Gesundes Spielzeug, gesunde Weihnachten

Region. Schädliche Chemikalien haben in Spielzeug nichts zu suchen. Doch allein in diesem Jahr wurden bereits 248 Spielzeugmodelle vom Markt genommen, die Hälfte davon, weil sie zu hohe Chemikalienwerte aufwiesen.
Nur wenige Importprodukte werden getestet
Darauf verweist aus aktuellem Anlass die Sprecherin für Umweltgesundheit der Grünen im Bundestag, Dr. Bettina Hoffmann, im Zusammenhang mit der Studie des Europäischen Umweltbüros (EEB) zu gefährlichen Chemikalien in Spielzeug. Der Großteil dieser Spielzeuge sei importiert worden. „Die entdeckten giftigen Spielzeuge sind deshalb vermutlich nur die Spitze des Eisbergs, denn nur wenige Importprodukte werden überhaupt getestet“, so die nordhessische Bundestagsabgeordnete.
Riesige Löcher im EU-Chemikalienrecht
Die promovierte Biologin Hoffmann fordert deshalb ganz klar: „Eltern und Kinder sollten sich darauf verlassen können, dass ihre Weihnachtsgeschenke unbedenklich sind. Die Bundesregierung muss sich deshalb in Brüssel energisch dafür einsetzen, die riesigen Löcher im EU-Chemikalienrecht zu schließen. Unter anderem muss dafür gesorgt werden, dass für Importe die gleichen Sicherheitsstandards gelten wie für Produkte, die in der EU hergestellt werden. Zudem müssen mehr Ressourcen für Analysen bereitgestellt werden.“
Plastikmüllplatz in Kinderkörpern
Auch Handelsunternehmen und Plattformen wie Amazon oder E-Bay sieht die Abgeordnete in der Verantwortung. Weshalb sie dazu auffordert keine Spielzeuge zu vertreiben, die giftige Chemikalien enthalten.
Aus Studien geht hervor, dass insbesondere Kinder teils Besorgnis erregenden Mengen an Abbauprodukten von Plastikinhaltsstoffen im Körper haben. „Schon die Körper unserer Kinder werden so zum Plastik-Müllplatz. Diese chemische Verschmutzung kann krank machen und Fruchtbarkeits- und Entwicklungsstörungen begünstigen“, warnt Dr. Bettina Hoffmann eindringlich.
(red)