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Henri Alter egalisierte zwölf Jahre alten Hallenrekord

henri-alter141104Melsungen. Fast wäre beim 5. Hallen-Läufer-Dreikampf in der Melsunger Stadtsporthalle die Super-Sprintleistung von Henri Alter über 50 Meter untergegangen. Dass er ein Kämpferherz besitzt und immer gut vorbereitet in die Wettkämpfe geht, war bekannt.  Aber dass er sich fünf Tage nach seinem 19. Geburtstag und nach einer vierwöchigen Trainingspause schon wieder in einer so großartigen Form befand, war schon beeindruckend. Der mehrfache hessische Jugendmeister im Speerwerfen und im Dreisprung imponierte im letzten Wettkampf vor seiner Abreise nach Neuseeland auch im Sprint über 50 Meter und glänzte mit  6,1 Sekunden.

Nach einem Blitzstart, der nur aufgrund seiner Reaktion sowie der enormen Beinkraft möglich war und einer guten Beschleunigung auf den nächsten 30 Metern, zog Henri Alter der Konkurrenz auf und davon. Er ließ dabei seinem Traininngspartner Michael Hiob, der in diesem Jahr Nordhessens schnellster U20-Sprinter mit 11,37 Sekunden ist, keine Chance. Mit 6,1 Sekunden egalisierte er den 12 Jahre alten Kreisrekord von Philipp Imhof (SC Steinatal), der mit dieser Zeit am 25.01.2002 Kreismeister wurde und über 100 Meter mit 11,13 Sekunden in den Listen stand.

Auch im Lauf über zwei Hallenrunden (280 m) überzeugte Henri Alter mit 37,2 Sekunden und lieferte mit dem neuen Meeting-Rekord eine Zugabe der besonderen Art. „Ich wusste im Prinzip gar nicht, wie ich diese beiden Hallenrunden laufen sollte. Mein Trainer riet mir, am Start bereits wie ein Sprinter anzutreten und dann den Lauf voll durchzuziehen.“ Diese Vorgabe führte er exzellent durch und überraschte  erneut Michael Hiob (38,1), der dadurch nicht in seinen Lauf fand. Auch Tobias Stang war beeindruckt, kam aber zum Schluss mit 37,5 Sekunden noch mächtig auf.

„Es ist schade, dass uns Henri für die nächsten acht Monate verlässt und sein Glück in Neuseeland versucht. Bei richtiger Vorbereitung für den Höhepunkt der Hallensaison im Januar, hätte er die 60 Meter unter 7,10 Sekunden laufen und als Speerwerfer den Sprintern mächtig einheizen können“, sagte MT-Leichtathletik-Chef Hans-Jörg Engler.

„Seine Stärke ist seine Stärke und seine gesunde Selbsteinschätzung“, sagte Alwin Wagner, der mit dieser Aussage das unerschütterliche Selbstvertrauen seines Schützling nur vage andeutete. Obwohl Henri vom 1. Mai bis Ende Juli wegen einer Fußverletzung nicht trainieren konnte, zweifelte er nicht daran, den Speer im Jahr 2014 über 60 Meter zu werfen. Bei den deutschen Jugendmeisterschaften realisierte er sein Vorhaben und katapultierte sein Arbeitsgerät auf die neue Kreisrekordweite von 61,45 Meter. Damit holte er sich zur Überraschung der  Bundestrainer den fünften Platz. Zum Saisonende verbesserte er sich auf 63,63 Meter und ließ im Training mehrmals den Speer sogar über 65 Meter fliegen.

In Neuseeland möchte die Melsunger Speerwurfhoffnung nicht nur Land und Leute kennenlernen, sondern auch weiterhin das Speerwerfen trainieren. Alwin Wagner nahm in der Zwischenzeit Kontakt mit Uwe Hohn auf, der am 20. Juli 1984 den Speer im Ostberliner Jahn-Park auf 104,80 Meter katapultierte und als erfolgreicher Trainer in Australien arbeitet. Der Neuruppiner versprach sich um Henri  zu kümmern und nannte bereits einige Anschriften der besten Speerwerfer und Trainer in Neuseeland. (ajw)



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