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Bauen mit Holz ist „in“ – Ampeln stehen auf grün

Holzbau steht bei den Kunden hoch im Kurs. Foto: Holzbau Kühlborn

Holzbau steht bei den Kunden hoch im Kurs. Foto: Holzbau Kühlborn

Schwalm-Eder. „Das Bauen mit Holz ist „in“. Für 2017 wird erneut ein Wirtschaftswachstum um rund 2,5 Prozent erwartet. Die Zimmererbetriebe im Schwalm-Eder-Kreis haben gut gefüllte Auftragsbücher. Die Ampeln stehen auf grün“, so zeichnete Obermeister Klaus Kühlborn (Spangenberg) die Stimmungslage der Mitglieder der Zimmerer-Innung Schwalm-Eder. Insgesamt gebe es positive Impulse, wie das niedrige Zinsumfeld und eine starke Nachfrage auf dem Immobilienmarkt. Die Auslastung der Betriebe sei gut und in vielen Betrieben wird an der Kapazitätsgrenze gearbeitet.

„Facharbeiter und geeigneter Berufsnachwuchs werden weiterhin gesucht“, sagte Kühlborn. Trotz aller positiven Rahmenbedingungen gebe es zu wenig geeignete Bewerber für den Zimmererberuf. Kühlborn warb für die duale Ausbildung und auch für das duale Studium. Auch wer sein Studium nicht bis zum Ende führt, sei im Zimmererhandwerk gerne gesehen, unterstrich Kühlborn die Chancen in seinem Beruf. Das Zimmererhandwerk sei nicht nur eines der ältesten Handwerksberufe, sondern sei mit CNC-Technik und immer neuen technischen Herausforderungen auch eines der innovativsten Berufe. Zudem sei Holz ein nachwachsender Rohstoff mit  vielen guten Eigenschaften und einer Klimabilanz die sich sehen lassen könne.

Digitalisierung

Obermeister Klaus Kühlborn. Foto: Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder

Obermeister Klaus Kühlborn. Foto: Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder

Die technische Entwicklung wird weitergehen und wird auch vor dem Zimmererhandwerk nicht halt machen. Die Digitalisierung wird immer mehr Einfluss auf die Planung, Fertigung und Abwicklung haben. Ziel ist es, Gebäudeplanungen und Baukosten kosteneffizienter und wettbewerbsfähiger zu machen. Dieser nächste Schritt stellt die Betriebe und deren Mitarbeiter vor neue Herausforderungen. Diese Veränderungen werden mit Begriffen, wie „Handwerk 4.0“ zurzeit diskutiert und auch schon umgesetzt. Hierzu benötigen die Betriebe die entsprechenden Mitarbeiter, die diesen neuen Herausforderungen gewachsen sind.

Aus Sicht des Obermeisters nimmt damit auch die Individualisierung in der Ausbildung weiter zu. „Im vergangenen Jahr wurden nur 6 Zimmererlehrlinge im Schwalm-Eder-Kreis gezählt. „Deutlich zu wenig“, sagte Joachim Rudewig, stellvertretender Obermeister. „Wir haben deutlich weniger geeignete Bewerber, weiter steigende Anforderungen in der Ausbildung, hohe Kosten der Ausbildung und hohe Abwesenheitszeiten. Allein im ersten Ausbildungsjahr sind die Lehrlinge 16 Wochen auf der Lehrbaustelle. Hinzu kommen noch die Berufsschultage und der Urlaub, der vorzugsweise in den Ferien zu nehmen ist. Im zweiten Lehrjahr sind die Auszubildenden weitere elf und im dritten Jahr nochmals vier Wochen auf der Lehrbaustelle. Diese lange Abwesenheit sei einfach zu hoch, erklärte Rudewig. Für die Betriebe bedeute dies, dass die Ausbildung im Betrieb weniger als 50 Prozent betrage. Entsprechend forderte er eine Reduzierung der überbetrieblichen Unterweisung und damit die weitere Verlagerung der Ausbildung in die Betriebe. Nur so könne die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe wieder gestärkt werden. Rudewig und Kühlborn appellierten an ihre Kollegen, weiterhin auszubilden und Praktikums- und Lehrstellen bereitzustellen. (red)



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