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Kompenhans verletzt: OP und 10 Wochen Pause

Physiotherapeut René Kagel begleitete André Gomes, Alexander Petersson (v.li.) und Elvar Örn Jonsson (re.) in die Orthopädisch-chirurgische Praxisklinik von Dr. Rauch (2.v.re.) in Kassel. Foto: nh
Physiotherapeut René Kagel begleitete André Gomes, Alexander Petersson (v.li.) und Elvar Örn Jonsson (re.) in die Orthopädisch-chirurgische Praxisklinik von Dr. Rauch (2.v.re.) in Kassel. Foto: nh

Kassel. Mit der Teilnahme am Linden-Cup hat Handball-Bundesligist MT Melsungen seine erste Testspielreihe in der Saisonvorbereitung absolviert. Das Ergebnis ist eher ernüchternd.

Mehrere Spieler angeschlagen

Auf dem anspruchsvollen Programm des Linden-Cups standen drei Begegnungen in drei Tagen und parallel dazu ein Kurztrainingslager. Die sportliche Bilanz fällt durchwachsen aus, zwei knappen Niederlagen gegen Erstligakonkurrenten steht ein Kantersieg gegen einen Zweitligisten entgegen. Schwerer allerdings wiegt der Umstand, dass gleich mehrere Spieler angeschlagen sind und sich einer von ihnen sogar ernsthaft verletzt hat.

Paul Kompenhans, 18 Jahre altes Talent aus dem MT-Nachwuchs, wird das letzte Turnierspiel gegen den Bergischen HC eher in unguter Erinnerung behalten. Aufgrund der Tatsache, dass mit André Gomes, Alexander Petersson und Julius Kühn wegen Sehnenreizungen, beziehungsweise muskulärer Verhärtungen eine komplette Rückraumreihe von vornherein ausgefallen war und im Verlauf der Partie auch Tobias Reichmann und Elvar Örn Jonsson wegen Blessuren ausscheiden mussten, durfte sich Kompenhans über vermehrte Spielanteile freuen. Und die nutzte der junge Spielmacher sehr, nicht nur wegen seiner drei erzielten Tore. Bis zur 50 Minute.

Nach seinem vollen Einsatz beim Linden-Cup fällt MT-Youngster Paul Kompenhans wegen einer Verletzung bis mindestens Anfang November aus. Foto: Alibek Käsler
Nach seinem vollen Einsatz beim Linden-Cup fällt MT-Youngster Paul Kompenhans wegen einer Verletzung bis mindestens Anfang November aus. Foto: Alibek Käsler

Mindestens zehn Wochen Erholung

Nach einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Abwehrspieler, den allerdings keine Schuld trifft, zog sich der Youngster eine komplexe Sprunggelenksverletzung zu. „Es handelt sich um eine so genannte Maissoneuve-Verletzung, bei der die Syndesmose und die Membrana interossea betroffen sind“, lautet die Diagnose von Dr. Gerd Rauch. Der Kasseler Orthopäde und MT-Mannschaftsarzt geht von einer mindestens 10-wöchigen Rekonvaleszenz nach erfolgter Operation aus.

„Ich hatte eigentlich noch Glück im Unglück“, so der Pechvogel, „es hätte auch das Knie oder mehr sein können. Jetzt werde ich ein wenig Geduld aufbringen müssen. Ich war bis zu diesem Zeitpunkt mit meiner Leistung im Großen und Ganzen zufrieden. Im Spiel gegen Wetzlar waren mir noch zu viel technische Fehler unterlaufen. Aber es sind ja nur Vorbereitungsspiele“.

Keine Auffälligkeiten bei den Neuen

„Es tut mir wirklich leid für Paul. Er hat gute Leistungen gezeigt und sich auch im Training voll reingehängt. Aber Verletzungen sind in unserer Sportart nicht immer zu vermeiden. Wir alle wünschen ihm, dass er bald wieder dabei sein kann“, sagt Co-Trainer Arjan Haenen.

Wie lange die anderen angeschlagenen MT-Profis vom Training pausieren müssen, wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen. Längerfristige Auswirkungen sind jedenfalls nicht zu befürchten. Bei den drei Neuzugängen jedenfalls stellte Dr. Rauch beim orthopädischen Grundcheck keine Auffälligkeiten fest.

(red)



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