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Unangenehm, aber behandelbar

Keine Scheu! Inkontinenz ist behandelbar. Foto: nh

Keine Scheu! Inkontinenz ist behandelbar. Foto: nh

Schwalmstadt. Allein in Deutschland leiden ca. 10 Millionen Männer und Frauen unter einer Erkrankung, die den Alltag stark einschränkt, die Lebensqualität enorm beeinträchtigt und nicht selten zu Partnerschaftsproblemen und sozialer Isolation führt. Und obwohl das Krankheitsbild mittlerweile gut zu behandeln ist, findet nur ein Bruchteil der Patienten den Weg zum Facharzt. Die Rede ist von der Harninkontinenz. Noch bis Sonntag, 24. Juni, klärt das Fachpersonal der Asklepios Klinik im Rahmen der Weltkontinenzwoche über die Krankheit auf.

 

Dr. med. Ana Priez von den Asklepios Kliniken weiß Rat. Foto: nh

Dr. med. Ana Priez von den Asklepios Kliniken weiß Rat. Foto: nh

„Harninkontinenz bringt meist einen großen Leidensdruck mit sich“, erläutert Dr. med. Ana Prietz, Leiterin des Beckenbodenzentrums der Asklepios Kliniken Nordhessen. Dennoch vergeht bis zu einem Arztbesuch oft viel Zeit, wie Dr. Prietz bedauert: „Leider ist die Harninkontinenz für viele Betroffene, insbesondere Männer, ein Tabuthema – niemand spricht gern darüber, nicht mal mit einem Arzt.“ So schätzt die Deutsche Kontinenzgesellschaft, dass rund die Hälfte der betroffenen Deutschen sich mit der eigenen Inkontinenz abfindet – viele sind der Meinung, Inkontinenz‚ gehöre halt zum Älterwerden dazu oder sei nach einer Prostataoperation normal.

Meist findet sich Abhilfe

Doch Dr. Prietz ermutigt Betroffene jeden Alters, egal ob Mann oder Frau, über ihren Schatten zu springen und sich ärztlichen Rat zu holen: „In den allermeisten Fällen ist eine Inkontinenz gut zu behandeln. Mit den modernen Therapiemöglichkeiten können wir das Leiden der Betroffenen häufig heilen, immer aber deutlich lindern.“ Auf diesem Weg ist Ursachenforschung der erste und oftmals entscheidende Schritt, denn der unwillkürliche Harnverlust kann zahlreiche Gründe haben: Von einer Beckenbodenschwäche über Nerven-Erkrankungen bis zur Komplikation infolge einer Operation. Entsprechend umfassend ist auch die Diagnostik: Ausführliche Gespräche, Protokolle des Trinkens und Wasserlassens, Blut- und Urinuntersuchungen kommen ebenso zum Einsatz wie Stresstests oder bei Bedarf Ultraschall oder funktionsdiagnostische Verfahren.

Viel versprechende Schlüssellochtechnik

„Mit dem Wissen um Ursache und Schweregrad können wir dann eine gezielte Therapieentscheidung treffen“, erläutert Dr. Prietz das Vorgehen. Zur Verfügung stehen zum Beispiel Beckenbodentraining – das übrigens auch bei Männern sehr effektiv ist, medikamentöse Behandlung und auch verschiedene Operationsverfahren. Insbesondere die operative Behandlung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiter entwickelt: Minimalinvasive Verfahren in so genannter Schlüssellochtechnik, die eine schnellere Genesung und weniger Belastung bedeuten, sind heute die Regel.



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