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Stellen-Speed-Dating für Jugendliche mit Behinderung

Direkter Kontakt junger Menschen mit Förderbedarf zu Unternehmen war Mittelpunkt

Fotonachweis/BU: Die Achtklässler Leon-Luca (r.) und Anton warten auf ihr „Date“ mit der nächsten Firma. Foto: Rainer Rüffer

Fotonachweis/BU: Die Achtklässler Leon-Luca (r.) und Anton warten auf ihr „Date“ mit der nächsten Firma. Foto: Rainer Rüffer

Frankfurt/Homberg. Rund 70 Schülerinnen und Schüler mit Behinderung folgten der gemeinsamen Einladung der Großkundenberatung der Bundesagentur für Arbeit und des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen zum Speed-Dating. Erwartet wurden die jungen Menschen von sieben Großunternehmen, die mit Betriebspraktika und Ausbildungsstellen im Gepäck auf Nachwuchssuche gingen.

Zu den teilnehmenden Großunternehmen zählten die Deutsche Post DHL Group, McDonald‘s, Galeria Kaufhof und die Fruitful.Office GmbH. Diese boten berufliche Einstiegsmöglichkeiten in verschiedene Branchen, darunter der Logistikbereich, die Systemgastronomie sowie die Bereiche Informatik und Handel.

Es nahmen Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen teil: Von der Feldbergschule Idstein, der Freiherr-von-Schütz-Schule Bad Camberg, der Hermann-Schafft-Schule Homberg (Efze), der Johannes-Vatter-Schule und der Johann-Peter-Schäfer-Schule Friedberg, der Max-Kirmsse-Schule Idstein, der Frankfurter Schule am Sommerhoffpark und der Erich-Kästner-Schule Langen.

„Wir möchten jungen Menschen mit Behinderungen und Personalverantwortlichen einen Rahmen bieten, in dem sie unkompliziert und direkt in Kontakt treten können“, betont Almuth Schlosser, Leiterin der Großkundenberatung der Bundesagentur für Arbeit. „Wir haben mit diesem Veranstaltungsformat bereits gute Erfahrungen gemacht und es nun erstmals auch nach Hessen in die Mainmetropole getragen. Die Betriebe benötigen Fachkräfte und können den jungen Menschen für ihren Weg in das Berufsleben viele Möglichkeiten bieten.“

„Den Übergang von der Schule in den Beruf für behinderte Jugendliche zu ebnen, ist uns ein zentrales Anliegen“, sagt LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann. „Denn Arbeit ist die Basis für ein selbstbestimmtes Leben.“ Brückmann weist darauf hin, dass Arbeitgeber, die diesen jungen Menschen Praktika oder Ausbildungsplätze anbieten, vom LWV Hessen Integrationsamt und den Agenturen für Arbeit praktisch und finanziell unterstützt werden.

Die Jugendlichen aus den LWV-Schulen haben unter Anleitung der Lehrkräfte eine Kurzbewerbung vorbereitet.

Bei den teilnehmenden Firmen gingen rund 80 Kurzlebensläufe ein. Die jungen Bewerberinnen und Bewerber hoffen nun, einen Praktikumsplatz zu erhalten, um in den Betriebsalltag hineinschnuppern zu können. So auch der 16-jährige René Hengst von der Schule am Sommerhoffpark. Es findet den Beruf eines Elektronikers für Betriebstechnik besonders spannend. „Ich habe meine Bewerbung bei DHL abgegeben.“ Sein Mitschüler Ibrahim Cinlibas (16) interessiert sich für eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik. „Es war super, mal einen Überblick zu bekommen, welche Berufe es überhaupt gibt“, so das Resümee von Elif Karaüzüm (17). Sie könnte sich gut vorstellen, bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit ein Praktikum zu machen.

Auch wenn die einzelnen Gespräche im 10-Minuten-Rhythmus getaktet waren, kam bei den Beteiligten kein Stress auf. Vielmehr konnten die Schülerinnen und Schüler so im direkten Kontakt mit den Unternehmen zahlreiche Angebote kennenlernen und das Gespräch bei gegenseitigem Interesse mit der Übergabe einer Kurzbewerbung abrunden. Das „Main-BiZ“ der Arbeitsagentur Frankfurt, das allen Bürgerinnen und Bürgern als Berufsinformationszentrum zugänglich ist, bot dabei mit seinen modernen Erlebniswelten zu den Themenschwerpunkten „Mobilität und Logistik“, zu denen der detailgetreue Nachbau einer S-Bahn und einer Flugzeugkabine gehören, das regionsspezifische Ambiente. (red)



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