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Kicken für die Integration

140 Teilnehmer beim Fußballturnier der Hephata-Jugendhilfe

Edmooh Shdrawi, Shevian Khalaf, Bashaen Abbs, Angeson Ghebrekisdan, Thomas Ylmane (hinten v.l.) sowie Robel Ghirmai, Alkalay Saddam und Mohammad Halawi (vorne v.l.). Foto: nhSchwalmstadt-Treysa. Sie kommen aus verschiedenen Ländern der Welt, in Deutschland versuchen sie einen Neustart – und spielen Fußball. Am Freitagnachmittag fand das traditionelle Fußballturnier der Hephata-Jugendhilfe in Schwalmstadt-Treysa statt. In diesem Jahr stand im Treysaer Schwalmstadion vor allem die Integration von Flüchtlingen im Fokus. 15 Mannschaften mit 140 Sportlerinnen und Sportlern nahmen an dem Turnier teil.

14 Teams stammten aus Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) der Hephata-Jugendhilfe zwischen Kassel, Eschwege, Limburg und  Schwalmstadt. Ins Auge fiel aber eine weitere Mannschaft, die die roten Trikots des FC Schwalmstadt trug und den Namen „FC Schwalm“. Sie zählte deutlich mehr Mitglieder als die anderen Mannschaften. Diese waren bei dem Kleinfeldturnier zumeist mit einem Kader von sieben Spielern angereist. Der „FC Schwalm“ zählte 16 Spieler: Jugendliche und Männer, die in den Asylbewerberunterkünften in Treysa und Ziegenhain wohnen. „Es ist wunderbar, dass diese Jugendlichen den Weg zu uns gefunden haben“ sagte Jochen Helwig, der sich als 1. Vorsitzender des ESV Jahn Treysa und im AK Toleranz und Menschenwürde für jugendliche Flüchtlinge engagiert. Erst in der Woche vor dem Jugendhilfeturnier hatte sich der „FC Schwalm“ unter seiner Koordination gegründet. Künftig soll die Mannschaft zum ESV Jahn Treysa gehören. Jochen Helwig möchte den jungen Menschen Unterstützung bei der Integration und beim Einleben geben: „Fußball schafft als Mannschaftssport ein Zugehörigkeitsgefühl, man lernt mit Erfolgen und Niederlagen umzugehen“, sagte Helwig, während er seine Schützlinge hauptsächlich mit Gesten coachte. „Wir haben nicht nur in den Vereinen, auch in den Schulen ein gehöriges Nachwuchsproblem. Das sieht man ja an den vielen Spielgemeinschaften von Vereinen in der Region – da kommen die Jungs und Mädchen doch wie gerufen!“

Gespielt wurde im Schwalmstadion in Treysa auf zwei Kleinfeldern. Der Anpfiff erfolgte pünktlich um 14 Uhr durch ausgebildete Schiedsrichter der Schiedsrichtervereinigung Ziegenhain. „Das Turnier hat eine lange Tradition“, sagte Erik Schwedhelm, Hephata-Jugendhilfe Limburg, der das Turnier leitete. Henning Wienefeld, Leiter der  Hephata Fachstelle UMF ergänzte: „Seit 28 Jahre gibt es die Hephata- UMF, noch nie waren es so viele Teilnehmer zusammen bei einem Fußballturnier.“ Nach 33 Spielen ging der Turniertag dann zu Ende und die Hephata-Mannschaft „Team Tiffany I“ der UMF-Region Nord als Sieger hervor. Doch irgendwie ging es an diesem Tag gar nicht so sehr um das Gewinnen oder Verlieren – am Rande des Platzes tauschten sich die Spielerinnen und Spieler aus, bildeten sich Freundschaften. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten zudem als Erinnerung Urkunden und ein T-Shirt, die mit einer Spende in Höhe von 500 Euro von der Stadtsparkasse Schwalmstadt ermöglicht wurden. (red)



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