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Ehrenamtliche Prüfer gesucht: Machen Sie mit

Berufungsperiode dauert fünf Jahre – Etwa 2.700 Menschen im IHK-Bezirk aktiv

ludwig-michael140528Kassel. Sie sorgen dafür, dass der regionale Fachkräftenachwuchs seine Ausbildung auch abschließen kann: Etwa 2700 Prüfer im IHK-Bezirk engagieren sich freiwillig, um das theoretische und praktische Wissen der Auszubildenden abzuklopfen. Derzeit sucht die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg nach neuen Mitstreitern für  dieses Ehrenamt. Die kommende Berufungsperiode startet am 1. September und dauert fünf Jahre. Viele der bereits im IHK-Prüfungswesen aktiven Fachkräfte aus den Unternehmen setzen sich auch ab Herbst erneut dafür ein, die jährlich über 10.000 Zwischen- und Abschlussprüfungen in Nordhessen und dem Altkreis Marburg abzunehmen. Doch einige scheiden mit dem Ende der aktuell laufenden Berufungsperiode aus beruflichen und persönlichen Gründen aus. Aus diesem Grund ruft die IHK alle Fachleute mit Interesse für diese Tätigkeit auf, sich bis Montag, 16. Juni, zu melden. Im Sommer beruft die Kammer die Prüfer.

Das Engagement der Freiwilligen stellt den abschließenden Baustein im Zuge der Ausbildung des Fachkräftenachwuchses dar. „Die Prüfer sichern durch ihren Einsatz sowohl die Qualität der dualen Berufsausbildung made in Germany als auch den Fachkräftenachwuchs für die Region“, betont Dr. Michael Ludwig. Der Geschäftsführer des Bereichs Aus- und Weiterbildung bei der IHK weist darauf hin, dass es für Ausbildungsbetriebe selbstverständlich sein sollte, auch die Verantwortung für die personelle Ausstattung der Prüfungen mitzutragen, um einen erfolgreichen Abschluss der Lehrjahre zu garantieren.
Das bedeutet: Unternehmen müssen ihre Angestellten für die Prüfertätigkeit freistellen. „Das mag sich für einige zunächst abschreckend anhören, betrifft pro Prüfer im Schnitt aber nur einige Tage im Jahr“, erklärt Jörg Reuscher, Teamleiter des Bereichs Prüfungen Ausbildung bei der IHK. Im Gegenzug profitieren Unternehmen unter anderem vom Informationsvorsprung bei anstehenden Neuordnungen von Berufsbildern, dem fachlichen Austausch der Prüfer und der dadurch steigenden Sachkompetenz sowie den entstehenden Netzwerken. „Zugleich stärken sie Ihre Marke als Arbeitgeber“, ergänzt Ludwig. „Das kann entscheidend sein, wenn es darum geht, Fachkräfte zu akquirieren oder im Unternehmen zu halten.“

reuscher140528Gesucht für dieses Aufgabenfeld sind erfahrene Fachkräfte, die eine mindestens fünfjährige Berufspraxis vorweisen können. „Da die Prüfungen praxis- und handlungsorientiert sind, ist häufig das Know-how der Prüfer gefordert“, erläutert Reuscher. Fortbildungsabschlüsse wie Fachwirt und Meister seien gern gesehen. Darüber hinaus sollten Interessenten neben den fachlichen Voraussetzungen ebenso Verantwortungsbewusstsein, Urteilsvermögen, Gerechtigkeitssinn und pädagogisches Gespür mitbringen.

Zu den Aufgaben der von der IHK berufenen Prüfer gehört es, Prüfungsaufgaben zu erstellen sowie diese zu korrigieren und zu begutachten. Ebenso müssen Fachgespräche geführt und bewertet sowie schriftliche Prüfungen beaufsichtigt werden. „Korrekturen kann man auch am Arbeitsplatz oder von zu Hause aus erledigen, eine Präsenzpflicht in der IHK besteht nicht“, ergänzt Reuscher. Die Kammer bereitet Neulinge auf die Aufgabe vor, zum Beispiel durch Workshops und Seminare.

Die Prüfer ihrerseits profitieren unter anderem durch die persönliche und fachliche Weiterentwicklung, von der Freude an der Arbeit mit Gleichgesinnten sowie der Wertschätzung und Achtung, die ihnen entgegengebracht werden. So bedankt sich die IHK regelmäßig für ihren ehrenamtlichen Einsatz, ebenso wie bei den Betrieben, die ausbilden und ihre Mitarbeiter für Prüfungszwecke freistellen. „Dass sich die Unternehmen selbst um die Berufsausbildung kümmern dürfen, ist eine wichtige Errungenschaft“, sagt Ludwig. „Ansonsten müsste der Staat diesen Bereich organisieren und finanzieren.“ Dank der Prüfer spart der Staat nach Informationen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) Honorare von mehreren Hundert Millionen Euro pro Jahr.

Interessierte können sich bis Montag, 16. Juni, an Jörg Reuscher wenden: IHK, Kurfürstenstraße 9, 34117 Kassel, Telefon (0561) 7891-240, E-Mail: reuscher@kassel.ihk.de. (red)



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