prozent hatten einen GdB von 90. Gut 22 Prozent aller schwerbehinderten Menschen hatten einen GdB von 100.

Laut Mitteilung des Landesversorgungsamtes Hessen gab es in Hessen Ende 2013 zusätzlich noch 126 300 Menschen, die zwar die Voraussetzungen für einen amtlichen Schwerbehindertenausweis erfüllten, diesen aber nicht beantragt haben. Rechnet man diese zu den schwerbehinderten Personen mit Ausweis hinzu, leiden gut zwölf Prozent der hessischen Bevölkerung, d. h. jeder achte Hesse, unter schweren Behinderungen. (red)



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