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Laura Nolte startet in Nürtingen mit Abschiedstour

Studienbedingt vorerst keinen leistungsorientierten Handball mehr

Laura Nolte spielt seit 13 Jahren in Kirchhof Handball, nun hat das Zusatzstudium für die angehende Lehrerin Vorrang. Foto: Foto: Richard Kasiewicz
/SG 09 Kirchhof

Laura Nolte spielt seit 13 Jahren in Kirchhof Handball, nun hat das Zusatzstudium für die angehende Lehrerin Vorrang. Foto: Richard Kasiewicz
/SG 09 Kirchhof

Kirchhof. So positiv die Saison 2017/2018 oder die derzeitigen Vertragsgespräche mit der aktuellen Mannschaft und potenziellen Neuzugängen auch laufen, so traurig ist die heutige Nachricht aus der Kirchhof-Familie: Zum Saisonende muss Laura Nolte studienbedingt eine Handball-Pause einlegen. Ihr bestehender Vertrag bis 2019 wird vorzeitig im Sommer aufgelöst. „In beiderseitigem Einvernehmen, der Beruf geht vor. Wir Frauen können nicht vom Handball leben!“, sagt Renate Denk. Am Mittwochabend hat Laura Nolte ihrem Team dies sehr emotional mitgeteilt.

„Ich habe mich für ein Zusatzstudium in Gießen entschieden und da schaffe ich die Kombination mit dem geliebten Handballsport nicht mehr“. Laura Nolte hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Eigentlich trifft die Studentin sekundenschnelle Entscheidungen, genau wie eben auf dem Spielfeld auf der rechten Außenbahn. Doch nun, nach reiflichen Überlegungen, ist klar, die Spielerin mit der Trikotnummer 8 muss auf ihre Stärke, das Umschaltspiel, nach dem letzten Auswärtsspiel Herrenberg, verzichten. „Mein Augenmerk gilt dem Sonderstudium.“

Das heißt: Vorerst keinen leistungsorientierten Handball – die Berufsausbildung hat jetzt absoluten Vorrang. Handball steht im Abseits. „Es ist ganz wichtig für meine berufliche Laufbahn und da muss mein Lieblingssport zurückstehen.“ Jahrelang hat die Flügelspielerin dies hervorragend kombinieren und organisieren können. Täglich trainiert, Samstag und Sonntag im grünen Trikot in ganz Deutschland gespielt. „Mit Laura verlieren wir ein wichtiges Mosaiksteinchen aus unserem Kirchhof- Gesicht. Sie ist „Kirchhof“ , seit ihrem zwölften Lebensjahr, insgesamt also 13 Jahre.

„Ihren sportlichen Werdegang können wir nicht genug würdigen, immer hat sie doppelt gespielt. Von klein auf“, sagt Christian Denk. Und weiter: „Laura hat großen Anteil am derzeitigen Erfolg, sie ist nie weggelaufen, sie stand immer hinter Kirchhof und hinter mir!“ Die Berufung zur Co-Kapitänin im letzten Sommer hat Laura Nolte noch einmal beflügelt und somit konnte sie auch den großen Konkurrenzkampf mit Karolina Bijan und Andra Lucas auf sich nehmen. Als Rechtshand hat die 25-Jährige immer einen Nachteil und doch hat Laura Nolte viele andere Vorzüge.

Laura Nolte, die 25-jährige Rechtsaußen hat 13 Jahre hinter Kirchhof und Trainer Christian Denk gestanden. Schon in der B-Jugend war Denk ihr Trainer. Beide haben sich bis in die Bundesliga emporgearbeitet. Foto: Foto: Richard Kasiewicz
/SG 09 Kirchhof

Laura Nolte, die 25-jährige Rechtsaußen hat 13 Jahre hinter Kirchhof und Trainer Christian Denk gestanden. Schon in der B-Jugend war Denk ihr Trainer. Beide haben sich bis in die Bundesliga emporgearbeitet. Foto: Richard Kasiewicz
/SG 09 Kirchhof

„Das Umschaltspiel hat sie beherrscht, ich behaupte, Laura ist die schnellste Spielerin in der Zweiten Bundesliga“, so Christian Denk weiter. Hinzu kommt, Laura Nolte ist flexibel und kann auf beiden Seiten spielen. Sie hat kaum ein Training ausgelassen, geschweige denn ein Spiel. Ein einziges Mal, nur am 08. Februar 2014 in Allensbach und am 09. Februar 2014 in Hainzell/Großenlüder hat sie das Doppelspiel nicht verwirklichen können. „Ich kann mit Stolz sagen, wenn es so etwas wie eine Handballbeziehung geben sollte, dann habe ich die mit Laura. Ich bin gespannt, wie es ohne sie wird! Sicher ist, Laura Nolte hat in Kirchhof immer einen freien Platz“, sagt Christian Denk. Und sie selbst sagt: „Mein Spieler-Pass bleibt hier!“

Die SG 09 Kirchhof bedankt sich bei Laura Nolte für ihren vorbildlichen Einsatz und wünscht ihr nur das Beste. Ab sofort beginnt die Abschiedstour für Laura Nolte. Noch fünfmal zum Auswärtsspiel am Werk D in Melsungen treffen und im Kirchhof-Bus fahren. „Das werde ich sooo vermissen“, erzählt Laura Nolte traurig. „Nur noch zweimal zu Hause vor den treuen Fans spielen. So richtig glaubt man es gar nicht!“ Am 7. April gegen Trier und am 12. Mai gegen die Füchse Berlin. Ausgerechnet Berlin!

In Berlin durfte Laura Nolte am 12. Januar 2013 zum ersten Mal Bundesligaluft durch das Doppelspielrecht als Spielerin im Juniorteam schnuppern. Zu ihrer Premiere in kirchhofs Vorzeigemannschaft gab es prompt im Fuchsbau einen 28:29-Auswärtssieg. „Das werde ich nie vergessen, zum krönenden Abschluss will ich nun natürlich mein vorerst letztes Heimspiel gegen die Füchse Berlin auch gewinnen. Solche Geschichten schreibst du als Mädel nur mit Kirchhof. Ich rate jeder jungen Spielerin meinen Weg zu gehen“, sagt Laura Nolte. Handball ist ein ganz toller Mannschaftssport und macht großen Spaß, ganz besonders mit Laura Nolte und ihren Eltern, die immer ganz nah dabei sind. „Ohne meine Eltern hätte ich diesen Weg nicht gehen können.“ (red)



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