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Betriebe in Hessen steigern Investitionen in den Umweltschutz deutlich

Hessen. Die hessischen Betriebe des Produzierenden Gewerbes investierten im Jahr 2012 insgesamt 468 Millionen Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, stellt dies eine Steigerung um 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar. Der Anteil der Umweltschutzinvestitionen an den Gesamtinvestitionen belief sich auf elf Prozent. Das waren 4,0 Prozentpunkte mehr als 2011. Die größte Nachfrage nach Sachanlagen für den Umweltschutz ging 2012 mit 214 Millionen Euro von der Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft aus (plus 38 Prozent). Hier entfielen mit 64 Prozent der größte Teil der Gesamtinvestitionen auf die Investitionen zur Minderung schädlicher Einflüsse auf die Umwelt (plus 18 Prozentpunkte). Im Bereich Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden verdoppelten sich die Umweltschutzinvestitionen beinahe (plus 93 Prozent) auf zusammen 208 Millionen Euro; deren Anteil an den Gesamtinvestitionen lag bei 6,5 Prozent (plus 3,2 Prozentpunkte). Die Betriebe der Energieversorgung verwendeten mit 45 Millionen Euro (minus 14 Prozent) einen Anteil von 5,7 Prozent ihrer gesamten Investitionen (plus 0,8 Prozentpunkte) für den Umweltschutz.

In der Unterteilung nach Umweltbereichen dominierten im Jahr 2012 mit 229 Millionen Euro nach wie vor die Investitionen in den Gewässerschutz. Knapp die Hälfte der Aufwendungen für Sachanlagen für den Umweltschutz betraf somit das Management von Abwasser sowie vorbeugende Maßnahmen gegen Verunreinigungen des Grundwassers und von Oberflächengewässern. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Betrag um 84 Millionen Euro beziehungsweise 57 Prozent. An zweiter Stelle folgten mit 123 Millionen Euro (26 Prozent der Umweltschutzinvestitionen) die Investitionen in den Klimaschutz. Die hierunter fallenden Aufwendungen, zum Beispiel für die Reduzierung der Emissionen von Kyoto-Treibhausgasen oder für eine bessere Energienutzung, erhöhten sich um 42 Millionen Euro (plus 52 Prozent). Für das Management von Abfällen investierten die hessischen Betriebe 61 Millionen Euro (13 Prozent). Das waren 13 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor (plus 28 Prozent). Auf Feinstaubreduzierung und andere Maßnahmen zur Luftreinhaltung entfielen 35 Millionen Euro (7,4 Prozent), was einem Plus von 8,1 Millionen Euro (plus 30 Prozent) entsprach. Die Aufwendungen für den Bereich Naturschutz und Landschaftspflege sowie Bodensanierung erhöhten sich um 5,2 Millionen Euro (plus 62 Prozent) auf 14 Millionen Euro (2,9 Prozent der Umweltschutzinvestitionen). Die restlichen 5 Millionen Euro (1,2 Prozent) betrafen die Lärmbekämpfung. Die Investitionen hierfür stiegen um 1,8 Millionen Euro (plus 48 Prozent). (red)



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