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MT feiert Kantersieg – 37:22 gegen HC Erlangen

Johannes Sellin, bester Schütze mit 10/6 Toren. Foto: HartungKassel/Melsungen. Die MT Melsungen bleibt im Rennen um den fünften Tabellenplatz, der mit größter Wahrscheinlichkeit für einen Platz im EHF-Cup ausreichen wird. Mit 37:23 (17:12) feierten die Nordhessen einen ebenso klaren wie auch in dieser Höhe verdienten Erfolg gegen den Aufsteiger HC Erlangen. Vor 3.106 Besuchern in der Kasseler Rothenbach-Halle waren die Gäste nur in den ersten zehn Minuten ein ebenbürtiger Gegner und lagen bis zu diesem Zeitpunkt sogar knapp vorn. Danach nahm das Spiel der MT Fahrt auf und überforderte die Gäste vor allem in der zweiten Hälfte völlig. Johannes Sellin konnte sich mit zehn Treffern in die Liste der Torschützen eintragen, davon sechsmal vom Siebenmeterpunkt. Für Erlangen traf Ole Rahmel sogar noch einmal mehr (11/2), konnte damit aber die derbe Abfuhr seiner Mannschaft nicht verhindern.

Die Partie startete temperamentvoll. Gleich den ersten Wurfversuch von Momir Rnic blockte die Erlanger Deckung. Ole Rahmel sicherte sich den Abpraller, wurde aber im Gegenstoß von Nenad Vuckovic behindert. Die Folge: nach knapp mehr als einer halben Minute Strafzeit gegen Vuckovic und Siebenmeter, den Rahmel selbst verwandelte. Der Auftakt zu einer ganzen Serie von Siebenmetern, die es jedoch ausschließlich für die Gastgeber gab. Den ersten davon zum 1:1 nach Foul an Michael Müller setzte Michael Allendorf noch zum Ausgleich in die Maschen. Mit zwei weiteren scheiterte der Linksaußen jedoch jeweils an Nikolas Katsigiannis. Ole Rahmel behielt seine Treffsicherheit auch aus dem Feld und brachte sein Team mit 3:1 nach vorn (5.).

Melsungen fing sich jedoch schnell. Über zwei feine Paraden von Mikael Appelgren brachten Michael Müller und Johannes Sellin mit dem nächsten Strafwurf die Gastgeber wieder auf Gleichstand. Bis zum 4:5 durch Jonas Link (10.) blieben die Gäste noch vorn, dann sorgte vor allem die MT-Flügelzange Allendorf und Sellin, als Torschützen unterstützt von Vuckovic, schnell für eine deutliche Führung. Wobei Sellin und Vuckovic ihre Treffer zum 6:5 und 7:5 in Unterzahl markierten. Eine Auszeit von Robert Andersson brachte keine Besserung im Spiel seiner Mannschaft. Im Gegenteil lief das schnelle MT-Umschaltspiel nach gewonnenen Bällen in der Deckung wie am Schnürchen. Über 10:6 (16.) wurde der Vorsprung bis auf 13:7 (20.) ausgebaut. Torschütze zu beiden Treffern war Johannes Sellin, der sich auch im Zusammenspiel mit Michael Allendorf Bestnoten verdiente.

Die zweite Andersson-Auszeit schon nach 20 Spielminuten brachte dann zumindest etwas Beruhigung in das zuvor hektisch gewordene Spiel des Abstiegskandidaten. Jonas Thümmler und Ole Rahmel verkürzten auf 13:9, bevor Michael Müller und Momir Rnic aus dem Rückraum das Tore werfen übernahmen. Erst mach Müllers 16:9 (27.) ließen es die Nordhessen wieder etwas ruhiger angehen und gewährten Erlangen eine leichte Resultatsverbesserung bis zur Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel versuchte es der HC mit einer offensiveren Abwehr. Jonas Link und Ole Rahmel nahmen Michael und Philipp Müller in kurze Deckung. Mit Erfolg, denn das MT-Spiel büßte merklich an Dynamik ein. Zwar fielen weiter Tore, doch mussten die viel härter erarbeitet werden als noch in der ersten Hälfte. Als auch noch Nikolai Link nach vorn rückte und die 3:3-Abwehr komplett machte, drohte sogar Passivität. (19:15, 37.). Weil sich aber auch die MT-Defensive zu steigern wusste und in Mikael Appelgren einen ganz starken Rückhalt hinter sich hatte, gerieten die Gäste immer weiter ins Hintertreffen (23:15, 43.).

Bei Jan Stochl, der schon in der ersten Hälfte Niklas Katsigiannis im Kasten abgelöst hatte, dürften sich die Erlanger bedanken, dass der Rückstand erst nach Sellins zehntem Treffer zum 26:16 zweistellig wurde. Der parierte glänzend gegen Michael Müller und den völlig frei vor ihm auftauchenden Allendorf, während aus dem Feld einzig Ole Rahmel dagegen halten konnte. Zwölf Minuten vor dem Ende konnte es sich Melsungen leisten einmal nahezu komplett durchzuwechseln. Schröder und Rnic  kamen für die Müller-Zeillinge auf die Halbpositionen, Marino Maric ging an den Kreis und Christian Hildebrand und Jeffrey Boomhouwer besetzten die Flügel. Eine Umstellung ohne jede Leistungseinbuße. Boomhouwer ließ die Fans gleich mit seinem ersten unwiderstehlichen Spurt über das gesamte Feld aufspringen, als er den Ball in vollem Lauf hinter seinem Rücken an Stochl vorbei ins Netz legte (28:27, 48.).

Der HC Erlangen fiel nun endgültig auseinander. Nach Belieben nahmen die Nordhessen den Aufsteiger auseinander. Mit Malte Schröder und Christian Hildebrand trugen sich dir nächsten Spieler in die Torschützenliste ein und schraubten das Resultat auf 33:18 in die Höhe (55.). Per Sandström, der Appelgren abgelöst hatte, wusste sein Können bei Würfen von Moritz Weltgen und Martin Stranovski ebenso unter Beweis zu stellen wie Heiko Grimm seine Spielmacherqualitäten, nachdem er in den verbleibenden fünf Minuten sein Bundesliga-Comeback als Spieler geben durfte. Ein Tor blieb ihm zwar verwehrt, doch die Standing Ovations der begeisterten Fans auf den Rängen gehörten ihm ebenso wie dem Rest der Mannschaft, die ihre Ambitionen auf einen erneuten Europapokal-Platz einmal mehr überzeugend anmeldete.

Stimmen zum Spiel
Michael Roth: Ich bin sehr zufrieden heute. Das war ein sehr unterhaltsames Spiel, in dem wir, im Gegensatz zu den vergangenen Spielen, auch sehr gut im Angriff gespielt haben. Dazu haben wir auch äußerst konzentriert verteidigt und kamen damit gut in unsere Gegenstöße, vor allem über Johannes Sellin. In der zweiten Halbzeit konnten wir sogar noch nachlegen. Alle, die von der Bank kamen, haben, wie Jeffrey Boomhouwer, gleich gezündet. Nachdem wir dieses Jahr so knapp gescheitert sind, wollen wir In den verbleibenden Spielen alles dafür tun, um wieder in den EHF-Cup zu kommen. Als nächstes haben wir das vielleicht schon vorentscheidende Spiel, zumindest um Platz sechs, gegen Göppingen. Und ich hoffe da auf eine annähernd ausverkaufte Ropthenbach-Halle.

Robert Andersson: Glückwunsch an die MT Melsungen und an Michael Roth. Wenn man mit 14 Toren verliert, ist es schwer, dazu etwas zu sagen. Wir haben ja ganz gut begonnen, aber nach etwa zehn Minuten jeden Mut verloren zum Tor zu gehen. So kam die MT zu ihrem schnellen Spiel und zu vielen Tempogegenstößen, für die wir die Fehler selbst geliefert haben. Der Gegner war über das gesamte Spiel individuell stärker und hat verdient gewonnen. Auch wenn wir viel probiert haben, wie auch eine 4:2-Abwehrformation. Aber ohne Tore vorn kann man nicht erfolgreich sein.

Statistik
MT Melsungen: Appelgren (13 P. / 18 G.), Sandström (3 P. / 5 G.); Maric (1), Sellin (10/6), Schröder (1), Hildebrand (1), Danner (1), P. Müller (2), Boomhouwer (5/1), Rnic (2), Allendorf (4/1), Vuckovic (5), M. Müller (5).

HC Erlangen: Stochl (7 P. / 23 G.), Katsigiannis (3 P. / 14 G.); Weltgen (1), Theilinger, J. Link (2), Preiss (1), Krämer, Sveinsson (1), Nienhaus, Hess, Rahmel (11/2), Stranovsky (3), N. Link (3), Thümmler (1), Sabljic.

Schiedsrichter: Christian vom Dorff (Kaarst) / Fabian vom Dorff (Kaarst)

Zeitstrafen: 6 – 10 (Vuckovic 0:37 34:46, M. Müller 9:47 – Nienhaus 17:17 22:30, Hess 27:30, N. Link 38:56, Preiss 56:03).

Strafwürfe: 10/8 – 2/2 (Allendorf scheitert an Katsigiannis, 3:42 Min., 6:29 Min.)

Zuschauer: 3.106 in der Rothenbach-Halle, Kassel

Die nächsten Spiele:
Samstag, 23. Mai 2015, 19 Uhr: MT – Frisch Auf! Göppingen (Rothenbach-Halle, Kassel)
Mittwoch, 27. Mai 2015, 20.15 Uhr: HBW Balingen-Weilstetten – MT (Sparkassen-Arena, Balingen)
Samstag, 30. Mai 2015, 15 Uhr: Bergischer HC – MT (Uni-Halle, Wuppertal)
Freitag, 05. Mai 2015, 20 Uhr: MT – TSV Hannover-Burgdorf (Rothenbach-Halle, Kassel)

(Bernd Kaiser)



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