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Drei Erfolge für Wagner in Minden

Sophie Wagner knapp vor Lynn Olson, aber beide mit Bestzeit. Foto: nh

Sophie Wagner knapp vor Lynn Olson, aber beide mit Bestzeit. Foto: nh

Melsungen / Minden. Beim Abendsportfest in Minden beeindruckte Sophie Wagner (MT Melsungen) mit drei Siegen in der WU20. Die 19-Jährige, die Anfang Juni beim Sprintabend in Melsungen die 100 Meter in 14,14 Sekunden zurück gelegt hatte, fuhr in die viertgrößte Stadt der Region Ostwestfalen-Lippe mit dem Ziel, zum ersten Mal die 100 Meter unter 14 Sekunden zu laufen.

Hausrekord nach unten gedrückt

Lorenz Funck, Lynn Olson, Sophie Wagner und Leonard Ebert. Foto: nh

Lorenz Funck, Lynn Olson, Sophie Wagner und Leonard Ebert. Foto: nh

Bereits im Training machte die 800m-Läuferin mit ihren verbesserten Sprintzeiten auf sich aufmerksam. Die Handballerin von Eintracht Böddiger kam bei absoluter Windstille gut aus den Blöcken und lag nach der Hälfte des 100m-Rennens etwa zwei Meter vor ihren Verfolgerinnen. Lynn Olson kam mit ihren hinreißenden Finish noch sehr stark auf, aber sie konnte den Siegeslauf ihre Trainingspartnerin nicht mehr stoppen. Für Sarah Fleur Schulze aus Wunstorf blieb mit 13,89 Sekunden nur der dritte Platz. Fair gratulierte sie den beiden Melsunger Läuferinnen zu ihrem Doppelsieg. Als ihre Zeiten von 13,61 und 13,69 Sekunden bekanntgegeben wurden, war die Freude groß. Schließlich drückte Sophie Wagner ihren Hausrekord um 0,53 Sekunden nach unten und auch Lynn Olson verbesserte sich von 13,92 um 0,23 Sekunden. Die starken Verbesserungen auf der Sprintstrecke werden sich bestimmt auch im nächsten 400m-Rennen machen.

10 Minuten bis Startfreigabe

Auch über 200 Meter lieferten sich Sophie Wagner und Lynn Olson einen spannenden Zweikampf, der ebenfalls erst mit den letzten Schritten entschieden wurde. Nachdem beide beim Melsunger Sprintabend mit 28,83 (Olson) bzw. 28,92 (Wagner) gestoppt wurden, drehte dieses Mal Sophie Wagner den Spieß um und setzte sich mit 28,09 zu 28,19 Sekunden knapp durch. „Eigentlich wollten wir unter 28 Sekunden laufen, aber wir mussten über zehn Minuten auf der Bahn warten, bevor der Start freigegeben wurde“, erklärten die beiden erfolgreichen MT-Läuferinnen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Sophie Wagner überzeugte auch als Siegerin im Speerwurf der WU20. Foto: nh

Sophie Wagner überzeugte auch als Siegerin im Speerwurf der WU20. Foto: nh

Über 30 Meter sind drin

Aller guten Dinge sind drei, dachte sich Sophie Wagner und warf den 600 Gramm schweren Speer in ihrem ersten Wettkampf auf 28,48 Meter. Mit dieser Leistung blieb sie nur knapp einen halben Meter hinter Maren Guthier (Groß-Gerau) zurück, die am 27. Mai in Darmstadt auf 28,90 Meter kam und damit zu den TOP-20 des Hessischen Leichtathletik-Verbandes gehört. „Beim Sportabitur habe ich zum ersten Mal einen Speer in der Hand gehabt und kam auf Anhieb auf 26 Meter. Da die MT Melsungen für den Kreissparkassen-Cup eine Speerwerferin sucht, habe ich noch einmal den Speer in die Hand genommen“, sagte die 19-Jährige, die sich über 25,26 im dritten Durchgang auf 28,48 Meter steigern konnte und im letzten Durchgang auf 26,98 Meter kam. „Wenn der Anlauf noch schneller wird, dann kann Sophie in diesem Jahr noch über 30 Meter werfen“, sagte Alwin Wagner.

Tempohärte fehlt noch

Lorenz Funck, der sich zurzeit für die süddeutschen U23-Meisterschaften über 5000 Meter vorbereitet, unternahm in Minden einen Testlauf über diese Strecke und stellte fest, dass er sich auf einem guten Weg befindet. Nach 3:11 und 6:20 für die ersten 2000 Meter, passierte er die 3000m-Zwischenmarke nach 9:34 Minuten und lag damit auf einen Kurs knapp unter 16 Minuten. Dann musste er abreißen lassen und konnte das Tempo von Jan Kaschura aus Holzminden, der in der M30 mit 15:45,93 Minuten Rang zwei belegen konnte, nicht mehr mithalten. Lorenz Funck, dem noch die Tempohärte fehlt, schaltete einen Gang zurück und legte den vierten und fünften 1000m-Abschnitt in jeweils 3:20 zurück, so dass er nach 16:13,94 Minuten als Zweiter im Wettbewerb der Männer ins Ziel kam.

„Ich war fast eine halbe Minuten schneller als bei den Landesmeisterschaften in Fulda, wo ich als Dritter mit 16:41,58 Minuten gestoppt wurde. Für die Süddeutschen in Walldorf am 4. August nehme ich mir eine Zeit unter 16 Minuten vor“, sagte Lorenz Funck und ist sich sicher, dass er sein Vorhaben realisierern wird.

Start verschlafen

Mit einer neuen persönlichen 100m-Bestleistung trat auch Leonard Ebert die Rückreise nach Melsungen an. Als Vierter verbesserte sich der Sprinter auf 12,30 Sekunden und war damit um 0,13 Sekunden schneller als beim Pfingstsportfest in Baunatal. „Schade, dass ich beim anschließenden 200m-Lauf den Start total verschlafen habe. Ich musste hinterher laufen und fand erst auf der Zielgeraden wieder ins Rennen. So kann ich mit meiner Zeit von 25,26 Sekunden noch zufrieden sein“, sagte der frisch diplomierte Polizeikommissar, der ab August seinen Dienst in Frankfurt absolvieren wird. (ajw)

Nach einem Drittel der Strecke lag Lorenz Funck noch gut im Feld. Foto: nh

Nach einem Drittel der Strecke lag Lorenz Funck noch gut im Feld. Foto: nh



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