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Shanes holt Pokal auf der Grasbahn

Stephan Katt 42, James Shanes 93. Foto: Jesper Veldhuizen
Stephan Katt 42, James Shanes 93. Foto: Jesper Veldhuizen

Melsungen. James Shanes gewinnt erneut das Grasbahnrennen, Zweiter wurde MSC Clubfahrer Andrew Appleton. Bei den internationalen Seitenwagen gewann der deutsche Meister Markus Venus/Markus Heiß.

»Schubis« Eröffnung

Traditionell wurde das Motorsport Weekend am Freitagabend im Festzelt an der Rennstrecke eröffnet. Die Stimme des Nordens Michael »Schubi« Schubert begrüßte die Gäste und führte Interviews mit den anwesenden Fahrern.

15 cm Wasserstand auf der Piste

Am Samstag Morgen sollte eigentlich trainiert werden, aber kurzfristig notwendige Umbauten an der Strecke und ein kurzer heftiger Regenschauer in der Nacht zuvor, führten zu Verzögerungen. In der Startkurve stand das Wasser bis zu 15 cm hoch und musste aufwendig aus der Bahn geschöpft werden. Nach dem verspäteten Trainingsbeginn und einer kurzen Mittagspause konnten die Fahrer dann endlich ihren ersten Lauf fahren.

Superstarts der Damen

Gleich von Beginn an waren die Läufe beim Gespann Masters hart umkämpft. Insbesondere die beiden führenden Teams in der Gesamtwertung Kolb/Pierick und Raatjes/Sterenborg schenkten sich nichts. Beide Teams waren schnell unterwegs, aber das reine Damenteam Standke/Hölper war noch schneller. Die beiden Damen zeigten an diesem Tag Superstarts und fanden auf der Strecke die schnellste Linie. Der verdiente Lohn war der Tagessieg vor dem Duo Kolb/Pierieck. Für das MSC Melsungen Duo Poppe/Weick lief es auf ihrer Heimbahn ebenfalls sehr gut und die beiden sympathischen Pfälzer wurden Dritte.

Schnellster Mann des Tages

Die Enduroklasse war auch in diesem Jahr wieder voll besetzt. Die Protagonisten des letzten Jahres Manfred Knappe und Stefan Körner waren wieder am Start und zeigten ihr ganzes Können. Der schnellste Mann des Tages war wie bereits im Vorjahr MSC Melsungen Clubfahrer Manfred Knappe. Er gewann alle Läufe und fuhr damit ein Lupenreines Maximum ein. Mit Stefan Körner auf dem zweiten Platz war der Doppelsieg der MSC Melsungen Clubfahrer perfekt. Dritter wurde Pascal Körner. Philipp Becker aus Melsungen hatte Probleme mit der Abstimmung seiner Maschine und wurde Zwölfter.

Paul Cooper 11, Stephan Katt 42, Andrew Appleton 4. Foto: Jesper Veldhuizen
Paul Cooper 11, Stephan Katt 42, Andrew Appleton 4. Foto: Jesper Veldhuizen

Toller Sport und viele Hits

Zum ersten Mal in Melsungen am Start waren die Langbahn Veteranen. Die alten Herren zeigten einen tollen Sport und es war toll, das Knattern der alten Motoren zu hören. Es gewann Wolfgang Barth, vor Franz Greisel und Gerd Maurer.

Nach einem langen Renntag gab es dann Live Musik im Festzelt. Die Rebellen heizten den Motorsport Fans mit vielen Hits bis tief in die Nacht richtig ein.

Absage, Verletzung, Sturz

Am Sonntag stand das große Highlight, das 59. Internationale Grasbahnrennen an. Pünktlich zur Fahrervorstellung am Sonntag kam die Sonne heraus und begrüßte die Zuschauer an der gut besuchten Rennstrecke.

Bei den internationalen Solisten wurde das Feld bereits vor dem Rennstart kräftig durcheinander gewirbelt. Martin Smolinski musste kurzfristig absagen und Lukas Fienhage verletzte sich im Training und war damit für das Rennen raus. Zudem stürzte Christian Hülshorst im ersten Lauf und konnte anschließend nicht mehr weiterfahren.

Paul Cooper. Foto: Jesper Veldhuizen
Paul Cooper. Foto: Jesper Veldhuizen

Hart erarbeiteter Tagessieg

Andrew Whitaker, ursprünglich in der B-Solo Klasse eingeschrieben, sprang spontan ein und startete nun in der internationalen Soloklasse. Die Läufe in der internationalen Solo Klasse waren alle eng und extrem spannend. Auf der Bahn gab es mehrere Fahrlinien mit viel Grip und die Fahrer gingen teilweise zu dritt durch die Kurve. Der schnellste Mann des Tages war wieder einmal James Shanes, der sich seinen Tagessieg aber hart erarbeiten musste. Zweiter wurde MSC Melsungen Clubfahrer Andrew Appleton, der seine Pechsträhne endlich beenden konnte. Stephan Katt als Dritter war nach dem Rennen mit sich und Rennverläufen ebenfalls sehr zufrieden.

Der Pechvogel des Tages war einmal mehr MSC Clubfahrer Paul Cooper. Ein gerissener Zahnriemen und eine Disqualifikation wegen Verlassens der Strecke kosteten ihm das Podium. Zu allem Pech kam noch hinzu, dass er auch beim Bahnrekordversuch nach der schnellsten Zwischenzeit mit einem platten Reifen ausgefallen war.

Toller Bahnsport

Die internationalen Seitenwagenklasse war gespickt mit Topteams, die in wenigen Wochen um die Europameisterschaft fahren werden. In allen Läufen ging es hart, aber fair zur Sache und es gab jede Menge Überholmanöver zu sehen. Die eifrigsten Punktesammler waren die deutschen Meister Venus/Heiß. Sie gewannen vor Mathijssen/Mollema, die durch einen Ausfall wichtige Punkte verloren. Dritter wurde das englische Meisterteam Godden/Smith.

Matthjissen/Mollema 2, Venus/Heiß 1, Brandhofer/Scheunemann 44. Foto: Jesper Veldhuizen
Matthjissen/Mollema 2, Venus/Heiß 1, Brandhofer/Scheunemann 44. Foto: Jesper Veldhuizen

Auch in den nationalen Klassen gab es tollen Bahnsport zu sehen. MSC Melsungen Clubfahrer Gareth Hickmott zeigte eine tolle Leistung und wurde in der nationalen Soloklasse hervorragender Zweiter. Schneller war nur der junge Julian Bielmeier aus Pfaffenhofen, der in jedem Lauf wie eine Rakete aus den Bändern schoss und alle Läufe gewinnen konnte. Dritter wurde Marcel Sebastian.

Rempler ins Innenfeld

Bei den nationalen Seitenwagen gingen gleich drei MSC Melsungen Clubteams an den Start und alle hatten mit technischen Problemen zu kämpfen. Als Gesamtfünfte schnitten Udo Poppe und Martin Weick noch am besten ab. Das Duo Zwetsch/Caric kam zu Beginn der Rennen etwas schleppend in Gang, wurden aber von Lauf zu Lauf immer stärker. Sie gewannen vor dem Duo Straub/Löffler. Dritter wurde das schnelle Team Kempa/Stickling, die lange um den Tagessieg kämpften, aber nach einem Rempler ins Innenfeld fuhren und disqualifiziert wurden.

(Daniel Pfaff, MSC Melsungen)

Siegerehrung Int. Solo, v.l. Andrew Appleton, James Shanes, Stephan Katt. Foto: Ubbo Bandy
Siegerehrung Int. Solo, v.l. Andrew Appleton, James Shanes, Stephan Katt. Foto: Ubbo Bandy


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