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IHK zeichnet Wissenschaftler der Uni Kassel aus

Wissenschaftspreis: PV-Anlagen besser ins Netz integrieren

IHK zeichnet zwei Wissenschaftler der Universität Kassel aus: (v.l.) Dr. Walter Lohmeier (IHK-Hauptgeschäftsführer), Sybille von Obernitz (neue IHK-Hauptgeschäftsführerin, ab dem 1. Januar im Amt), Dr. Thomas Stetz (Wissenschaftspreis), Thomas Winkler (Förderpreis), IHK-Präsident Prof. Dr. Martin Viessmann, Uni-Präsident Prof. Dr. Reiner Finkeldey und Prof. Dr.-Ing. Martin Braun (Uni Kassel, Doktorvater von Dr. Stetz). Foto: IHK/FunckKassel. Zwei Wissenschaftler der Universität Kassel haben am 10. November, am Welttag der Wissenschaft, den Wissenschaftspreis 2014 der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg erhalten. IHK-Präsident Prof. Dr. Martin Viessmann überreichte Urkunde und Scheck an Dr. Thomas Stetz vom Fachbereich „Elektrotechnik / Informatik“ für seine Dissertation „Autonomous Voltage Control Strategies in Distribution Grids with Photovoltaic Systems“.

Die Auszeichnung ist mit 5.200 Euro dotiert. Den parallel vergebenen Förderpreis und 1.600 Euro erhielt Thomas Winkler vom Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften. Seine Masterarbeit stand unter dem Thema „Optical Properties of Water Excited by Temporally Shaped Femtosecond Laser Pulses”.

Der IHK-Präsident beglückwünschte beide Preisträger und betonte: „Regionale Wissenschaftsförderung bedeutet zugleich regionale Wirtschaftsförderung.“ Den Festvortrag hielt die Vizepräsidentin der  Universität Kassel, Prof. Dr. Ute Clement, zum Thema „Uni oder Ausbildung? Berufliche Identitäten und die Zukunft des Dualen Systems“.

Der Wissenschaftspreis: In seiner Dissertation zum Dr.-Ing. hat sich Dr. Thomas Stetz mit der Entwicklung und Bewertung von Technologien beschäftigt, die helfen, Photovoltaikanlagen (PV) besser in das Verteilnetz zu integrieren. Der in der Vergangenheit stark gestiegene PV-Zubau und die in sonnenreichen Stunden rapide zunehmende Einspeisung stellen das bestehende Verteilnetz vor große Herausforderungen: Es gilt, lokale Überspannungen und Stromengpässe zu meistern. Stetz hat es geschafft, technisch effektive und wirtschaftlich effiziente Regelungsverfahren zu identifizieren, die dazu beitragen, die Aufnahmefähigkeit von Niederspannungsnetzen zu erhöhen – ohne dass dafür zusätzliche Informations- und Kommunikationstechnik genutzt werden muss. Die Forschungsergebnisse haben dazu geführt, dass mit diesem Wissen sowohl namhafte Wechselrichterhersteller ihre Produkte technisch weiterentwickelt als auch die Betreiber elektrischer Verteilnetze die Netzanschlussrichtlinien angepasst haben.

Der gebürtige Gelnhäuser Dr. Thomas Stetz lebt derzeit in Gießen. Dort hat er seit Oktober eine Professur für Smart Grids und Energiespeicher am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) inne. Zuvor hat er als Leiter der Forschungsgruppe „Betrieb und Planung / Hybridnetze“ am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) Kassel gearbeitet. Der 32-Jährige bringt sein auf Basis der Promotion an der Universität Kassel erarbeitetes Fachwissen unter anderem als nationaler Experte in ein internationales Gremium zum Thema Netzintegration von Photovoltaik bei der Internationalen Energie Agentur ein. Stetz kann über 30 fachspezifische Veröffentlichungen im Bereich Smart Grids und Speicherung vorweisen.

Ultrakurze Laserpulse im Billiardstel-Sekunden-Bereich ermöglichen es, Materialien in einem Bereich von einem Hundertstel des Haaresdurchmessers zu bearbeiten. Dabei stellen transparente Materialien ein besonders herausforderndes und interessantes Feld dar. Sie kommen unter anderem bei der Produktion von optischen Bauteilen auf der Nanometerskala zum Einsatz ebenso wie in der Zellbiologie und der Medizintechnik, dort insbesondere in der Augenheilkunde. Thomas Winkler hat in seiner Masterarbeit die Wechselwirkung von Laserpuls und Material mithilfe von Simulationen untersucht und diese mit Messungen, die er gemeinsam mit seinem Betreuer Cristian Sarpe vorgenommen hat, verglichen. Das Ergebnis: Werden zeitlich strukturierte Laserpulse verwendet, kann damit die Präzision des Energieeintrages des Lasers gesteuert und somit Bearbeitungsprozesse verbessert werden.

Thomas Winkler ist in Berlin geboren und arbeitet derzeit an seiner Promotion an der Universität Kassel am Institut für Physik in der Arbeitsgruppe „Femtosekundenspetroskopie und ultraschnelle Laserkontrolle“ von Prof. Dr. Thomas Baumert. Der 28-Jährige hat bereits diverse Auszeichnungen und Stipendien erhalten, unter anderem den
„Young Scientist Award“ der European Materials Research Society (EMRS).

Nach der Preisverleihung nutzten die Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft die Chance zum Austausch und Netzwerken. (red)



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