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Der Stall vor meiner Tür – Nordhessen im Wandel

Neue Fotoausstellung startet im Chattengau

Die Belüftung eines Großsstalls im Schwalm-Eder-Kreis. Foto: BI Chattengau

Die Belüftung eines Großsstalls im Schwalm-Eder-Kreis. Foto: BI Chattengau

Niedenstein/Fritzlar. Die Entwicklung im ländlichen Raum ist ein Dauerthema – und wird auch im Wahljahr von Bedeutung sein. Schnelles Internet und eine gute Infrastruktur sind das Eine. Doch auch eine lebenswerte, intakte Umwelt istein wichtiger Aspekt, mit dem die Landkreise in Nordhessen punkten müssen, um Landflucht zu vermeiden. Die Landwirtschaft und ihre sogenannte „Intensivtierhaltung“ spielen dabei eine wichtige Rolle.

In einjähriger Fleißarbeit haben Mitglieder der Bürgerinitiative Chattengau gegen Massentierhaltung e.V. Stallanlagen im Schwalm-Eder-Kreis fotografisch dokumentiert. Ziel war zunächst eine Bestandsaufnahme. „Es geht nicht darum, bäuerliche Betriebe in Misskredit zu bringen“, betont BI-Sprecher Andreas Grede. Viele Höfe würden seit Generationen anständig bewirtschaftet. Doch leider seien schon wieder neue Großställe wie in Gudensberg-Dorla in Planung bzw. würden Genehmigungsverfahren laufen.

Silos vor einer Stallanlage. Foto: BI Chattengau

Silos vor einer Stallanlage. Foto: BI Chattengau

Tierschutz ist ein Hauptmotiv für die Aktivitäten der Bürgerinitiative, sagt der BI-Sprecher. Fakt seien aber auch die negativen Folgen der Großställe für den gesamten Schwalm-Eder-Kreis und anliegende Landkreise: Umwelt und Natur würden belastet, Tiere nicht artgerecht gemästet und Menschen gesundheitlich gefährdet.

Wirtschaftlich seien die Investitionen ohnehin fraglich. Der Fleischkonsum sei in Deutschland leicht rückläufig, die Produktion habe sich den letzten zehn Jahren allerdings verdreifacht. Großschlachtereien setzen auf Export – und somit fördert die EU das Preisdumping auf den Weltmärkten.

Wie sich solche globalen Entwicklungen auch auf Nordhessen auswirken, zeigt die Fotoausstellung „Der Stall vor meiner Tür – Nordhessen im Wandel“. Dort sind Stallanlagen ebenso zu sehen wie eine große Übersichtskarte. Es gibt zudem viele kritische Informationen zur Tierhaltung und der damit verbundenen Landschaftsveränderung, der Realität der sogenannten „Tierwohl-Reklame“, der Gülle-Problematik und auch zu alternativen Haltungsformen.

Quelle: BI Chattengau

Quelle: BI Chattengau

Die Ausstellung soll im Laufe des Jahres an verschiedenen Orten im Schwalm-Eder-Kreis und auch in Kassel gezeigt werden. Zur Vernissage am Freitag, dem 10. März um 18 Uhr im Bürgertreff Niedenstein (Obertor 2) bittet die Bürgerinitiative um formlose Anmeldung per E-Mail an vorstand@bi-chattengau.de.

Am Samstag, 11. März, ist die Ausstellung dann von 10 bis 17 Uhr im Bürgertreff zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Am Samstag, dem 25. März ist die Ausstellung in Fritzlar im Hardehäuser Hof (Kasseler Straße 22 B) von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist jeweils frei. Weitere Informationen unter www.bi-chattengau.de und auf www.facebook.com/bi.chattengau.de. (red)



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