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Karolin Siebert Fünfte bei den süddeutschen Meisterschaften

Foto: Alwin J. WagnerAugsburg/Melsungen. 70,14, 66,17 und 66,70 Sekunden hießen die Referenzen über 400m-Hürden der 17-jährigen Karolin Siebert, die bei den süddeutschen Meisterschaften der U23 in Augsburg erfolgreich die Farben der Stadt Melsungen vertrat. 14 Athletinnen hatten ihre Meldung für diesen Wettbewerb abgegeben, der in zwei Zeitendläufen entschieden wurde.

Leider setzte unmittelbar vor dem ersten Rennen ein heftiger Regen ein, der das sommerlich heiße Wetter in eine schwüle Hitze umwandelte, die bestimmt nicht leistungsfördernd war. Das konnte man auch an den Zeiten des ersten Laufs erkennen. Kim Jana Medelnik von der LG Odenwald setzte sich in 67,08 vor Betty Will (67,28 Sekunden) durch. Die Jugendliche aus Wetzlar hatte bei den Jugend- Landesmeisterschaften drei Wochen vorher in Gelnhausen mit 67,04 Sekunden hinter Karolin Siebert (66,70) den dritten Platz belegt und wollte in Augsburg mit einer 66er Zeit die Rückreise antreten.

Foto: Alwin J. WagnerDer zweite Zeitendlauf mit sechs Athletinnen musste die Entscheidung bringen. Und so kauerten auf den sechs Bahnen des Ernst-Lehner-Stadions im Augsburger Stadtteil Hochfeld von innen nach außen: Lisamarie Haas (Riederich), die in der Lage war, eine 65er-Zeit zu laufen. Vor ihr startete Karolin Siebert, die als Zweite bei den Landesmeisterschaften der Frauen in Wetzlar mit 66,17 Sekunden überraschte. Auf Bahn drei lief mit Judith Stadelbacher die große Favoritin, denn die Athletin aus Offenburg hatte sich bei den deutschen Meisterschaften in Ulm als Siebte auf 59,06 Sekunden gesteigert. Von Bahn vier startete Susan Berg (LC Rehlingen), die mit 62,01 Sekunden zu den besten 400m-Hürdenläuferinnen der U23 in Deutschland gehört. Vor ihr wurde Tamara Stüllein (LAC Quelle Fürth) mit einer Bestzeit von 63,13 Sekunden ins Rennen geschickt. Und ganz außen startete Christina Schlee vom TSV Burghaslach, die die 400m-Hürden unter 65 Sekunden laufen konnte. Es war ein hochkarätiges Feld in diesem zweiten Zeitendlauf beisammen, in dem Karolin Siebert als jüngste Starterin auf Bahn zwei zum ersten Mal gegen Top-Läuferinnen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes antreten musste. Über den Sieg von Judith Stadelbacher gab es keine Zweifel, so dass man sich nur die Frage stellte: Kann das Hürdentalent aus Offenburg in diesem Endlauf eine 58er-Zeit laufen?

Foto: Alwin J. WagnerDie Athletinnen begannen sehr flott und fanden nach dem Startschuss sehr schnell in das Rennen. Natürlich zogen die Medaillenanwärter in wilder Jagd davon. Aber Karolin Siebert ging verständlicher Weise das scharfe Anfangstempo nicht mit. Als sie ausgangs der ersten Kurve nach einhundert Metern von Lisamarie Haas eingeholt wurde, musste sie allerdings einen Gang höher schalten. Das machte sie sehr gut und hielt auf der Gegengeraden dagegen, so dass die 19-Jährige aus Riederich nicht weiter davoneilen konnte.

Obwohl die MT-Athletin in der zweiten Kurve einige Meter mehr laufen musste, als ihre Konkurrentin auf der Innenbahn und vor der siebten Hürde aus dem Laufrhythmus kam und dadurch etwas trippelte, bogen beide Läuferinnen Seite an Seite laufend auf die Zielgerade ein.

Während Judith Stadelbacher ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und in 61,30 Sekunden souverän siegte, tobte hinter ihr ein erbitterter Kampf um die beiden restlichen Medaillen, bei dem sich Susan Berg in 62,78 Sekunden vor Tamara Stüllen (63,13) durchsetzen konnte. Nach 64,87 Sekunden lief Christina Schlee als Vierte über die Foto: Alwin J. WagnerZiellinie. Karolin Siebert besaß zum Schluss noch Reserven und nahm die letzten beiden Hürden sehr gut. Nach einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen wehrte sie mit einem kämpferischen Einsatz die heftige Attacke von Lisamarie Haas gekonnt ab. Mit Kampfgeist und Können rettete sie mit vorzüglichen 65,65 Sekunden den fünften Platz. Damit verbesserte sie die nordhessischen Jahresbestleistung um über eine halbe Sekunde. „Die Bahn war etwas zu hart, aber ich begann leider auch zu zaghaft“, sagte sie später.

Auch wenn ihr vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, das sie sich mit einer 64er-Zeit selbst machen wollte, nicht realisiert wurde, zeigte sich Karolin zehn Tage vor ihrem 18. Geburtstag in Glanzform und lief ein brillantes Rennen. Man fragt sich unwillkürlich, zu welchen Zeiten sie augenblicklich im 400m-Flachlauf fähig ist. Sicherlich unter einer Minute, unter optimalen Bedingungen kann sie sogar unter 59 Sekunden laufen. Und wenn ihr Vergnügen am Kämpfen, an schnellen Zeiten und Erfolgen anhält, dann darf man sich in den nächsten Jahren auf weitere Erfolge und schnelle Zeiten freuen, denn Karolin Siebert kann noch in vier Jahren an den süddeutschen U23-Meisterschaften teilnehmen. (ajw)



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