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Masern: Ansteckungsgefahr nicht unterschätzen

Hessen. Masern sind hoch ansteckend; Impfung gilt als wirksamster Schutz; auch Erwachsene sollten Impfschutz prüfen. Berlin erlebte in den vergangenen Monaten mit mehr als eintausend infizierten Menschen den stärksten Masernausbruch seit Jahren. In Hessen wurden zu Jahresbeginn in Gießen und dem Lahn-Dill-Kreis die ersten Masernfälle bekannt. Aktuell hält Marburg den Atem an, wo an einer Schule bislang ein Dutzend Kinder erkrankt sind. Masern sind extrem ansteckend. Um eine Weiterverbreitung zu verhindern, sollten Infizierte Rücksicht nehmen und Menschenmassen meiden.

„Wer Masern bei sich oder seinem Kind vermutet, sollte schnell einen Arzt aufsuchen und dabei möglichst nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. In der Arztpraxis ist dann bereits am Empfang auf die mögliche Erkrankung hinzuweisen, damit sich nicht andere Patienten im Wartezimmer anstecken“, sagt Stefan Dörner, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Hessen.

Masernviren werden ganz leicht von Mensch zu Mensch zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen (Tröpfcheninfektion). „Der beste Schutz gegen eine Infektion ist die Impfung, allerdings haben die Impferfolge in der Vergangenheit viele sorglos werden lassen“, sagt Dörner. Mediziner beklagen vor allem Impflücken bei älteren Jugendlichen und bei Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind. Für diese Jahrgänge fehlen oft wichtige Auffrischungsimpfungen oder neu empfohlene Impfungen. Dabei ist Impfen ein relativ einfaches und bewährtes Mittel, um sich selbst und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Die IKK classic rät daher zu einem regelmäßigen Blick in den Impfpass. „Wer sich unsicher ist, ob ein ausreichender Impfschutz besteht, sollte mit seinem Hausarzt Rücksprache halten“, so Dörner.

Eigentlich hat sich die Bundesrepublik bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verpflichtet, die Masern bis 2015 auszumerzen. Um das WHO-Ziel zu erreichen, darf nicht mehr als ein Fall pro eine Million Einwohner auftreten. In Deutschland mit seinen rund 81 Millionen Einwohnern wären damit 81 Fälle pro Jahr zulässig. Das Ziel wurde bereits in den ersten Monaten dieses Jahres weit verfehlt.

Weitere Informationen sowie einen aktuellen Impfkalender zur Orientierung gibt es im Internet unter www.impfen-info.de. Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut empfohlenen Schutzimpfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. (red)



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