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TSV Ost-Mosheim – MSG Hainzell/Grossenlüder 26:25 (10:14)

Ein Krimi mit glücklichen Ende

TSV Ost-MosheimOstheim. Man war sich bei Ost-Mosheim im Klaren, dass sich mit dem Aufstieiger eine spiel- und wurfstarke Mannschaft in Ostheim vorstellen würde. Trotzdem wollte man im zweiten Heimspiel des Jahres 2015 einen Sieg verbuchen. Doch die personellen Vorzeichen ließen vor dem Spiel die Hoffnungen auf Sparflamme sinken. Florian Kusiek hatte ein dickes Knie und Philip Bachmann war im Abschlusstraining umgeknickt, beide konnten aber trotz dieser Handicaps spielen.

Ost-Mosheim ging mit 1:0 in Führung, doch bereits in der Anfangsphase des Spieles zeichnete sich eine unverständliche Nervosität ab, die sich im Laufe der ersten Hälfte ständig steigern sollte und zu vielen Fehlern führte. Man konnte sich nicht absetzen, weil man immer wieder durch Abspielfehler den Gegner zu Kontern einlud, die der dann auch sicher verwandelte. Beim 6:6 war man noch gleichwertig, doch dann begann die Zerfahrenheit im Ost-Mosheimer Angriffsspiel ständig zu zunehmen.

Der Gast nutzte die Geschenke von Ost-Mosheim und ging beim 6:9 erstmals mit drei Toren in Führung. Ost-Mosheim kam beim 8:10, 9:11 und 10:12 noch jeweils auf zwei Tore heran. Doch noch vor der Pause erhöhten die Gäste sogar auf vier Tore. Gleich nach Wiederbeginn stand es sogar 10:15. Könnte die Mannschaft in den restlichen 28 Minuten noch den Hebel umlegen?

Mittlerweile hatte Mario Lubadel reagiert und mit Torben Schröder und Björn König zwei Spieler gebracht, die durch ihren Einsatz einen nicht unerheblichen Teil an der sich ankündigenden Wende im Spiel hatten. Nach anfänglich verhaltenem Spiel zeigte Torben Schröder, dass er die letzten beiden Spiele zu Unrecht auf der Bank geblieben war. Seine Tore und sein Selbstvertrauen, die gekonnten Sperren von Björn König am Kreis und ein gerade in den letzten 15 Minuten nicht mehr zu bremsender Philip Bachmann, gepaart mit einer konsequenten Abwehr, leiteten die Wende im Spiel ein. Doch er dauerte lange bis das Spiel endgültig gedreht war.

Beim 15:16 war Ost-Mosheim wieder dran, hatte aber in dieser Phase wieder Pech im Abschluss und kam nicht näher las ein Tor heran. Die Gäste legten immer wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung vor. Ost-Mosheim schloss immer wieder an, konnte aber die Führung nicht übernehmen. Mittlerweile war die Halle zu einem Tollhaus geworden. Die Zuschauer sahen, dass Ost-Mosheim nach einem Fünf-Tore-Rückstand zurück gekommen war und feuerten die Mannschaft frenetisch an. An der Spitze dieser Anfeuerung stand die komplette dritte Mannschaft, die nicht unwesentlich zu diesem Sieg beitrug.

Endlich, beim 24:24 in der 58. Minute, war der Ausgleich geschafft! Den nächsten Angriff von Hainzell/Grossenlüder konnte Ost-Mosheim abwehren und kam wieder in Ballbesitz. Der bis dahin aufgrund seiner Knieverletzung noch ohne Tor gebliebene Florian Kusiek erzielte dann von Halblinks den 25. Treffer.

In einer Restspielzeit von 20 Sekunden waren die Gäste noch einmal im Angriff. Eigentlich hätte bei konsequenter Abwehr nichts mehr passieren dürfen, doch es kam anders. Bendikt Dimmerling führte Sekunden vor dem Ende den Ball und kam in die Nahwurfzone, er wurde von Söhnke Elbeshausen auf Siebenmeter gestoppt, hatte aber keine Einwurfchance. Zum Entsetzen von Ost-Mosheim pfiff Schiedsrichter Peter Janisch dann Siebenmeter für die Gäste. Vielleicht war er der Meinung, dass Hainzell/Grossenlüder den Ausgleich verdient gehabt hätte.

Wenn man bedenkt, dass bei einem harten Spiel über die gesamte Spielzeit bis dahin nur vier Siebenmeter vergeben worden waren, sicherlich eine sehr umstrittene Entscheidung. Ansonsten machten die Schiedsrichter Bärtl und Janisch einen guten Job. Nun kam es zum Duell Benedikt Dimmerling gegen Dennis Wittig. Seinen ersten Siebenmeter hatte Dimmerling sehr sicher verwandelt.

Er trat an und wählte die gleiche Ecke wieder, doch Dennis Wittig war da und wehrte den scharfen Wurf ab. Die Halle stand Kopf! Der Mannschaftskapitän hatte den Punkt gerettet. Alle Spieler und einige Zuschauer stürzten sich auf ihn und feierten ihn. Das Spiel war aus und die beiden Punkte blieben in der Hochlandhalle. Dramatischer kann kein Handballspiel verlaufen.

Nach einer miserablen ersten Hälfte steigerte sich Ost-Mosheim und musste aber auch in der zweiten Hälfte die Stärke der Gäste anerkennen. Das war ein hartes Stück Arbeit.

Die beiden stärksten Spieler im Angriff waren sicherlich Philip Bachmann und Torben Schröder, doch auch der agile Adrian Barbura stand ihnen nichts nach. Adrian hatte zwar in einigen Situationen Pech, bewies aber erneut, dass sich seine Mitspieler auf ihn verlassen können. Bewunderswert auch der Einsatz von Björn König in Abwehr und Angriff. Aber man braucht keinen hervorzuheben, die Mannschaft hat den Kampf aufgenommen und gemeinsam das Spiel gedreht. Der Gewinner war dann Dennis Wittig durch seine Glanzparade in den letzten Sekunden. (Jürgen König)

Mannschaftsaufstellung:
Ost-Mosheim
Dennis Wittig 5/1 Siebenmeter, Alexander Lubadel 5;
Stefan Harbusch 1, Sebastian Wicke 1, Björn König 1, Daniel Kinnback, Torben Schröder 7, Adrian Barbura 5, Söhnke Elbeshausen 1, Florian Kusiek 1, Yannic Neurath, Philip Bachmann 7, Oliver Eckhardt 1/1.

Hainzell/Grossenlüder:
Rene Herber, Christian Andert;
Sebastian Martin, Johannes Schmitt 1, Patrick Wehner 1, Lukas Münker ,Janos Zinn 3, Simon Münker 4, Florian Zander 3, Benedikt Dimmerling 4, Michael Blinzler 1, Lukas Dimmerling 8,Johannes Münker

Siebenmeter:
Ost-Mosheim 3/1

Grossenlüder 2/1

Zeitstrafen:

Ost-Mosheim: Yannic Neurath 2
Grossenlüder: Benedikt Dimmerling, Siemon Münker, Michael Blinzler, Lucas Dimmerlimg



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