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IG Metall Nordhessen ruft zu ganztägigen Warnstreiks auf

Volkmann: „Arbeitgebern fehlt der Wille zur Einigung“

Foto: Martin Sehmisch

Foto: Martin Sehmisch

Kassel. Die IG Metall Nordhessen ruft seit Mittwochabend in mehreren Betrieben in Kassel zu ganztägigen Warnstreiks auf. „Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben bis zuletzt keinen Willen gezeigt, zu einer Einigung am Verhandlungstisch zu kommen“, sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann. „Wir haben deshalb keine andere Wahl, als die bislang bereits sehr geschlossen und erfolgreich geführten Warnstreiks auszuweiten“, sagte die Gewerkschafterin am Mittwoch in Kassel. Die zuletzt angebotene Entgelterhöhung sei deutlich zu niedrig. Zudem würden sich die Arbeitgeber kategorisch weigern, Zugeständnisse zur besseren Vereinbarkeit zwischen Leben und Arbeit zu machen. „Wir wollen eine Modernisierung der Arbeitszeiten und Flexibilität nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Beschäftigte – da mauern die Arbeitgeber bis zuletzt“, sagte Volkmann.

Aufgerufene Betriebe und konkrete Daten
Zu ganztägigen Warnstreiks ruft die IG Metall Nordhessen ab Mittwochabend die Beschäftigten von Senior Flexonics sowie ab Donnerstagmorgen die Beschäftigten von Bombardier, RLS, RMMV und Senior Flexonics (alle in Kassel) auf. Am Freitag folgen die Beschäftigten des Daimler-Werks. Am Donnerstag gibt es um 8 Uhr einen Demonstrationszug vom Werkstor im Struthbachweg zum Versammlungsort in der Wiener Straße, wo die IG Metall ein großes Zelt aufbaut. Am Freitag ziehen Warnstreikteilnehmer um 7.30 Uhr und um 14 Uhr vom Mercedesplatz zum Zelt der IG Metall, wo es jeweils Kundgebungen mit Vertretern aus den beteiligten Betrieben geben wird. Am Donnerstag spricht zudem Annelie Buntenbach, Mitglied im geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand. Am Freitag wird morgens der Leiter des IG Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, erwartet.

Mitglieder haben für die ganztägigen Warnstreiks gestimmt
In den aufgerufenen Betrieben hat die IG Metall zuvor Mitgliedervoten durchgeführt. „In allen Betrieben hat die überwältigende Mehrheit unserer Mitglieder für die Durchführung der 24-stündigen Warnstreiks votiert“, berichtete Elke Volkmann. Ganztägige Warnstreiks sind eine neue Stufe des Arbeitskampfes noch vor Urabstimmung und unbefristetem Streik. Mitglieder der IG Metall erhalten für ihre Teilnahme am ganztägigen Warnstreik Streikgeld, das die Kürzung des Entgelts durch die Arbeitgeber ausgleicht.

Die Forderungen der IG Metall
Die IG Metall fordert für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von sechs Prozent für eine Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem will die IG Metall einen individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten durchsetzen. Wer dies nutzt, um familiären Verpflichtungen nachzukommen, soll bei einer Arbeitszeitverkürzung um mindestens 3,5 Stunden einen Zuschuss von 200 Euro im Monat erhalten. Damit soll es auch Beschäftigten mit geringeren Einkommen ermöglicht werden, Arbeit und Privatleben besser zu vereinbaren. Auch bei Schichtarbeit und anderen, besonders belastenden Arbeitszeitmodellen soll es für die „kurze Vollzeit“ einen Entgeltzuschuss für zusätzliche Freischichten geben. (red)



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