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Gerechtes Unentschieden vor voller Halle

TSV Ost-Mosheim I – VFL Wanfried I 25:25 (8:12)

TSV Ost-MosheimOstheim. Die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt, eine tolle Kulisse vor dem Spitzenspiel. Wanfried war von der Besetzung der Favorit. Ost-Mosheim musste in der Woche noch um Amine Remus wegen Rückenproblemen bangen, er konnte aber dann doch spielen. Wanfried hatte Beton angerührt und agierte in der Abwehr ziemlich kompromisslos. In der ersten Hälfte konnte Ost-Mosheim sich im Angriff nicht durchsetzen.

Immer wieder scheiterte man am rumänischen Torhüter Cornel. Beide Außen von Ost-Mosheim verwarfen wiederholt gegen ihn. Lediglich drei Feldtore von Ost-Mosheim und fünf verwandelte Siebenmeter waren die Ausbeute des ziemlich zaghaft agierenden Ost-Mosheimer Angriffs. Mit Ausnahme von Amine Remus konnte sich dort kein Spieler richtig in Szene setzen. Man hätte sich gewünscht, dass die Schiedsrichter die eine oder andere rüde Attacke gegen Ost-Mosheim härter geahndet hätten. Ost-Mosheim spielte zwar auch sehr konsequent in der Abwehr, aber man bekam Schröder einfach nicht in Griff. Er konnte meist aus acht Metern unbedrängt werfen.

Doch trotz der klaren Wanfrieder Führung gab Ost-Mosheim nicht auf. Unterstützt von einem fantastischen Publikum versuchte man die drohende Niederlage in Grenzen zu halten. Beim 17:19 war man dran, doch es gelang noch nicht, das Spiel zu drehen. Im gegenteil: Durch einge Fehlwürfe konnte Wanfried mit 23:17 in Führung gehen. Wer aber gedacht hatte, dass das Spiel nun schon gelaufen war, musste sich in den letzten acht Minuten von der Ost-Mosheimer Mannschaft eines Besseren belehren lassen.

Die Aufholjagd begann, obwohl man mittlerweile auf Daniel Kinnback verzichten musste. Er hatte angeblich ein Revanchefoul an Seiler begangen. Gesehen hatten die Schiedsrichter aber nichts, sie reagierten auf  Zuruf von der Bank. Eine tolle schauspielerische Leistung von Seiler, der sich mehrere Minuten behandeln ließ, aber sofort nach Wiederanpfiff wieder voll dabei war. Überhaupt waren die Wanfrieder die besseren Schauspieler, immer wieder blieben Sie nach Fouls liegen und ließen sich behandeln, aber sofort nach Wiederbeginn waren sie wieder voll da.

Man hatte den Eindruck, dass den Gästen langsam die Luft ausging. Ost-Mosheim merkte das und allen voran Amine Remus, Jan Hendrik Otto und Nicolas Bachmann gaben nun in den letzten Minten noch mal richtig Gas. Man holte Tor um Tor auf, der mittlerweile im Tor stehende Dennis Wittig machte einige Würfe unschädlich.

Bis zur 56. Minute war Ost-Mosheim dann beim 21:23 ganz dicht dran. Als der Wanfrieder Torhüter einen Gegenstoß durch ein rüdes Foul gegen Janick Hagemann unterbrach und die rote Karte sah, verwandelte Jan Hendrik Otto seinen sechsten Siebenmeter zum viel umjubelten Ausgleich.

Die Halle tobte, doch es kam noch besser! Nico Bachmann verwandelte ein tolles Anspiel von Jan Hendrik Otto in der Luft zum 24:23. Doch Wanfried konnte noch einmal durch einen Gewaltwurf von Schröder ausgleichen. Es waren nun noch 30 Sekunden zu spielen. Der überragende Amin Remus erzielte dann 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff das 25:24. Es sah nun alles nach einem knappen Sieg von Ost-Mosheim aus. Doch bei einer Restspielzeit von 13 Sekunden stellten die Schiedsrichter Stefan Harbusch vom Platz. Wanfried nahm den Torwart raus und spielte nun mit sieben Feldspielern gegen fünf Ost-Mosheimer. Diese Schwächung nutzte der Serbe Milosavlecis aus und erzielte fünf Sekunden vor dem Ende den glücklichen Ausgleich. Beim Anwurf wurde Janick Hagemann sofort gefoult, konnte den Ball noch Richtung leeres Tor bringen, verfehlte es aber knapp.

Alles in allem ein sehr interessantes, kampfbetontes Handballspiel. Bei dem Ost-Mosheim in den letzten zehn Minuten das Spiel noch drehte. Gegen die körperlich stärkeren und erfahreneren Wanfrieder zeigte Ost-Mosheim in den letzten Minuten, dass diese nicht unbesiegbar sind. Nun sind beide Mannschaften weiterhin punktgleich. Allerdings hat Ost-Mosheim wegen dem Punktabzug von Wanfried wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls nun einen Pluspunkt mehr.

Wenn beide Mannschaften bis zum Rückspiel am 23. April 2016 um 18 Uhr in Wanfried keinen Punkt mehr abgeben, kommt es zum absoluten Endspiel zwischen den beiden Spitzenreitern. Auch wenn das Spiel auswärts ist, hat das Lubadel-Team doch noch alle Chancen auch in Wanfried erfolgreich zu sein.

Die letzten zehn Minuten haben gezeigt, dass man durch schnelles Kombinationsspiel auch die sehr starke Wanfrieder Abwehr ausspielen kann. Bis zu diesem Termin darf es aber keine Verletzten mehr geben und man muss auch die vermeintlich leichten Spiele erst alle gewinnen.

In 2016 wird auch Sebastian Wicke wieder mit von der Partie sein. Das bedeutet besonders in der Abwehr für Ost-Mosheim eine wesentliche Verstärkung. Die mannschaftliche Geschlossenheit hat dazu geführt, dass man nach einem hohen Rückstand das Spiel noch fast gewonnen hätte. Eine Wende brachte sicherlich der Wechsel von Jan Hendrik Otto von Rechtsaußen in den rechten Rückraum – dadurch wurde das Angriffsspiel wesentlich flexibler. Bewundernswert, wie dieser junge Spieler ganz abgezockt seine Siebenmeter verwandelte, auch die drei Tore aus dem Rückraum sorgten gerade in der Aufholphase für die notwendige Entlastung. Für die anderen Spieler war es sehr schwer das Abwehrbollwerk der Wanfrieder aus dem Rückraum zu überwinden.

Sehr stark auch Amine Remus, der langsam wieder zu seiner Form vor der langwierigen Verletzung zurück findet. Er tat sich nicht nur als Spielmacher hervor sondern erzielte neben Nico Bachmann auch die meisten Feldtore. In der Abwehr kämpfte die Mannschaft eigentlich vorbildlich, nur Schröder ließ man viel zu viel Spielraum. Er war der gefährlichste Angreifer der Gäste, alle anderen hatte man im Griff.

Wanfried hatte mit dem Rumänen Cornel im Tor sicherlich das Torhüter-Duell gewonnen, doch Dennis Wittig brachte nach seiner Einwechslung durch seine Paraden Ost-Mosheim wieder ins Spiel. Die Mannschaft nahm diese Vorgaben an und brachte in den letzten acht Minuten eine absolute Spitzenleistung.

Auch wenn es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat: Vor dieser Kulisse mit begeistert mitgehenden Zuschauern hat dem Lubadel-Team das Spiel viel Spaß gemacht. Nun heißt es durchhalten und keine Punkte mehr bis zum entscheidenden Rückspiel in Wanfried abgeben.

Mannschaftsaufstellung:
Alexander Lubadel, Dennis Wittig;
Stefan Harbusch, Wojtek Lalek, Daniel Kinnback 3, Amine Remus 5, Janik Hagemann, Torben Schröder, Jan Hendrik Otto 9/6, Yannic Neurath, Nicolas Bachmann 5, Philip Bachmann 2, Matthias Helferich 1, Adrian Kriegisch.

(Jürgen König)



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2 Kommentare zu “Gerechtes Unentschieden vor voller Halle”

  1. Henrik Niels

    Unglaublich! Selten so einen schlechten Artikel über ein Handballspiel gelesen.
    Ich muss sagen, ich bin weder der eine, noch der andere Fan.
    Aber so brutal wie die Wanfrieder hier dargestellt werden, waren sie einfach nicht. Die Ernsthaftig- & Wichtigkeit dieses Spiels hat man deutlich bei BEIDEN Mammschaften gespürt und gesehen!
    Über Schauspielerei zu schreiben und lediglich der Wanfrieder Seite zuzuwerfen, ist eine absolute Frechheit und grenzt in dieser harten Fomulierung an Rufmord! Sieht man doch in jedem Bundesliga spiel, Spieler, die gefoult, behandelt werden und weiterspielen. Von der Wirksamkeit von Adrenalin im Körper hat dieser Autor sicherlich noch nichts gehört!
    Letztendlich bin ich froh, das Spiel selbst gesehen zu haben, denn dieser Bericht ist nicht nur schlecht, sondern auch (nicht auf den Punkt bringend) einfach viel zu lang geschrieben!

  2. Handball-FAN

    http://www.hna.de/sport/handball-regional/bezirksoberliga-melsungen-hersfeld-handball-m–sti248241/2525-otto-remus-ganz-stark-5937863.html

    Das ist ein ehrlicher Bericht!!! Und nicht der von Herrn König

    +++Anmerkung der Redaktion: An dieser Stelle hatte der Autor des Kommentars den gesamten Text des oben verlinkten Artikels eingefügt. Diesen haben wir entfernt+++


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