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MT-Athleten holen sich 18 Titel in 25 Disziplinen

Sophia Hog sorgte mit ihrem Kreisrekord über 50 Meter  für den Höhpunkt bei den Kreis-Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend. Foto: Lothar Schattner

Sophia Hog sorgte mit ihrem Kreisrekord über 50 Meter für den Höhpunkt bei den Kreis-Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend. Foto: Lothar Schattner

Melsungen. Die Hallenmeisterschaften für den Schwalm-Eder-Kreis, die am Wochenende in der Melsunger Stadtsporthalle ausgetragen wurden, standen ihren Vorgängern in nichts nach. Das Team der MT 1861 Melsungen schlug sich erwartungsgemäß hervorragend und war mit Abstand der erfolgreichste Verein. Obwohl man trotz Krankheit, Verletzung oder privater Verpflichtungen auf fünfzehn Athleten verzichten musste, sicherten sich die Melsunger in der Stadtsporthalle von 25 Meisterschaften, die am Freitag vergeben wurden, 18 Titel, 14 Vizemeisterschaften und neun dritte Plätze. Den zweiten Platz in der Vereinswertung holten sich die Athleten des ESV Jahn Treysa (3/1/1) vor dem TSV Remsfeld (2/1/2), Geismar (1/1/1), Spangenberg (1/1/1) und Wabern (0/1/0).

Die Zuschauer auf der Tribüne erlebten zum Teil gute Leistungen und waren Zeuge von drei neuen Rekorden. Als Krönung unterbot die glänzend aufgelegte Sophia Hog die 19 Jahre alte Hallenbestmarke über 50 Meter der WU20 um fast 0,2 Sekunden und verhalf auch der Staffel als Startläuferin zu einer neuen Rekordzeit. Auch das MT-Männer Quartett verbesserte die drei Jahre alte Meisterschaftsleistung aus dem Jahr 2015 von 1:04:47 auf 1:03,8 Minuten.

Dieses Quartett mit Sophia Hog, Katharina Wagner, Rabea Pöppe und Jule Junghans stellte einen neuen Meisterschaftsrekord in der Rundenstaffel auf. Foto: Lothar Schattner

Dieses Quartett mit Sophia Hog, Katharina Wagner, Rabea Pöppe und Jule Junghans stellte einen neuen Meisterschaftsrekord in der Rundenstaffel auf. Foto: Lothar Schattner

Bei den Männern zeigte Daniel Malychin bereits im 50m-Vorlauf mit 6,39 Sekunden, dass der Sprinttitel nur über ihn gehen würde. Im Finale bestätigte er mit 6,43 diese Zeit und holte sich mit seinem Trainingspartner Timo Beckmann (6,52) einen Doppelsieg für den ESV Jahn Treysa. Für die beiden Melsunger Jan Ullrich (6,61) und Tobias Stang (6,78) blieben nur die Plätze drei und vier. Dass es Moritz Knaust im 1000m-Finale der Männer ernst meinte, wurde vom ersten Schritt an deutlich. Der 21-Jährige machte von Beginn an Druck und vergrößerte von Runde zu Runde seinen Vorsprung vor Tobias Stang. Am Ende blieb der Felsberger mit 2:59,8 Minuten unter der anvisierten Zeit von drei Minuten, und auch Tobias Stang zeigte sich mit seinen 3:08,3 Minuten zufrieden.

Marco Laubach (Spangenberg) floppte als einziger Springer über 1,60 Meter und holte sich in einem schwachen Hochsprungwettbewerb den Titel vor Laurin Pöppe (MT), Otto Entzeroth (Spangenberg) und Florian Schareina (MT), die alle 1,55 Meter überquerten. Im Weitsprung holte sich Sprintsieger Malychin mit 6,13 Meter seine zweite Meisterschaft vor Jan Ullrich (6,09 m) und dem verbesserten Leonard Ebert (MT, 5,65 m). Jan Ullrich behauptete sich erwartungsgemäß anschließend im Kugelstoßen mit der persönlichen Bestweite von 11,75 Meter vor Kevin Heckmann (Spangenberg, 10,37 m) und Florian Schareina.

Auch das Männer-Quartett mit Jan Ullrich, Tobias Stang, Florian Schareina und Leonard Ebert sorgte für einen neuen Meisterschaftsrekord. Foto: nh

Auch das Männer-Quartett mit Jan Ullrich, Tobias Stang, Florian Schareina und Leonard Ebert sorgte für einen neuen Meisterschaftsrekord. Foto: nh

In den Wettbewerben der Frauen war Katharina Wagner, die in der Hallensaison bisher noch nicht in Erscheinung getreten war, nicht zu bezwingen. Die Dauerabonnentin bei den Kreis-Hallenmeisterschaften holte vier Titel und war damit eine der erfolgreichsten Teilnehmerinnen dieser Titelkämpfe. Einen Tag nach ihrem 23. Geburtstag setzte sie sich über 50 Meter gegen die gesundheitlich angeschlagene Rabea Pöppe mit 7,23 zu 7,30 Sekunden durch. Anschließend lieferte sie Jule Junghans im Hochsprung einen Zweikampf, der bei 1,45 m entschieden war, weil beide Springerinnen bei 1,50 Meter schon die Segel streichen mussten. Während Katharina die 1,45 m im ersten Sprung meisterte, benötigte Jule zwei Versuche. Im Weitsprung sorgte sie erst im letzten Sprung für die Entscheidung und sicherte sich mit 4,61 m vor Lisa Arend (4,35 m) ihren dritten Titel.

Die wiederum riss im vierten Durchgang des Kugelstoßens riss Lisa Arend nach ihren 11,52 m die Arme hoch und wollte damit signalisieren: Diesen Stoß habe ich voll getroffen. Diese Weite bestätigte sie im fünften Versuch noch einmal mit 11,46 m und hätte damit bei den Landesmeisterschaften in Frankfurt den sechsten Platz in diesem Wettbewerb belegt.

Moritz Knaust blieb als 1000m-Sieger als einziger Ausdauerathlet unter drei Minuten. Foto: Lothar Schattner

Moritz Knaust blieb als 1000m-Sieger als einziger Ausdauerathlet unter drei Minuten. Foto: Lothar Schattner

Für einen weiteren Höhepunkt sorgte das MT-Quartett über 4×1-Runde. Startläuferin Sophia Hog legte ein tolles Rennen vor und reichte mit Vorsprung den Stab an Katharina Wagner weiter. Diese wechselte auf Rabea Pöppe, die den Stab an Jule Junghans weiterreichte. Als diese über die Ziellinie lief, war der Jubel groß, denn die Uhr blieb zum ersten Mal seit Einführung dieser Meisterschaften in der Melsunger Stadtsporthalle unter 1:10 Minuten stehen. Das MT-Quartett ließ sich für Verbesserung der vier Jahre alten Meisterschaftsbestleistung von 1:11,5 Minuten auf großartige 1:09,9 Minuten lange feiern. Für einen MT-Doppelsieg sorgten Lisa Arend, Lynn Olson, Marianne Goujard und Inga Hafer (1:14,8 Minuten).

Bei der weiblichen Jugend stachen wie erwartet die MT-Trümpfe Sophia Hog (WU20) und Marianne Goujard (WU18). Sophia holte das Maximum bei diesen Kreismeisterschaften für sich heraus, denn sie sicherte sich bei ihren vier Starts auch vier Titel. Bereits im 50m-Vorlauf überzeugte die 18-Jährige mit ihrem famosen Antritt und ihrer starken Beschleunigung. Sie verbesserte mit 6,95 Sekunden den 19 Jahre alten Hallenrekord, den am 29.01.1999 Jessica Quanz (LG Remsfeld-Wabern) mit handgestoppten 6,9 Sekunden aufgestellt hatte, um 0,19 Sekunden. Auch im Weitsprung zeigte sie sich verbessert und landete mit 4,85 Meter den weitesten Sprung aller Teilnehmerinnen in der Sandgrube. Titel Nummer drei gelang der Geschwister-Scholl-Schülerin im Kugelstoßen mit 7,78 Meter vor Natascha Ide (Remsfeld). „Ich bin super zufrieden und freue mich riesig über die 50m-Zeit. Die guten Trainingsleistungen haben mir wieder neues Selbstvertrauen gegeben“, sagte die vierfache Titelträgerin, die mit ihrer Sprintzeit das Glanzlicht des Abends setzte. Auch Lynn Olson ist wieder im Kommen, denn die 17-Jährige lief die 800 Meter in 2:32,6 Minuten und kann bei den Freiluftwettkämpfen wieder mit Zeiten unter 2:30 Minuten rechnen.

Jule Junghans und Katharina Wagner lieferten sich ein spannendes Hochsprung-Duell. Foto: nh

Jule Junghans und Katharina Wagner lieferten sich ein spannendes Hochsprung-Duell. Foto: nh

In der WU18 beeindruckte Marianne Goujard im zweiten 50m-Vorlauf mit der neuen persönlichen Bestzeit von 7,42 Sekunden. Im Finale bestätigte sie ihren guten Eindruck mit 7,52 Sekunden und verwies Therese Kistner (Geismar, 7,68) und Jana Fernandez (Remsfeld, 7,86) auf die Plätze zwei und drei. Für eine Überraschung sorgte die 16-Jährige im 800m-Lauf, wo sie sich nach einer guten taktischen Laufleistung mit 2:47,0 Minuten vor Madita Böttcher (MT, 2:50,8) durchsetzen konnte. Im Weitsprung holte sich Marianne mit 4,66 Meter ihren dritten Titel an diesem Abend. Hammerwurf-Spezialistin Fabienne Knöpfel (MT, 4,25 m) und Madita Böttcher (3,98m) sorgten in diesem Wettbewerb für Silber und Bronze. Therese Kistner freute sich im Kugelstoßen der WU18 über ihren Meisterschaftssieg und kam mit 8,64 m als einzige der fünf Athletinnen über die 8m-Marke. Hinter ihr gab es einen spannenden Wettkampf um die weiteren Plätze, wobei sich Fabienne Knöpfel mit 7,00 m vor Jana Schmitt (Remsfeld, 6,88 m), Marianne Goujard (6,80 m) und Madita Böttcher (6,78 m) durchsetzen konnte.

MT-Chef Hans-Jörg Engler sorgte mit seinem Team für einen reibungslosen Ablauf dieser Meisterschaften. Foto: nh

MT-Chef Hans-Jörg Engler sorgte mit seinem Team für einen reibungslosen Ablauf dieser Meisterschaften. Foto: nh

Yannick Schleider (MT Melsungen) sammelte in der U18 drei Titel und war damit der erfolgreichste Teilnehmer in dieser Altersklasse. Zunächst holte sich der 16-Jährige den Sieg im Hochsprung mit 1,60 Meter und übersprang damit die gleiche Höhe wie der Kreismeister bei den Männern. Anschließend sorgte er im Weitsprung für eine Überraschung. Nachdem Vorjahressieger Anton Umbach (ESV Jahn Treysa, 5,68 m) in diesem Jahr nur auf 5,12 Meter kam, was am Ende nur Rang drei bedeutete, nutzten Paul Kirschner (Borken, 5,30 Meter) und Yannick Schleider die Gunst der Stunde. Noch im Vorjahr mit 4,95 Meter auf dem undankbaren vierten Platz, trug sich der Melsunger Mehrkämpfer mit der persönlichen Bestleistung von 5,38 Meter in die Siegerliste ein. Abschließend lief er die 1000 Meter als Meister vor Paul Kirschner in 3:18,8 Minuten und zeigte sich mit seinem Auftritt sehr zufrieden. Für die besten Leistung in der U18 sorgten allerdings Sprintsieger Anton Umbach (6,46 Sek.) vor Lucas Natusch (Wabern, 6,64 Sek). sowie im Kugelstoßen der Vorjahresschüler Fabian Feldmann mit 12,77 Meter. Jakob Gutke (Spangenberg) belegte mit 10,64 Meter den zweiten Platz.

Ein positives Fazit dieser Meisterschaften zog MT-Chef Hans-Jörg Engler in seiner Funktion als Stellvertretender Kreisvorsitzender: „In manchen Wettbewerben war die Besetzung wie üblich etwas dünn, aber insgesamt entsprachen diese Titelkämpfe den vorherigen und hatten dabei einen leichten Leistungsanstieg!“ Ein Lob sei auch ihm und seinem Team mit Michael Langhorst im Wettkampfbüro ausgesprochen, die wieder für einen reibungslosen Ablauf sorgten. (ajw)



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