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Lorenz Funck läüft 10.000 Meter in 33:35,6 Minuten

Start zum 10000m-Lauf. Foto: nh

Start zum 10000m-Lauf. Foto: nh

Heiligenrode/Melsungen. Lorenz Funck (MT 1861 Melsungen) hatte sich am dritten Abend der 32. Bahnlaufserie in Heiligenrode vorgenommen, zum ersten Mal in seiner noch jungen Laufbahn die 25 Stadionrunden unter 34 Minuten zurückzulegen. Sein zwei Jahre alter Hausrekord, den er am 30. August 2015 in Hamburg aufgestellt hatte, stand bei 34:26,57 Minuten. Gut vorbereitet fuhr er nach Niestetal, um die 25 Runden gleichmäßig in jeweils knapp unter 82 Sekunden zurückzulegen.

Dario Ernst, ein Triathlet aus Baunatal, hatte sich sogar vorgenommen, diese Strecke um 33 Minuten zu laufen. Nach dem Startschuss setzten sich beide an die Spitze und liefen die erste Runde in 80 Sekunden an. In der ersten Phase des Rennens lösten sich Funck und Ernst in der Führungsarbeit ab. Als die beiden nach 3:22 Minuten die erste 1000m-Marke passierten, hatten sie sich bereits einen kleinen Vorsprung vor Paul Göhring (Göttingen) und Hannes Dieterich (PSV Grün-Weiß Kassel) sowie die beiden Marburger Sebastian Schaake und Heinrich Hof herausgelaufen. Und auch die weiteren Verfolger mit dem U18-Läufer Noah Heinemann, Mattis Hübbe (beide Niederelsungen) und Tom Sälzer (Baunatal) ließen sich nicht auf das Tempoabenteuer ein. Vielleicht warteten sie auf eine Schwäche von Lorenz Funck, aber diesen Gefallen tat er ihnen nicht. Nach fünf Runden zeigte die Uhr für ihn 6:42 Minuten an, so dass er sieben Sekunden unter der Marschtabelle lag. Während das Verfolgerfeld immer weiter auseinander bröckelte und der Vorjahres-Jugendliche aus Obermelsungen gleichmäßig wie ein Uhrwerk seine Runden drehte, folgte ihm Dario Ernst wie ein Schatten.

Die 3000 Meter absolvierte Lorenz Funck in 10:04 Minuten und hatte nun schon seit drei Runden die Initiative in diesem Lauf ergriffen. Es erlaubte sich niemand, seine Temporunden zu stören. Es ging auch gar nicht, denn zu groß war der Abstand. Selbst Dario Ernst, der die 25 Runden um 33 Minuten laufen wollte, merkte, dass er an diesem Abend Schwierigkeiten mit dieser Höllenfahrt hatte. Er fiel langsam, aber beständig zurück, obwohl er, wie auch seine Endzeit es später ausdrückte, ein ausgezeichnetes Rennen lief.

Nach zehn Stadionrunden war Lorenz Funck mit 13:28 Minuten zwölf Sekunden schneller als er zu diesem Zeitpunkt laufen wollte. Und immer noch drückte er auf das Tempo. Als er die Hälfte der Strecke hinter sich hatte, zeigte die Uhr 16:49 Minuten an, und das Verfolgerfeld geriet sogar in Gefahr, von Lorenz Funck überrundet zu werden. Auch den sechsten und siebten 1000m-Abschnitt legte er in 3:22 Minuten zurück, so dass er drei Kilometer vor dem Ziel mit 23:33 Minuten notiert wurde.

Noch sieben Runden und 81 Sekunden später hatte er nur noch sechs Runden zu laufen. Und Lorenz Funck wurde nicht langsamer. Angefeuert von seinem Trainer, der ihn auf der Zielgeraden mit exakten Zwischenzeiten und der vorausichtlichen Endzeit um 33:36 Minuten versorgte, spulte seine Runden im 81er und 82er-Sekundentakt ab.

Während sich Noah Heinemann, Sebastian Schaake sowie Hannes Dieterich immer noch Anspruch auf eine Zeit um 35 Minuten anmeldeten, hatten Tom Sälzer und der Marburger Heinrich Hof fast schon eine Runde Rückstand. Und Lorenz Funck spulte sein hohes Tempo weiterhin ab, so dass sich die Überrundungen häuften. Da er nach 26:56 Minuten, die er bei 8000 m hatte, immer noch frisch aussah, war den Zuschauern und dem Kampfgericht klar, dass sie an diesem Abend eine Endzeit unter 34 Minuten erleben würden.

Auch den vorletzten Kilometer lief er in 3:23 Minuten und selbst die letzten tausend Meter schaffte er ohne ein Anzeichen irgendwelcher Schwächen. Als die letzte der fünfundzwanzig Runden eingeläutet wurde, zeigte die Uhr 32:20 Minuten an. In diesem faszinierenden Rennen, in dem er seine Gegner zu Statisten degradierte, legte der 20-Jährige die letzten 400 Meter in 76 Sekunden zurück und lief unter dem Beifall der Zuschauer nach 33:35,6 Minuten über die Ziellinie, die mit einigen Strahlern ausgeleuchtet war. Für die meisten war es erstaunlich, dass Lorenz Funck nach so einer scharfen Fahrt noch zu einem Endspurt fähig war und seine flotte Schlussrunde bis ins Ziel durchhalten konnte.

Start zum 2000m-Hindernislauf der U12 mit Alessia Oglialoro und Aaron Wicke (ganz links). Foto: nh

Start zum 2000m-Hindernislauf der U12 mit Alessia Oglialoro und Aaron Wicke (ganz links). Foto: nh

Fast eine Minute hinter ihm sicherte sich Dario Ernst mit 34:33,4 Minuten den zweiten Platz. Als Dritter folgte in diesem tempoharten Rennen der junge Noah Heinemann (Niederelsungen, 34:55,4), der unter den Anfeuerungsrufen seines Trainers Günter Hartmann mit einem starken Endspurt den Göttinger Paul Göhring (34:55,7), Sieger in der Männerklasse, auf Rang vier verweisen konnte. Als Fünfter erreichte Hannes Dieterich (PSV Grün-Weiß Kassel) nach 35:00,9 Minuten das Ziel vor Sebastian Ernst (Blau-Gelb Marburg, 35:09,9).

Das Melsunger Langstrecken-Ass blieb mit seiner bewunderungswürdigen Leistung um 50 Sekunden unter seinem bisherigen Hausrekord. Mit dieser Zeit von 33:35,6 Minuten sicherte sich Lorenz Funck hinter dem EM-Teilnehmer Jens Nerkampf (PSV Grün-Weiß Kassel) den zweiten Platz in der nordhessischen Bestenliste und verdrängte auf Landesebene Andreas Heimel (Wiesbaden, 33:47,13) auf Rang acht der aktuellen Männerbestenliste.

Zu Beginn der Veranstaltung sicherte sich Pia Gille im 2000m-Lauf der W12 souverän den ersten Platz. Die Anfeuerungsrufe der wenigen Zuschauer trugen die Läuferin zur persönlichen Bestzeit von 7:58,9 Minuten. Damit holte sich die Melsunger Gesamtschülerin, die in der Talentfördergruppe gefördert wird, den Pokal für ihre drei erfolgreichen Auftritte bei der 32. Bahnlaufserie in Heiligenrode. Die 12-Jährige, die in ihrer Altersklasse zu den TOP-TEN über 2000 Meter in Hessen gehört, teilte sich die fünf Runden glänzend ein und legte die beiden 1000m-Abschnitte jeweils knapp unter vier Minuten zurück. Den zweiten Platz sicherte sich Charlotta Wehrmann (Baunatal, 8:16,8) vor Anna-Lena Lenz (Niederelsungen, 8:25,8).

Die ein Jahr jüngere Alessia Oglialoro benötigte im 2000m-Hindernislauf nur 8:38,6 Minuten und belegte im Lauf der W11 den dritten Platz. Einen spannenden Wettbewerb lieferten sich bereits zum Auftakt der Serie Laurenz Maron und Aaron Wicke über 800 Meter. Auch dieses Mal konnte sich der ein Jahr ältere Schüler aus Lichtenau mit 8:27,9 Minuten knapp vor Aaron (8:30,3) durchsetzen und den Pokal für die jüngste Schülerklasse in Empfang nehmen. Im 2000m-Lauf der U16 zeigte sich Maximilian Hartmann verbessert und sicherte sich mit 8:15,3 Minuten den dritten MT-Sieg an diesem Abend. (ajw)



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