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Christan Schulz läuft 17:48 Minuten über fünf Kilometer

Start zum 5km-Lauf bei der Winterlaufserie in Breitenbach. Foto: nh

Start zum 5km-Lauf bei der Winterlaufserie in Breitenbach. Foto: nh

Breitenbach/Melsungen. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und eisigem Gegenwind auf dem Rückweg wurde der zweite Teil der Breitenbacher Winterlaufserie gestartet. Nachdem am 15. Januar 193 Läuferinnen und Läufer auf der fast schneefreien Strecke bei Minustemperatur am Start waren, stellten sich dieses Mal 222 Läuferinnen und Läufer der Konkurrenz.

Die Melsunger Ausdauerspezialisten hatten einen Tag vorher einen schnellen 800-Meter-Lauf in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf absolviert und sollten auf der flachen, asphaltierten und amtlich vermessenen Strecke mit dem Wendepunkt nach 2,5 Kilometern ihre Ausdauerfähigkeit unter Beweis stellen und eine weitere Trainingskontrolle unter Wettkampfbedingungen über ihren aktuellen Trainingszustand abliefern.

Im Lauf der Männer – Jahrgang 1997 bis 1988 – brachte Trainer Alwin J. Wagner im Hinblick auf die Landes-Crossmeisterschaften mit Lorenz Funck, Christian Schulz, Moritz Knaust und Steven Brodführer ein Quartett der U23 an den Start. Besonders gespannt war man auf das erste Auftreten von Steven Brodführer, der im Vorjahr noch für den Landes-Verband Bayern an den Start ging und seit Januar das MT-Trikot trägt, weil er sich durch den Trainerwechsel bessere Zeiten als im Vorjahr verspricht.

Christian Schulz, Lorenz Funck und Moritz Knaust belegten über 5 km der Männer die Plätze zwei bis vier. Foto: nh

Christian Schulz, Lorenz Funck und Moritz Knaust belegten über 5 km der Männer die Plätze zwei bis vier. Foto: nh

Unmittelbar nach dem Startschuss setzte sich Measho Gebremeskel vom SV Sömmerda an die Spitze des Feldes. Der Läufer aus Thüringen wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Der Äthiopier hatte im Vorjahr die 10 000 Meter in Gotha in 35:04 Minuten zurückgelegt und kam gut vorbereitet nach Breitenbach. Hinter ihm diktierte Lorenz Funck das Geschehen in der Verfolgergruppe und leistete somit die Hauptarbeit bei der Tempogestaltung. Den ersten Kilometer legte das MT-Trio mit Lorenz Funck, Christian Schulz und Moritz Knaust in 3:20 Minuten zurück. Durch die Kälte fehlte ihnen offensichtlich das Tempogefühl.

Während Schulz und Knaust ihr Tempo ein wenig herausnahmen, lief Funck in seinem Tempo weiter und hatte nach zwei Kilometer 6:48 Minuten vorzuweisen. Die Wendemarke passierte er nach 8:33 Minuten und lag dabei nur 50 Meter hinter dem Führenden Gebremeskel. Man hatte zu diesem Zeitpunkt den Eindruck, als ob der hessische Berglauf-Jugendmeister des Jahres 2015 nach seiner langen Verletzungspause wieder in die Erfolgsspur zurückkehren würde. Christian Schulz und Moritz Knaust passierten die Wendemarke nach 8:48 Minuten. Beide hatten bereits am 15. Januar beim ersten Durchgang dieser dreiteiligen Winterlaufserie die Plätze zwei und drei belegt und sich vorgenommen, ihre Zeiten (Schulz, 18:02, Knaust, 18:26) zu verbessern. Mit ihren 8:48 Minuten lagen nach der Hälfte der Strecke auf Bestzeitkurs.

Nachdem Lorenz Funck den dritten Teilabschnitt in 3:32 Minuten zurückgelegt hatte und an der Drei-Kilometer-Zwischenmarke mit 10:18 Minuten gestoppt wurde, lief er den vierten Kilometer bereits auf Reserve. Er kämpfte gegen den starken, eisigen Ostwind an, verlor dabei viel Energie und bewältigte den vierten Kilometer nur noch in 3:48 Minuten. Auch für Moritz Knaust war das Anfangstempo zu schnell. Auch er musste auf dem Rückweg gegen den Wind Tribut zollen. Nur Christian Schulz, der zurzeit auf Erfolgskurs läuft, hatte sich das Rennen glänzend eingeteilt. Nachdem sein Trainingspartner wieder in seiner Sichtweite war, machte er Meter um Meter gut und schloss 500 Meter vor dem Ziel zu Lorenz Funck auf. Schulz kniff die Augen zusammen, verknautschte die Lippen und setzte 300 Meter vor dem Ziel zu seinem furiosen Schlussantritt an. Gegen diesen Antritt hatte Lorenz Funck keine Chance, so dass die Lücke zwischen den beiden immer größer wurde. Christian Schulz belegte hinter Measho Gebremeskel (17:23) mit persönlicher Bestzeit von 17:48 Minuten den zweiten Platz. Als Dritter erreichte Lorenz Funck nach 17:57 Minuten das Ziel. 25 Sekunden später folgte mit Moritz Knaust der dritte Melsunger Läufer. Auch der Student für Elektrotechnik lief ein beherztes Rennen und unterbot seine Zeit vom Januar um vier Sekunden und scheint für die Landes-Crossmeisterschaften gerüstet zu sein.

Steven Brodführer, der vorher eine Zeit unter 18 Minuten angekündigt hatte, fand sich bereits nach zwei Kilometern auf dem Boden der Tatsachen wieder und lag an der Wendemarke bereits über 30 Sekunden hinter dem MT-Trio. Mit 19:10 Minuten blieb Brodführer weit hinter den Erwartungen zurück und kam noch vier Sekunden hinter dem Bestzeit laufenden Eschweger Dominik König ins Ziel.

300 Meter vor dem Ziel überholte Christian Schulz seinen Trainingspartner Lorenz Funck. Im Hintergrund in schwarz Moritz Knaust. Foto: nh

300 Meter vor dem Ziel überholte Christian Schulz seinen Trainingspartner Lorenz Funck. Im Hintergrund in schwarz Moritz Knaust. Foto: nh

Christian Schulz freute sich ehrlich, aber auch abwägend über seine Zeit: „Es ist schön, dass ich bei diesen Bedingungen noch unter 18 Minuten gelaufen bin. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und vor allem gegen den starken Wind auf dem Rückweg noch so eine Zeit laufen würde. Dennoch werde ich auch in Zukunft die Bahnläufe auf der Mittelstrecke den Straßenläufen vorziehen!“

Bei den Jugendlichen war nur die Altersklasse der U20 ausgeschrieben, so dass die beiden Melsunger Läufer Marvin Knaust (2000) und der Vorjahresschüler Yannick Schleider von vornherein auf verlorenen Posten standen. Knaust hatte sich vorgenommen, trotz dieser widrigen Umstände die fünf Kilometer unter 19 Minuten zu beenden. Auch er lief den ersten Kilometer mit 3:20 Minuten viel zu schnell an. Aber er nahm rechtzeitig das Tempo heraus, so dass er zum Schluss des Rennens noch genügend Energie hatte, um sein Ziel zu realisieren. Mit 18:58 Minuten belegte er Rang sechs. Sieger wurde der talentierte Maurice Herwig (TSV Eschwege), der mit 17:02 Minuten die Tagesbestzeit lief. Rang zwei und drei sicherten sich Sascha Rudolph und Robin Stützer; die beiden Ausdauersportler aus Mühlhausen wurden mit 17:59 bzw. 18:04 Minuten gestoppt. Yannick Schleider belegte mit 20:36 Minuten den sechsten Platz. (ajw)



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