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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Chancen für Jobsuchende und Migranten

Jürgen Kümpel Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V. (VhU) in Nordhessen. Foto: nh

Jürgen Kümpel, VhU-Geschäftsführer. Foto: nh

Schwalm-Eder. In die öffentliche Debatte um die Arbeitsmarktsituation von Migranten in Hessen hat sich die Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände (VhU) über ihre Geschäftsstelle Nordhessen in Kassel eingeschaltet. VhU-Geschäftsführer Jürgen Kümpel sieht den Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig und mit guten Chancen für Jobsuchende ausgestattet. Aber: „Wir müssen Migranten besser qualifizieren, um sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, meint Kümpel.

Bei der Arbeitsmarktintegration am Ball bleiben

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Kassel zeigt sich weiterhin stabil mit sinkender Arbeitslosigkeit und guten Chancen für Jobsuchende. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,3 Prozent (1.530 Personen) und beträgt aktuell 14.868. Gegenüber dem Vormonat gibt es einen Rückgang von 187 Personen. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 5,2 Prozent. Knapp 30 Prozent der arbeitslosen Menschen sind Ausländer – das sind 4.433. Anhand der Statistik betonte Kümpel: „Mit Blick auf den demografischen Wandel und den Fachkräftebedarf können wir es uns nicht leisten, auf deren Potenzial zu verzichten. Wir müssen bei der Arbeitsmarktintegration von Ausländern und Migranten am Ball bleiben.“

Im bundesweiten Vergleich hat Hessen mit 31,6 Prozent den höchsten Anteil von Migranten im erwerbsfähigen Alter. Der Anteil in ganz Deutschland liegt mit 23,5 Prozent deutlich darunter. Laut einer aktuellen Studie des IAB-Hessen stieg in den letzten zehn Jahren die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Migranten stetig an – insbesondere von Personen aus Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Ungarn und Polen. Trotzdem liegt die Arbeitslosigkeit aller Migranten noch immer deutlich über dem Niveau der Deutschen.

Es fehlt an Deutschkenntnissen und Qualifikationen

Bezeichnend ist, dass überproportional viele Migranten im Vergleich zu Deutschen verstärkt in Berufen auf Helferniveau bzw. in Wirtschaftszweigen mit geringeren Einstiegsbarrieren arbeiten. Ausgeprägt bei allen Migrantengruppen ist die Beschäftigung in der Gebäudereinigung, bei den Wach- und Sicherheitsdiensten, bei Logistikunternehmen sowie im Gast- und Baugewerbe. Gründe dafür sind u. a. fehlende Deutschkenntnisse, keine berufsqualifizierenden Abschlüsse und mangelndes Wissen über den Arbeitsmarkt.

Unternehmen brauchen gut ausgebildete Fachkräfte

Kümpel unterstrich: „Für jeden, der in Deutschland leben möchte, ist das Erlernen der deutschen Sprache Voraussetzung, um möglichst schnell Fuß zu fassen. Ein zentrales Ziel unserer Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik ist es, Migranten besser zu qualifizieren, aber auch zu fordern. Gut ausgebildete Fachkräfte sind für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen von hoher Bedeutung. Die Einstellungsbereitschaft unserer Unternehmen in Nordhessen ist hoch und bietet aktuell gute Voraussetzungen für die Jobsuche. Mehr als die Hälfte der Betriebe bietet für Mitarbeiter mit Migrationshintergrund Integrationsmaßnahmen an. Dazu zählen beispielsweise Sprachförderungen, berufliche Anpassungs- und Weiterbildungsangebote.“

Allerdings können Unternehmen laut Kümpel die Integrationsaufgabe aber nicht alleine meistern. Neben vielen etablierten Unterstützungsangeboten wie dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagenturen seien deshalb bereits viele Programme gezielt für die Integration von Migranten neu geschaffen worden. (red)



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