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Schopf nach Kreisrekord auf Vormarsch

Das MT-Team glänzte in Schweinfurt mit zwölf ersten Plätzen und elf persönlichen Bestleistungen. Foto: nh

Das MT-Team glänzte in Schweinfurt mit zwölf ersten Plätzen und elf persönlichen Bestleistungen. Foto: nh

Melsungen / Schweinfurt. Beim Saison-Abschluss 2018 für die Sprint- und Sprungwettbewerbe in Schweinfurt begeisterten Melsungens Leichtathleten mit einer Reihe von großartigen Ergebnissen und kehrten mit zwölf ersten Plätzen und elf persönlichen Bestleistungen nach Melsungen zurück.

Anhaltend ausgezeichnete Form

Bei kühlem Herbstwetter beeindruckten neben den Sprintern und Springern vor allem die beiden Nachwuchsathleten Linus Schopf über 800 Meter der M10 und Kilian Krah im Speerwerfen der M13. Nach dem großartigen Abschneiden beim Herbstsportfest in Osterode, wo es für den MT-Nachwuchs 24 Siege und 14 persönliche Bestleistungen gab, bewiesen vor allem die U16-Sprinterinnen Ella Gleim, Nele Schmoll, Vivian Groppe und Sarah Langheld ihre immer noch anhaltende ausgezeichnete Form und trugen sich souverän in die Siegerlisten ein.

Linus Schopf mit neuem Kreisrekord. Foto: nh

Linus Schopf mit neuem Kreisrekord. Foto: nh

Den ersten Glanzpunkt aus Melsunger Sicht setzte Linus Schopf im 800m-Lauf. Nachdem der 10-Jährige im April bei den Bahneröffnungwettkämpfen in Eschwege den drei Jahre alten Kreisrekord von Kevin Plettenberg (Spangenberg, 2:46,88) noch um zwei Sekunden verpasst hatte, verbesserte er am Pfingstmontag diese Kreisbestmarke auf 2:44,2 Minuten und machte sich somit zehn Tage nach seinem Geburtstag selbst noch ein schönes Geschenk. Nach seinen starken Trainingszeiten war der Schüler aus Gensungen am Ende der langen Saison noch in der Lage, seinen eigenen Kreisrekord in Schweinfurt erneut zu verbessern. Seine Marschtabelle für die neue Bestzeit sah ein gleichmäßiges Rennen von je 81 Sekunden für die beiden Stadionrunden vor.

Großes Talent aus dem Edertal

Unmittelbar nach dem Startschuss setzte sich Linus Schopf sofort an die Spitze des elfköpfigen Feldes und bestimmte von Anfang an das mit Spannung erwartete Rennen. Die erste Runde lief er mit einem Vorsprung von mehr als 50 Metern in 80 Sekunden und lag eine Sekunde unter der angestrebten Rekordzeit. Als das große Talent aus dem Edertal zum zweiten Mal auf die Ziellinie kam, blies ihm der Wind ins Gesicht. Aber Linus Schopf ließ sich von seinem Vorhaben nicht mehr abbringen und kämpfte unter den Anfeuerungsrufen der anderen MT-Starter und den mitgereisten Eltern bis ins Ziel, wo die elektronische Anzeigetafel bei 2:43,06 Minuten stehenblieb. Obwohl nach der Auswertung seine Zeit auf 2:43,11 Minuten korrigiert wurde, setzte der jüngste MT-Teilnehmer einen glänzenden Schlusspunkt in seiner ersten Saison. Philip Ullmann (Bayreuth, 2:55,17) und Henry Fuchs (Schwarzenau, 2:58,27) belegten abgeschlagen die Plätze zwei und drei.

Kilian Krah verbessert sich im Speerwerfen auf 34,87 m. Foto: nh

Kilian Krah verbessert sich im Speerwerfen auf 34,87 m. Foto: nh

Persönliche Bestzeit über die 75 Meter

Der zweite Glanzpunkt aus Melsunger Sicht ging in Schweinfurt auf das Konto von Kilian Krah. Der vielseitige Athlet aus Nentershausen-Süß beeindruckte dieses Mal im Speerwurf und setzte seinen Weg in dieser Disziplin weiter nach oben fort. Seine 33,29 Meter, die er im August beim Abendsportfest in Bad Sooden-Allendorf erzielt hatte, brachten den 13-Jährigen auf Rang fünf in Hessen. In Schweinfurt ließ Kilian Krah den 400g-Speer zweimal über diese Marke fliegen. Während er im fünften Versuch 34,67 Meter kam, verbesserte er sich im letzten Durchgang auf 34,89 Meter. Damit liegt er nur noch einen halben Meter hinter dem HLV-Drittplatzierten Julian Holuschek (Eintracht Frankfurt) zurück, der am 19. August in Frankfurt auf 35,39 Meter kam.

Auch über 75 Meter stellte sich Kilian Krah verbessert vor und holte sich mit persönlicher Bestzeit von 10,53 Sekunden den zweiten Tagessieg vor Niklas Amthor aus Bad Kissingen, der nach 10,84 Sekunden über die weiße Ziellinie lief.

Sarah Langheld sichert sich den Sieg über 75m in der W13. Auf Platz drei kam ihre Trainingspartnerin Pia Gille, die mit 11,20 Sek. eine persönliche Bestzeit lief. Foto: nh

Sarah Langheld sichert sich den Sieg über 75m in der W13. Auf Platz drei kam ihre Trainingspartnerin Pia Gille, die mit 11,20 Sek. eine persönliche Bestzeit lief. Foto: nh

Schnelle MT-Mädchen beherrschen den Sprint

Die schnellen Mädchen der MT Melsungen beherrschten wie schon zuvor in Osterode oder beim Kreissparkassen-Cup auch den Sprint gegen die Konkurrenz aus Unterfranken. Sarah Langheld bestätigte ihre guten Trainingszeiten und imponierte im Willy-Sachs-Stadion über 75 Meter trotz eines Gegenwindes mit 10,92 Sekunden und kam damit bis auf 0,02 Sekunden an ihre persönliche Bestzeit heran. Ihre Trainingspartnerin Pia Gille, die in diesem Jahr die 800 Meter bereits unter 2:37 Minuten zurücklegte, durfte sich als Dritte hinter Della Böhnlein (FC Schweinfurt, 11,03) über ihre neue Bestzeit von 11,20 Sekunden freuen.

Beim Lauf gegen die Uhr verkrampft

Im 100m-Lauf der W14 lief Vivian Groppe nach einem guten Start fast zehn Meter vor dem Feld über die Ziellinie. Dennoch war die 14-jährige Melsunger Gesamtschüler mit ihrer Zeit von 13,04 Sekunden nicht zufrieden. „Ich wollte zum Saisonabschluss unbedingt noch eine Zeit mit einer Zwölf vor dem Komma laufen, aber ich hatte die elektronische Anzeige immer im Blickfeld, so dass ich auf dem letzten Teil der Strecke im Lauf gegen die Uhr irgendwie verkrampfte“, sagte Vivian, die mit dieser Zeit die Bestätigung erbrachte, in dieser Saison die beste und vor allem beständigste MU16-Sprinterin der MT Melsungen zu sein.

Ella Gleim und Neele Schmoll lieferten sich ein spannendes Duell über 100 Meter. Foto: nh

Ella Gleim und Neele Schmoll lieferten sich ein spannendes Duell über 100 Meter. Foto: nh

Spannendes Sprintduell zwischen Ella und Nele

Für zwei Doppelsiege im Melsunger Sporttreff-Trikot sorgten Ella Gleim und Nele Schmoll. Bereits beim Kreissparkassen-Cup in Felsberg liefen diese beiden Talente mit 13,12 (Gleim) und 13,26 Sekunden (Schmoll) Spitzenzeiten, womit sie in der Bestenliste des Schwalm-Eder-Kreises die Plätze eins und zwei belegen. Auch in Schweinfurt lieferten sich die beiden erwartungsgemäß ein spannendes Sprintduell, wobei Ella Gleim den besseren Start erwischte. Diesen knappen Vorsprung konnte sie bis ins Ziel verteidigen. Dabei verfehlte sie mit 13,15 ihre Bestzeit nur um 0,03 Sekunden. Nele Schmoll, die zwei Tage vorher von einer einwöchigen Klassenfahrt aus Rom zurückgekehrt war, kam auf den letzten Metern immer näher an ihre Trainingspartnerin heran, ohne aber diesen Rückstand ganz wettmachen zu können. Mit 13,26 Sekunden egalisierte die noch 14-Jährige ihre persönliche Bestzeit von Felsberg.

Turnerin mit Potenzial

Nach diesem eindrucksvollen Doppelsieg sicherte sich dieses Duo auch die ersten beiden Plätze im Weitsprung. Dieses Mal drehte Nele Schmoll den Spieß um und bestach als Siegerin mit glänzenden 4,81 Meter. Bei diesem Sprung konnte man erkennen, welches Potenzial in der erfolgreichen Turnerin steckt, denn trotz Bestleistung verschenkte sie bei diesem Sprung fast 30 Zentimeter. Die Zweitplatzierte Ella Gleim, die noch technische Schwierigkeiten bei der Landung erkennen ließ, verbesserte sich auf 4,34 Meter und kann bei entsprechendem Training in der Hallensaison bereits Weiten von 4,60 Meter und mehr springen.

Auch die ein Jahr jüngere Vivian Groppe steigerte sich auf 4,25 Meter und belegte in ihrem Wettbewerb Rang zwei. Dennoch war Trainer Wagner unzufrieden, denn die hessische W14-Vizemeisterin über 100 Meter müsste mit ihrer schnellen Anlaufgeschwindigkeit fast fünf Meter springen können. „Wir werden in den Wintermonaten einen Schwerpunkt auf das Sprungtraining legen“, sagte Alwin Wagner und verwies auf Sarah Langheld und Pia Gille, die sich nach einem Sprungtraining in der W13 auf 4,12 Meter verbessern konnten, womit sie weitengleich auf den Plätzen zwei und drei landeten.

Dreifachsieger Yannick Schleider verschenkt 20cm. Foto: nh

Dreifachsieger Yannick Schleider verschenkt 20cm. Foto: nh

Drei Siege in zwei Stunden für Schleider

Bei den Männern setzte sich im Weitsprung Tobias Stang vor Daniil Zozuliak (Bayreuth) und Ralf Petri (Schweinfurt) klar durch und liegt mit seiner Weite von 6,00 Metern in der aktuellen Kreisbestenliste hinter Henri Alter (6,12 m) auf Rang zwei. Der Lehramtsstudent aus Malsfeld kam nach seiner Verletzung und somit ohne Training in seinem ersten Freiluftwettkampf im Hochsprung auf 1,61 Meter und sicherte sich in dieser Disziplin hinter dem 2m-Springer Zozuliak (Bayreuth, 1,90 m) den zweiten Platz.

Yannick Schleider sorgte in Schweinfurt in den Sprungwettbewerben sowie über 100 Meter für drei weitere Melsunger Siege. Im Hochsprung hätte sich der 17-Jährige sicher ein stärkere Konkurrenz gewünscht, denn als sein Gegenspieler David Engelmann aus Bayreuth bereits nach 1,56 Meter ausschied, war der Melsunger U18-Springer als Alleinunterhalter tätig. Mit sicher übersprungenen 1,74 Meter glänzte er aber nicht nur im Hochsprung. Bereits vorher hatte er sich der Dritte der U20-Landesmeisterschaften im Dreisprung nach einer guten Serien mit 12,38 Meter auch den Sieg in seiner Spezialdisziplin geholt. Da er aber nie vom Balken absprang, sondern bei jedem Sprung zwischen zwanzig und vierzig Zentimeter verschenkte, darf man jetzt schon auf seine Weiten in der Hallensaison gespannt sein. Überraschend gewann Yannick Schleider auch den 100m-Sprint. Bei Gegenwind lief er nach 12,26 Sekunden vor Lukas Meyer (Freudenberg, 12,41) als Erster über die Ziellinie und holte sich innerhalb von zwei Stunden den dritten Sieg an diesem Nachmittag.

Gezieltes Wintertraining für Nele Schmoll

Für den zwölften Melsunger Sieg in Unterfranken sorgte noch einmal Nele Schmoll, die nach ihrer Bestleistung im Weitsprung auch noch im Kugelstoßen ihr Talent demonstrierte. Obwohl sie sich wegen des zur gleichen Zeit durchgeführten Wettbewerbs im Weitsprung nicht einstoßen und erst im vierten Durchgang einsteigen konnte, setzte sich die 14-Jährige mit 8,92 Meter vor Marlene Schmitt (Bad Neustadt, 7,25 m) und Sina Weiß (Mellrichstadt, 7,09 m) sehr souverän durch. „Wenn Nele in den nächsten Monaten ein gezieltes Leichtathletiktraining durchführt, wird sie bei den Hallenwettkämpfen im Januar die 60 Meter unter acht Sekunden laufen, über fünf Meter springen und die Kugel über 10 Meter stoßen“, sagte Alwin J. Wagner, der von ihrem großen Talent überzeugt ist.

(ajw)



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