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Harry Geier imponiert mit einer tollen 400m-Zeit

Harry Geier. Foto: nhNeu-Isenburg/Melsungen. Darüber waren sich fast alle Senioren in Neu-Isenburg einig: Die Atmosphäre bei den hessischen Meisterschaften, von Sonnenschein und Wärme begünstigt, war sportlich und familiär zugleich. Genau das schätzten die älteren Aktiven und deshalb waren diese Meisterschaften von den Leistungen und der Stimmung her nicht nur für die Teilnehmer der MT 1861 Melsungen ein schönes Erlebnis. Der Standard der hessischen Senioren-Leichtathletik zeigte sich nach diesen Titelkämpfen von Neu-Isenburg in einem noch freundlicheren Bild, denn es ergoss sich eine Flut von Jahresbestleistungen, die bis in die nationale Spitze hineinreichen. Somit bekommt der Ausblick auf die Deutschen Seniorenmeisterschaften, die vom 10. bis 12. August in Zittau stattfinden, allmählich Konturen.

Für die vier Melsunger Teilnehmer gab es fünf Titel sowie einen Nordhessenrekord. Harry Geier, einer der vielen Trümpfe in der Melsunger Leichtathletik, ist seit einigen Jahrzehnten ein Vorbild für die Jugend, was Langlebigkeit in der Leichtathletik angeht. Auch in diesem Jahr stach der im 80. Lebensjahr stehende Melsunger Juwelier über 200 und 400 Meter. Nachdem er vor einer Woche bei bei den Regionalmeisterschaften im Kasseler Auestadion mit 34,28 Sekunden den 14 Jahre alten 200m-Bezirksrekord von Jakob Schneider aus Bottendorf (35,75 Sek.) verbessert hatte, zeigte er sich in Neu-Isenburg erneut in Rekordform. Der mehrfache Senioren-Weltmeister startete über 200 Meter in der Altersklasse der M75 und ließ seinen jüngeren Gegnern keine Chance. Nach großartigen 32,58 lief er über zwei Sekunden schneller als Hubert Drews (LG Odenwald, 34,65) und Eckart Nündel (TSG Friedrichsdorf, 34,73). Leider wurde diese glänzende Zeit vom Wind verweht, weil auf der Zielgeraden ein Rückenwind von 2,3 Meter pro Sekunde herrschte, so dass diese Zeit keine Anerkennung finden kann. „Ich hoffe, dass ich bei den deutschen Meisterschaften in Zittau unter 32 Sekunden laufe und somit bei der Medaillenvergabe auch auf dieser Distanz mitreden kann“, sagte der glänzend aufgelegte neue Meister, der bereits eine Stunde später zum 400m-Finale der M80 antreten musste.

Bernd Gabel. Foto: nhNach seinen 80,50 Sekunden bei den Regionalmeisterschaften, hatte er sich im 400m-Finale der M80 eine Zeit unter 80 Sekunden vorgenommen. Obwohl er nach dem schnellen 200m-Rennen noch schwere Beine hatte, lief er die Stadionrunde sehr beherzt an und legte die erste Hälfte unter 36 Sekunden zurück. Als er mit großem Vorsprung vor Hubert Drews auf die Zielgerade einbog, hatte er noch genügend Reserven, um sein Tempo fast zu halten. Er durchbrach das elektronische Zielband nach unglaublichen 75,57 Sekunden und verfehlte den Hessenrekord von Wilhelm Selzer aus Bad Vilbel, der acht Jahre vorher 74,77 Sekunden gelaufen war, nur um 0,8 Sekunden. „Mein nächstes Ziel steht nach diesem Rennen fest“, sagte nordhessische Rekordhalter über 200 und 400 Meter der Altersklassen M65 bis 85. Und wer den ehrgeizigen Melsunger Viertelmeiler kennt, der weiß, dass er dieses angepeilte Ziel schon bald realisieren wird.

Der 24 Jahre jüngere Bernd Gabel holte sich in der M55 mit zwei persönlichen Jahresbestleistungen die Titel in den horizontalen und vertikalen Sprüngen. Nach 1,33 m im Hochsprung qualifizierte er sich nach seinem Sieg im Weitsprung mit 4,65 m ebenfalls für Zittau. Seine dritte Landesmeister sicherte sich der 56-Jährige im Stabhochsprung mit 2,30 Meter. „Diese Leistung ist nach meinem ersten Freiluftwettkampf in dieser Disziplin bestimmt ausbaufähig“, sagte er selbstkritisch und unterstrich seine Vielseitigkeit mit einem zweiten Rang über 100m Hürden sowie mit Platz fünf im Weitsprung (4,65 m). Dagegen war seine Lebensgefährtin Monika Groh mit ihren Leistungen nicht ganz zufrieden. Sie verfehlte ihre gesetzten Ziele als Vierte im Kugelstoßen mit 6,78 Meter sowie im Weitsprung als Fünfte der W40 recht knapp.

Uwe Krah. Foto: nhIm Vorjahr holte sich Uwe Krah in Bruchköbel überlegen den Titel im Kugelstoßen der M50. Damals stieß der Polizeioberkommissar die 6,0kg-Kugel auf 14,30 Meter und hatte über zwei Meter Vorsprung vor Mark Macek aus Rüsselsheim. Nachdem er im Training die Männerkugel mehrfach an die 13 Meter gestoßen hatte und auch seine Kraftwerte stimmten, war er zuversichtlich, die Wettkampfkugel um 14 Meter zu stoßen. Aber es kam anders als er dachte. Krah begann mit 13,01 und ließ 12,93 Meter im zweiten Durchgang folgen. Diesen Umstand nutzte Falk Treiber vom SSC Vellmar und setzte sich mit 13,09 Meter an die Spitze des achtköpfigen Feldes. Im dritten Durchgang konterte der Vorjahresmeister mit 13,47 Meter, Treiber erreichte nur 12,75 Meter. Als Uwe Krah nach 13,14 und 13,32 Meter nicht mehr steigern konnte, verbesserte sich der Diskuswerfer aus der ehemaligen DDR, der im Vorjahr bereits Seniorenmeister der M45 werden konnte, auf 13,51 Meter. Uwe Krah hatte im letzten Durchgang noch eine Möglichkeit, seinen Titel zu verteidigen. Aber wie schon so oft, scheiterte er auch dieses Mal an seinen Nerven und machte seinen letzten Versuch ungültig. Damit konnte er seinen Vorjahrestitel nicht verteidigen und belegte nur den zweiten Platz. Führte aber gleich als Entschuldigung an: „Ich musste am Donnerstag als Polizeibeamter mehrere Stunden beim Hessentag in Hofgeismar sein und hatte vor den Meisterschaften vom Freitag auf Samstag noch Nachtdienst. Das kostete mir enorm viel Kraft. Aber ich war auch mit meiner Technik nicht zufrieden. Dennoch bin ich guter Hoffnung, dass es bei den „Deutschen“ besser klappt, denn in dieser Zeit habe ich Urlaub und kann mich gezielt darauf vorbereiten“, sagte der starke Athlet aus Nentershausen und trat enttäuscht seine Heimreise an. (ajw)



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