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Inflationsrate in Hessen sinkt im Februar auf 1,1 Prozent

Hessen. Im Februar 2018 lag das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen um 1,1 Prozent über dem Niveau vom Februar 2017. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hatte die Inflationsrate im Januar bei 1,3 Prozent und im Dezember bei 1,7 Prozent gelegen. Die Preissteigerung gegenüber dem Vorjahresmonat wurde – wie bereits im Januar – wesentlich durch die im Jahresvergleich gestiegenen Preise für Mieten und Molkereiprodukte bestimmt. Deutliche Preissenkungen waren beim Gemüse zu verzeichnen.

Im Vergleich zum Januar 2018 stieg das Niveau der Verbraucherpreise im Februar um 0,4 Prozent. Preissenkungen bei Heizöl und Kraftstoffen standen Preissteigerungen bei Pauschalreisen (plus 10,3 Prozent) und Bekleidungsartikeln (plus 3,0 Prozent) gegenüber.

Preise für Energie
Im Vergleich zum Januar gingen die Preise für Energie im Februar 2018 um 1,0 Prozent zurück. Günstiger gegenüber dem Vormonat wurden insbesondere Heizöl (minus 6,8 Prozent) und Diesel (minus 2,3 Prozent). Auch für Benzin (minus 0,8 Prozent) und Gas (minus 0,1 Prozent) wurden niedrigere Preise gezahlt. Autogas (plus 1,4 Prozent) und die Umlage für den Betrieb einer Zentralheizung (plus 0,1 Prozent) wurden gegenüber dem Vormonat teurer. Der Preis für Strom blieb gegenüber dem Vormonat durchschnittlich unverändert.

Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Preise für Energie im Februar 2018 um 0,3 Prozent. Während Verbraucherinnen und Verbraucher für Autogas (plus 7,1 Prozent), Strom (plus 1,7 Prozent), die Umlage für den Betrieb einer Zentralheizung (plus 1,2 Prozent) und Diesel (plus 0,2 Prozent) mehr zahlen mussten, sanken die Preise für Benzin um 2,4 Prozent, für Gas um 1,6 Prozent und für Heizöl um 1,5 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Inflationsrate im Februar 2018 in Hessen bei 1,3 Prozent gelegen.

Preise für Nahrungsmittel
Im Februar lag das Niveau der Nahrungsmittelpreise um 0,3 Prozent unter dem Niveau von Januar 2018. Speisefette und -öle (minus 6,1 Prozent, darunter Butter: minus 10,4 Prozent), Gemüse (minus 3,1 Prozent) und Obst (minus 0,4 Prozent) waren günstiger. Für Molkereiprodukte und Eier (plus 0,7 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 0,7 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (plus 0,3 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Februar tiefer in die Tasche greifen.

Gegenüber Februar 2017 stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Februar 2018 um 0,6 Prozent. Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich um 9,7 Prozent, darunter stiegen die Preise für Sahne (plus 33,3 Prozent), H-Milch (plus 12,6 Prozent) und Quark (plus 9,7 Prozent); Eier wurden 9,6 Prozent teurer. Teurer als ein Jahr zuvor waren auch Speisefette und -öle (plus 9,2 Prozent, darunter Butter: plus 17,6 Prozent) sowie Obst (plus 9,1 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 3,7 Prozent) und Brot und Getreideerzeugnisse (plus 1,8 Prozent). Für Gemüse mussten 22,4 Prozent geringere Preise gezahlt werden.

Preise für langlebige Gebrauchsgüter
Die Preise für langlebige Gebrauchsgüter blieben im Februar gegenüber Januar 2018 unverändert und stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent. Bei den langlebigen Gebrauchsgütern handelt es sich um eine heterogene, weite Produktgruppe mit einem Anteil von 8 Prozent am Warenkorb privater Haushalte. Teurer gegenüber dem Vorjahresmonat wurden in dieser Gütergruppe unter anderem Waschmaschinen (plus 2,4 Prozent) und Kraftwagen (plus 1,4 Prozent). Weniger bezahlen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher in dieser Kategorie beispielsweise für Festnetztelefone (minus 5,1 Prozent) und Kühlschränke (minus 5,0 Prozent). Geräte der Unterhaltungselektronik wurden im Durchschnitt 2,9 Prozent günstiger, darunter Hi-Fi- (minus 5,4 Prozent), SAT-Anlagen (minus 4,7 Prozent), Digitalkameras (minus 3,2 Prozent) und Heimkino-Anlagen (minus 0,8 Prozent). Fernsehgeräte und Mobiltelefone waren genauso teuer wie vor einem Jahr.

Preise für Dienstleistungen
Das Niveau der Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) lag im Februar 2018 um 1,0 Prozent über dem Niveau des Vormonats und um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Insbesondere verteuerten sich im Vergleich zum Februar 2017 Speisen und Getränke, die von Gaststätten und anderen Verpflegungsdienstleistern angeboten wurden (plus 2,7 Prozent), Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (plus 2,5 Prozent), Pauschalreisen (plus 1,7 Prozent) und die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 1,2 Prozent). Preisrückgänge gab es binnen Jahresfrist beispielsweise bei Telekommunikationsdienstleistungen (minus 0,8 Prozent) und Versicherungsdienstleistungen (minus 0,1 Prozent).

Die Wohnungsmieten lagen im Februar um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Januar 2018 mussten Mieterinnen und Mieter 0,2 Prozent mehr bezahlen. (red)



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