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Erdbewegung an der »Drehscheibe«

Die Erdbauarbeiten an der Drehscheibe kommen in eine entscheidende Phase: Das Material soll vor allem in den Sommerferien abgefahren werden. Foto: Schmidtkunz
Die Erdbauarbeiten an der Drehscheibe kommen in eine entscheidende Phase: Das Material soll vor allem in den Sommerferien abgefahren werden. Foto: Schmidtkunz

Homberg. Das Neubauprojekt für das Einzelhandelszentrum »Drehscheibe« an der Kasseler Straße liegt „zeitlich und wirtschaftlich voll im Plan“. Das teilt die Schoofs Immobilien GmbH Frankfurt mit.

Bauarbeiten überwiegend in den Ferien

Nachdem die Bauaufsicht des Landkreises Schwalm-Eder Ende März die Baugenehmigung erteilt habe, sei zwischenzeitlich auch das Umlegungsverfahren abgeschlossen. In dessen Verlauf hat das südhessische Immobilien-Unternehmen alle notwendigen Grundstücke erworben und bezahlt – auch jene der benachbarten Kreissparkasse. Damit fiel zugleich der Startschuss für die Erdarbeiten.

„Wir haben beschlossen, die Erdarbeiten bewusst überwiegend in die Zeit der Sommerferien zu legen, um die damit verbundenen Belastungen für die gegenüberliegende Schule auf ein unvermeidliches Maß zu reduzieren“, sagt Mohamed Younis, Geschäftsführer der Schoofs Immobilien GmbH Frankfurt. „Möglich ist dies aber nur, wenn wir bereits jetzt – parallel zum Unterrichtsbetrieb – alle vorbereitenden Maßnahmen ergreifen, damit die überwiegenden Bodenbewegungen pünktlich zum Ferienbeginn am 1. Juli beginnen können.“

Um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen, kommen daher in den nächsten vier Wochen professionelle Einweiser zum Einsatz. Sie sollen gewährleisten, dass zu Beginn und zum Ende eines jeden Schultages der für die Vorbereitungen notwendige Lkw-Verkehr das Baugelände so sicher wie möglich befährt und wieder verlässt.

Unterschiedlich belasteter Bodenaushub

Planmäßig wurden die Abbrucharbeiten auf dem Gelände der künftigen »Drehscheibe« beendet. Die aktuelle Planung sieht einen zweigeschossigen Neubau mit rund 7.500 Quadratmetern Verkaufsfläche und circa 250 Kundenparkplätzen vor. Der bislang angefallene Bauschutt hat sich in Art, Qualität und Wiederverwertbarkeit als „sehr heterogen“ erwiesen. Teilweise konnte recyclingfähiges Material vor Ort gebrochen und auf dem Schoofs-Grundstück im Schmückebergsweg, einem ehemaligen VW-Autohaus, zur späteren Verwendung als Auffüllmaterial zwischengelagert werden. Anderes, unbelastetes Material soll in Oberboden-Qualität einem regionaler Landwirt überlassen werden, der damit seine Äcker einebnet.

Die Erdarbeiten werden Bodenqualitäten hervorbringen, die unterschiedlich stark belastet sind. Geplant ist, die geringfügig belasteten Böden zwei lokalen Abfalldeponien zuzuführen. Stärker belastete Erdmassen, die auf den Betrieb einer Tankstelle und einer Werkstatt zurückgehen, werden auf einer Deponie im Raum Kassel entsorgt.

Die Baulücke in der Ziegenhainer Straße soll fristgerecht mit neuem Geschäftsleben erfüllt, sprich: bebaut werden. Foto: Schmidtkunz
Die Baulücke in der Ziegenhainer Straße soll fristgerecht mit neuem Geschäftsleben erfüllt, sprich: bebaut werden. Foto: Schmidtkunz

Dank dem eigenen Bauleiter

„Wir sind sehr glücklich, dass wir einen Weg gefunden haben, die ausgekofferten Böden so ressourcenschonend und nachhaltig wie möglich zu entsorgen“, sagt Mohamed Younis. „Das ist vor allem der Verdienst unseres engagierten Bauleiters Peter Willwacher, dem wir zu großem Dank verpflichtet sind.“ Dieser hat nicht nur die vielfältigen Entsorgungswege eruiert, sondern auch die entsprechenden Anträge bei den Behörden gestellt und die verschiedenen Annahmestellen koordiniert.

Zwar dauerten die Erdarbeiten „infolge dieses umsichtigen Vorgehens“ etwas länger als gedacht. Doch dies habe keine Auswirkungen auf den Beginn der Rohbauarbeiten. Younis: „Diese starten wie geplant in diesem Sommer. Die Fertigstellung der ›Drehscheibe‹ im Herbst 2020 wird nach wie vor mit Hochdruck verfolgt.“

Controlling aus der Wetterau

Die Schoofs Immobilien GmbH investiert nach eigenen Angaben mehr als 27 Millionen Euro in das neue Handelsprojekt in der Homberger Altstadt. Voraussetzung für dessen Erfolg sei es, Termine, Qualität und Budgetvorgaben strikt einzuhalten. Mit der dafür notwendigen Kosten- und Projektüberwachung hat das finanzierende Kreditinstitut ein Ingenieurbüro aus der Wetterau beauftragt.

Wo einst das Autohaus stand, wird ein modernes Einzelhandelszentrum entstehen. Foto: Schmidtkunz
Wo einst das Autohaus stand, wird ein modernes Einzelhandelszentrum entstehen.
Foto: Schmidtkunz

(red)



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