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Groppe toppt 39 Jahre alten Meetingrekord

Vivian Groppe (vorn) bestätigte ihre nach wie vor herausragende Form und zeigte auch zum Saisonende noch keine Wettkampfmüdigkeit. Foto: nh
Vivian Groppe (vorn) bestätigte ihre nach wie vor herausragende Form und zeigte auch zum Saisonende noch keine Wettkampfmüdigkeit. Foto: nh

Hamburg. Vier Schüler und zwei Schülerinnen der MT Melsungen, die zum Saisonende noch einmal die Bestenlisten durcheinander wirbeln wollten, starteten in Hamburg beim Leichtathletik-Fest der 1000 Zwerge.

Keine Wettkampfmüdigkeit

Für das größte deutsche Leichtathletik-Nachwuchssportfest für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 15 Jahren wurden über 2500 Meldungen abgegeben, darunter auch aus Russland und den skandinavischen Ländern.

Mit sehr guten Leistungen hat sich Vivian Groppe ihren oberen Podestplatz erkämpft. Foto: nh
Mit sehr guten Leistungen hat sich Vivian Groppe ihren oberen Podestplatz erkämpft. Foto: nh

Die MT-Asse konnten ihr Vorhaben leider nicht realisieren, weil das Wetter nicht mitspielte. Obwohl am ersten Veranstaltungstag das Wetter noch gnädig mit Teilnehmern war und es bei kühlen Temperaturen nur ab und zu mal feucht wurde, regnete es am zweiten Tag permanent.

Selbst unter diesen Umständen bestätigte Vivian Groppe im 100m-Lauf der W15 ihre nach wie vor herausragende Form und zeigte auch zum Saisonende noch keine Wettkampfmüdigkeit. Sie war mit dem Ziel nach Hamburg gereist, um die Meetingrekorde über 100 und 300 Meter zu verbessern.

Goldmedaille, Ehrenpreis und Pokal

Am ersten Veranstaltungstag der Veranstaltung setzte sie sich im 100m-Vorlauf mit 12,46 Sekunden durch und verpasste den angestrebten Rekord nur um 0,02 Sekunden. Im Finale, das zwei Stunden später ausgetragen wurde, imponierte die deutsche U16-Vizemeisterin über 300 Meter mit einem guten Lauf. Bereits nach der Hälfte der Strecke lag sie souverän in Führung und baute ihren Vorsprung bis ins Ziel weiter aus. Obwohl ein unangenehmer frischer Wind stark von der Seite blies, der als Gegenwind nur mit 0,4 Meter pro Sekunde registriert wurde, blieb die Schülerin aus Beiseförth um 0,08 Sekunden unter ihrer Vorlaufszeit. Mit 12,38 Sekunden setzte sich Vivian klar vor Nanne Maaß (Eutin, 12,95) durch und verbesserte auf den Tag genau die 39 Jahre alte Meetingbestzeit um 0,06 Sekunden, die seit dem 28. September 1980 von Ute Glöckner mit 12,44 Sekunden gehalten wurde. Für diese Spitzenleistung erhielt sie nicht nur die Goldmedaille und einen Ehrenpreis, ihr wurde auch der Pokal für die Verbesserung des Meetingbestzeit überreicht.

Gold für André, Silber für Böttcher

Wenn Luis André zum Kampf antritt, sprechen die Blicke der anderen Bände. Foto: nh
Wenn Luis André zum Kampf antritt, sprechen die Blicke der anderen Bände. Foto: nh

Für die zweite Melsunger Goldmedaille sorgte an diesem Nachmittag Luis André im Kugelstoßen der M14. Luis kam einen Tag vorher von einer Studienfahrt aus Rom zurück und eröffnete den Wettkampf mit einem Stoß an die 16m-Linie. Diese Leistung konnte aber nicht gewertet werden, weil er beim Umsprung den Kreisrand berührte. Anschließend ließ Luis André 15,44 Meter folgen und gewann damit deutlich vor den Finnen Konsta Tynkkynen (12,13 m).

Zu dem guten Abschneiden der MT-Athleten bei diesem hochkarätigen Meeting, das zu den herausragenden Nachwuchssportfesten in Europa gehört, trug auch Maybritt Böttcher im 800m-Lauf der W15 bei. In einem taktischen Rennen legte sie die erste Runde in 74 Sekunden zurück und sicherte sich als Zweite nach 2:32,09 Minuten die Silbermedaille.

Verletzungsgefahr wegen Starkregen

Für den zweiten Veranstaltungstag hatte sich Luis André den 13 Jahre alten Stadionrekord von 52,02 Meter ins Visier genommen. Aber es war kein Vergnügen, bei strömenden Regen und kühler Witterung den Diskus um neun Uhr zu werfen. Ein weiter Wurf war bei dem nassen und glitschigen Ring nicht zu erwarten. Schon beim Einwerfen brachte André keinen Wurf in den Sektor. Da neun Athleten am Start waren, musste ein Werfer nach dem Vorkampf ausscheiden. Deshalb begann Luis mit einem Sicherheitswurf von 41,65 Meter. Das war gut, denn sonst brachte er keinen weiten Wurf mehr zustande. Mit 41,65 m holte er sich seine zweite Goldmedaille vor Loke Sommer (Flensburg, 38,49 m).

Vivian Groppe, die am zweiten Tag den 17 Jahre alten 300m-Meetingrekord von 41,17 Sekunden verbessern wollte, verzichtete bei dem starken Regen wegen der Verletzungsgefahr auf ihren Lauf.

Maybritt Böttcher (349) liegt hier noch am Ende des Feldes. Foto: nh
Maybritt Böttcher (349) liegt hier noch am Ende des Feldes. Foto: nh

Heilmann ohne Nässebremse

Dem vielseitigen Jean Heilmann (MT Melsungen) schien dieses Wetter aber nichts auszumachen. Zunächst holte er sich die Silbermedaille beim 2000m-Lauf der M10 mit der persönlichen Bestzeit von 7:20,15 Minuten. Der Schüler aus Kerstenhausen hatte einen Tag vorher noch den 12. Brückenlauf in Niederurff in seiner Altersklasse für sich entschieden. Vorsichtig legte er in Hamburg den ersten Kilometer in 3:48 Minuten zurück. Mit seiner Zeit von 3:33 Minuten auf dem zweiten Abschnitt hätte er um ein Haar noch Jakob Unger (Bergedorf, 7:20,15 Min.) eingeholt. Am Ende trennten die beiden Ausdauertalente keine zwei Sekunden. Auf den dritten Platz folgte Luca Tews (Schönow) mit 7:47,58 Minuten. Anschließend stand der 50m-Sprint auf dem Programm, wo sich Jean im vierten von acht Vorläufen mit 7,92 Sekunden für das A-Finale qualifizierte. Zeitgleich mit Magnus Vieth (MTV Burg) belegte er mit 7,85 Sekunden hinter Aaden Dankert (Rönnau, 7,78) überraschend den zweiten Platz und wurde bei der Siegerehrung erneut mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Auaßerdem holte sich der kleine Jean im Schlagballweitwurf mit 33,00 m noch den achten Rang.

Jean Heilmann im roten Trikot stürmt mit langen Schritten nach vorn. Foto: nh
Jean Heilmann im roten Trikot stürmt mit langen Schritten nach vorn. Foto: nh

Ein Jahr zu früh für Schopf

Auch Linus Schopf hatte einen Tag vor seinem Hamburgstart am Brückenlauf in Niederurff teilgenommen. Auch er hatte sich in der Schwalm durchgesetzt und in der M11 gewonnen. Aber der Schüler aus Felsberg schien dieses Rennen nicht so gut weggesteckt zu haben wie sein Trainingspartner Jean. Im 50m-Sprint belegte er im vierten von fünf Vorläufen mit 8,35 Sekunden den 6. Platz. Im 800m-Lauf erreichte er im zweiten Zeitlauf erst nach 2:49,91 Minuten als Zehnter das Ziel, was ihm in der Gesamtwertung nur Rang dreizehn einbrachte. Auch im Schlagballweitwurf verfehlte Linus mit 31 m als Vierzehnter das Finale. Mit 3,38 Meter im Weitsprung und Rang 33 beendete der Elfjährige seinen Auftritt beim Fest der 1000 Zwerge mit der Erkenntnis, dass dieser Wettkampf noch ein Jahr zu früh für ihn kam oder dass man einen Tag vorher keinen anstrengenden Lauf durchführen sollte.

Erfahrung gesammelt, Stand geklärt

Aaron Wicke, ebenfalls M11, belegte im ersten von fünf 50m-Vorläufen mit 8,75 Sekunden Rang sechs und überzeugte im ersten 800m-Zeitendlauf als Vierter mit 2:55,77 Minuten. Im Schlagballwerfen belegte der Schüler aus Mörshausen mit 34,50 Meter den 12. Platz und kam im Weitsprung mit 3,52 m nicht über Rang 29 hinaus.

Obwohl es bei diesem Wetter als Zuschauer, vor allem aber als Athlet keinen Spaß machte, weil die erwarteten Leistungen ausblieben, zog Alwin Wagner ein positives Fazit: „Vivian holte einen Meetingrekord und die MT-Athleten sicherten sich drei Gold und drei Silbermedaillen. Unsere jungen Athleten sammelten Erfahrung und wissen jetzt, wo sie leistungsmäßig stehen.“

Die Regenmeisterschaften von Hamburg ließen Jean Heilmann fast unbeeindruckt. Foto: nh
Die Regenmeisterschaften von Hamburg ließen Jean Heilmann fast unbeeindruckt. Foto: nh

(ajw)



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