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Uwe Krah sichert sich Gold mit Nordhessenrekord

Harry Geier triumphiert im 400m-Lauf der M75 mit 75,65 Sekunden

uew-krah140629Bruchköbel/Melsungen. Bei den hessischen Seniorenmeisterschaften, die dieses Wochenende in Bruchköbel bei Hanau ausgetragen werden, zeigten sich Uwe Krah und Harry Geier (MT 1861 Melsungen) von ihrer besten Seite und sicherten sich jeweils sehr souverän die Goldmedaille in ihren Wettbewerben.
Uwe Krah, der Polizeioberkommissar, hatte sich sorgfältig für das Kugelstoßen der M50 bei den Landesmeisterschaften vorbereitet. Leider verletzte er sich zwei Wochen vorher bei den hessischen Meisterschaften im Kreuzheben. Als er bei einem Aufwärmversuch 200 kg anhob, zog er sich einen Muskelfaserriss am Latissimus zu, so dass er diesen Wettkampf, bei dem er sich für die deutschen Meisterschaften qualifizieren wollte, abbrechen musste. Auch das Kugelstoßtraining konnte in den folgenden Tagen nicht mehr durchgeführt werden. Aber Uwe Krah war guten Mutes und bot vor dem Wettkampf Alwin J. Wagner eine Wette an, dass er weiter als 14,50 Meter stoßen würde. Der Coach nahm an und motivierte seinen Schützling noch, indem er bei einer Weite über 15 Meter den doppelten Preis zahlen würde.

Nachdem Uwe Krah beim Einstoßen 14 Meter gleichsam locker aus dem Ärmel schüttelte und beim zweiten Aufwärmversuch an die 15m-Marke kam, wartete man gespannt auf seinen ersten Wettkampfversuch. Leider setzte unmittelbar vor dem Kugelstoßwettkampf ein leichter Nieselregen ein.

Obwohl er ohne Hüfteinsatz und Abdruck des hinteren Beines stieß und die 6,00kg-Kugel seine Stoßhand viel zu früh verließ, wurde der erste Versuch mit 14,30 Meter gemessen. Das schlug natürlich ein. Die Teilnehmer wussten nach diesen glänzenden Auftakt, dass Krah der Primus in diesem Wettbewerb ist, denn keiner seiner Konkurrenten war ihm an diesem Tag gleichwertig. Somit war die Goldmedaille nach seinem ersten Stoß vergeben, denn keiner der anderen Athleten kam über 13 Meter. Der „der Herkules von Nentershausen“ übertraf mit diesem Stoß auch den Nordhessenrekord von Gerrit Engelbach (LG Eder), der am 6. Aprl 2013 bei den nordhessischen Meisterschaften in Borken 14,17 Meter gestoßen hatte.

harry-geier140629Die Anweisung, etwas länger beim Abstoß zu warten, konnte der neue hessische Seniorenmeister allerdings auch beim zweiten Versuch nicht umsetzen. Wieder wollte er zu viel und kam erneut nicht in eine gute Power-Position (Abstoß-Position), so dass dieses Mal die Kugel sogar außerhalb der rechten Sektorenlinie landete.

Nachdem sich im dritten Durchgang seine Verletzung in der Rückenmuskulatur bemerkbar machte, verzichtete Uwe Krah auf die restlichen Versuche. Mit 14,30 m siegte Uwe Krah souverän vor Mark Macek aus Rüsselsheim (12,24 m) und Michael Schenk aus Wiesbaden, der genau 11,00 Meter erreichte.

In dieser Form hätte der neue Seniorenmeister sogar eine berechtigte Medaillenhoffnung bei den nationalen Titelkämpfen in Erfurt, aber der Meldetermin wurde um einen Tag verpasst, so dass die Meldung vom Leichtathletik-Verband nicht mehr angenommen wurde.

Gold auch für Harry Geier
Zufriedenheit und Freude herrschte auch bei Harry Geier, denn der Melsunger Viertelmeiler holte sich in Bruchköbel einen weiteren Landessieg über 400 Meter in der Altersklasse der M75. Schon bei den nordhessischen Meisterschaften am 25. Mai im Kasseler Auestadion machte der mehrfache Senioren-Welt- und Europameister mit 77,30 Sekunden auf sich aufmerksam. Nachdem ihn die letzten Trainingswochen einen weiteren Schritt nach vorne brachten, zeigte er sich auf einen guten Weg und erweckte Erwartungen für Zeiten um 76 Sekunden. Im Vorjahr stand seine Jahresbestzeit auf 76,42 Sekunden. Man kann seine Leistungen nicht hoch genug anrechnen, denn Harry Geier wird im kommenden Jahr das 80. Lebensjahr vollenden.

Leider wurde der Melsunger Juwelier von seinem Gegner in diesem Rennen nicht gefordert. Wilhelm Grüning (LG Biebesheim), drei Jahre jünger als sein Melsunger Konkurrent, war schon nach den ersten Schritten kein Maßstab. Unmittelbar nach dem Start zog Geier seinem Gegner auf und davon und hatte bereits nach der Hälfte der Strecke fast 20 Sekunden Vorsprung. In diesem Meisterschaftsrennen, wo er nur gegen die Uhr lief, demonstrierte Harry Geier seine ganze Klasse.

Als er auf die Zielgerade einbog, zeigte die Anzeigetafel auf der elektronischen Uhr 56 Sekunden an und den Zuschauern war klar, dass sie eine gute Zeit für diese Altersklasse erleben würden. Nach Freilegung seiner Reserven erreichte er nach einem harten, aber klugen Lauf nach glänzenden 75,65 Sekunden das Ziel und hatte damit seine Jahresbestzeit um fast zwei Sekunden nach unten korrigiert. Die Goldmedaille war der Lohn für diese große Anstrengung und stempelt ihn zu einem Ausnahmekönner auf dieser Strecke. Längst hatte der Melsunger Viertelmeiler die Ziellinie überquert, da bog erst Wilhelm Grüning auf die Zielgerade ein und holte sich mit 1:50,26 Minuten den zweiten Platz. Gegen eine entsprechende Konkurrenz wäre heute bereits eine Zeit unter 75 Sekunden drin gewesen. Damit wäre er – wie Uwe Krah – nicht nur ein Anwärter auf das Finale, sondern auch ein potentieller Medaillenkandidat. Aber auch die Meldung für Harry Geier, der mehrfach bei Welt- und Europameisterschaften in der Senioren-National-Staffel die Kohlen aus dem Feuer holte, blieb der DLV stur und nahm die Nachmeldung nicht mehr an. Wenn beide Melsunger Athleten in Erfurt starten wollen, dann müssen sie neben dem Stargeld eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von jeweils 100 Euro zahlen. (ajw)



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