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Nach EHF-Cup nun DHB-Pokal: MT muss nach Flensburg

mt141022Flensburg/Melsungen. Nur 72 Stunden nach seinem Europapokaleinsatz in Südfrankreich muss Handball-Bundesligist MT Melsungen zum DHB-Pokalspiel in Norddeutschland antreten. Am Sonntag noch in Toulouse, am Mittwoch bereits in Flensburg, wo in der zweiten Runde des nationalen Cupwettbewerbs die SG Flensburg/Handewitt wartet. Anwurf in der Flens-Arena ist am 22. Oktober 2014 um 19 Uhr. Während sich die Cracks der MT am Sonntagabend im Palais des Sports gegen FENIX Toulouse noch mächtig strecken mussten, um die nächste Runde im Europapokal zu erreichen, streckten sich die Spieler der SG Flensburg/Handewitt vermutlich nur noch zuhause auf dem Sofa aus. Ihr Tagwerk hatten sie zu dem Zeitpunkt nämlich längst verrichtet – noch dazu ohne größere Mühen. Denn die Nordlichter hatten am Nachmittag vor heimischem Publikum den Bergischen HC mit 40:27 deutlich rasiert.

Um die Reisestrapazen nicht gänzlich ausufern zu lassen, hatte die MT geplant, am Montag von Toulouse via Frankfurt nach Hamburg zu fliegen, um sich dort auf das Spiel gegen Flensburg vorzubereiten. Da aber der Pilotenstreik bei der Lufthansa den Weiterflug ab Frankfurt verhinderte, musste die Strecke mit dem Bus bewältigt werden. Am Montag um 7.00 Uhr in Toulouse aufgebrochen, kam der MT-Tross dann 12 Stunden später endlich in Hamburg an. Die Regeneration nach einem anstrengenden Spiel sieht sicher anders aus.

Am Dienstag stand Training auf dem Plan und am Abend mit dem Besuch des DEL-Spiels der Hamburger Freezers gegen die Augsburger Panther wenigstens eine kleine Unterbrechung des Handballstresses. Michael Roth hätte seine Schützlinge gerne “ganz normal” auf den Pokalhit vorbereitet. “Aber wir wollten ja europäisch spielen und wussten, was terminlich auf uns zukommt. Deshalb nehmen wir es jetzt so wie es ist”, erklärt der MT-Coach. Um aber sogleich deutlich nachzuschieben: “Flensburg ist zwar einer der dicksten Brocken, die man im Pokal bekommen kann, aber wir nehmen all die Anstrengungen nicht auf uns, um dann dieses Spiel abzuschenken. Im Gegenteil, unser Ziel lautet auch hier: Wir wollen gewinnen!”

Das versucht die MT Melsungen bereits seit zehn Jahren. Gelungen ist dies bisher allerdings nur in zwei Spielen, in denen es nicht um Punkte ging: Bei den ERIMA Cups 2013 und 2014 besiegte die MT die Fördestädter jeweils im Finale. Was zumindest bewies: Es ist möglich, auch diesen Spitzenklub in die Knie zu zwingen. In der Liga indes setzte es in den 19 Vergleichen 17 Niederlagen, zweimal sprangen Unentschieden heraus. Im Kräftemessen im Hinspiel der aktuellen Saison, Ende August, unterlagen die Rotweissen dem amtierenden Champions League Titelträger mit 22:29.

Am Mittwoch nun will die MT einen neuen Anlauf unternehmen. Diesmal im Pokal. Vielleicht klappt es ja da. Und wenn, dann hätten die Nordhessen das seltene Kunststück fertig gebacht, innerhalb von nur 72 Stunden sowohl auf europäischer wie auch auf nationaler Ebene die nächste Pokalrunde zu erreichen. Die Hoffnung jedenfalls ist da – nicht zuletzt, weil die MT in Bestbesetzung antreten kann – und weil obendrein die Motivation gegen ein mit Stars wie Glandorf, Mogensen, Kaufmann und Andersson besetztes Spitzenteam ganz sicher zusätzlich befeuert ist.

Respekt scheint der hohe Favorit jedenfalls vor der MT zu haben: Trainer Ljubomir Vranjes misst dem Sieg seiner Mannschaft im August nichts mehr bei und Geschäftsführer Dierk Schmäschke appelliert gar an die Fans: “In der K.o.-Runde brauchen wir die Unterstützung der Zuschauer.“ Und was die gerade in der Flens-Arena, die über die größte Stehplatztribüne der Liga verfügt (1.500 Plätze), bewirken kann, weiß aus eigener Erfahrung Patrik Fahlgren. Denn der MT-Regisseur trug von 2009 bis 2011 das SG-Trikot: “Die Stimmung dort ist riesig und lässt keinen Gegner kalt”. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Flensburg: Philipp Dinges / Daniel Kirsch (beide Eggenstein); DHB-Spielaufsicht: Uwe Stemberg



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