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In rund 100 Betrieben werden Betriebsräte gewählt

DGB Schwalm-Eder wirbt für neue Interessenvertretungen

Schwalm-Eder. Der DGB-Kreisvorsitzende Hajo Rübsam fordert die Beschäftigten im Landkreis auf, bis Ende Mai ihre Betriebsräte zu wählen. Rübsam: „Nur mit einem guten Betriebsrat können sich die Beschäftigten sicher sein, dass ihre Interessen berücksichtigt werden. Mit der Wahl des Betriebsrats stellen die Arbeitnehmer unmittelbar ihre Interessenvertretung im Betrieb zusammen. Sie entscheiden direkt, wem sie das Vertrauen aussprechen, sich gegenüber dem Arbeitgeber für ihre Rechte und Anliegen einzusetzen.“

Gewerkschafter Rübsam betont, dass die betrieblichen Interessenvertretungen notwendig sind: „Im Zusammenspiel mit ihrer Gewerkschaft setzen sie sich ein für gerechte Eingruppierung, für sozial verträgliche Arbeitszeiten, für Aus- und Weiterbildung, die Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, für die Gleichstellung von Frauen und Männern, für Beschäftigungssicherung sowie für die Umsetzung und Einhaltung der Tarifverträge.“

Alle vier Jahre finden die Wahlen nach dem Betriebsverfassungsgesetz statt. „Bis Ende Mai wird im Schwalm-Eder-Kreis in rund hundert Unternehmen gewählt“, schätzt Rübsam. An den Betriebsratswahlen würden sich deutlich mehr Wähler beteiligen als an politischen Wahlen. Vor vier Jahren habe die Wahlbeteiligung bundesweit bei 76,9 Prozent gelegen. Der Öffentliche Dienst sei außen vor, da die Personalratswahlen zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden. Leiharbeiter dürfen in den Verleihbetrieben wählen, wenn sie mindestens drei Monate eingesetzt werden.

Betriebsräte werden nach dem Betriebsverfassungsgesetz in Unternehmen ab fünf Beschäftigten gewählt. Mit der Anzahl der Arbeitnehmer steigt auch die Zahl der Mitglieder des Gremiums. Den größten Betriebsrat im Kreis hat die B.Braun Melsungen AG. Zwar verpflichtet das Gesetz die Unternehmen zu Betriebsratswahlen. DGB-Vorsitzender Rübsam: „Wenn die Beschäftigten jedoch kein Interesse an einer Wahl haben und keinen Wahlvorstand bilden, wird es keinen Betriebsrat geben.“ In diesen Unternehmen gehen damit die umfangreichen Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten verloren.

Gestandene Betriebsratsmitglieder werben für Erstwahlen in weiteren Betrieben
Dem DGB ist es ein großes Anliegen, dass noch mehr Interessenvertretungen im Schwalm-Eder-Kreis gegründet werden. Rübsam: „In zahlreichen kleinen, aber auch größeren Betrieben fehlen die Interessenvertretungen der Beschäftigten. Damit sind diese dem Wohlwollen und der Willkür ihres Arbeitgebers ausgesetzt und können ihre Rechte nur selbst vor dem Arbeitsgericht einklagen.“ Um für die Betriebsratsarbeit zu werben, machen erfahrene Betriebsratsmitglieder aus dem Landkreis in einem Faltblatt des DGB Mut für die Gründung neuer Betriebsräte. Zusätzlich bieten die DGB-Gewerkschaften ihre Unterstützung und Erfahrung bei der Wahl neuer Interessenvertretungen an.

Besonders kritisch sieht der DGB einige Dienstleistungszweige sowie das Handwerk: In den kleinteiligen Betrieben des Einzelhandels, der Gastronomie und Hotellerie fällt es aus Sicht des DGB oft schwer, eine Interessenvertretung aufzubauen und diese über Jahre aufrecht zu erhalten. Doch genau in diesen Betrieben sei es oftmals besonders notwendig auf die Einhaltung der Gesetze und Tarifverträge zu pochen. Ein Betriebsrat könne die Rechte der Beschäftigten und auch ihre Arbeitsplätze schützen. (red)



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