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Saison-Aus für Timo Kastening

Kreuzbandriss! Für MT Nationalspieler Timo Kastening sind die nächsten Handballwochen gelaufen. Foto: Alibek Käsler

Melsungen. Für Timo Kastening, Nationalspieler von Handball-Bundesligist MT Melsungen, ist die Saison vorzeitig beendet. Der Rechtsaußen zog sich am Samstag im Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Lübbecke eine schwere Knieverletzung zu.

Schon hunderte Male zuvor gelaufen …

Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch sah seinen ersten Verdacht am heutigen Montag nach einer Kernspinuntersuchung bestätigt: Das Kreuzband im linken Knie ist gerissen. Der 26-Jährige war gerade letzte Woche von Bundestrainer Alfred Gislason in das DHB-Aufgebot für die WM-Playoffs Mitte April berufen worden. Für Timo Kastening ist es die erste schwere Verletzung seiner Karriere.

Es geschah am Samstag im Abschlusstraining der MT Melsungen vor dem Spiel am Sonntag in Lübbecke. Trainer Roberto Garcia Parrondo ließ noch einmal die taktischen Elemente im Angriff wiederholen. Er wollte im Duell mit dem „Angstgegner“, nichts dem Zufall überlassen. „Das ist ein Spielzug, wie wir ihn schon hunderte Male gelaufen sind“, sagt Timo Kastening, „diesmal endete er aber für mich leider mit einer Verletzung.“

„Verletzungen können passieren“

Die Kernspinuntersuchung am Montag brachte dann Gewissheit: „Eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes im linken Knie und Riss des Innenmeniskus“, diagnostizierte Melsungens Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch. Für den Linkshänder, der im vorletzten Jahr von Hannover nach Nordhessen wechselte, ist dies die erste schwere Verletzung seiner bisherigen Laufbahn.

„Ich musste zum ersten Mal – außer wegen Corona – ein Spiel vor dem Fernseher verfolgen. Das ist natürlich besonders hart. Aber ich sage mir, Verletzungen können passieren, das ist bei uns Profisportlern eben das Berufsrisiko.“

Operation in Berlin

Als kleinen Trost bekam Timo Kastening via TV dann einen Sieg seiner MT zu sehen. Dabei erwies sich Julian Fuchs als würdiger Vertreter. Der Youngster aus dem MT-Nachwuchskader erzielte in vier Versuchen drei blitzsaubere Treffer in Folge, beim vierten war das Torgebälk im Wege. Normalerweise teilt sich Timo Kastening die Rechtsaußenposition mit Tobias Reichmann. Aber auch der fehlte am Sonntag – in dem Fall wegen eines positiven Coronatestergebnisses.

Für Timo Kastening steht nächste Woche in enger Abstimmung mit Dr. Rauch eine Operation in Berlin auf dem Programm und anschließend mehrere Monate harten Reha-Trainings. Was ihn aber keinesfalls entmutigt. Im Gegenteil: „Das hört sich zum jetzogen Zeitpunkt vielleicht etwas komisch an, aber auf diese Herausforderung freue ich mich sogar schon.“

Am Donnerstag heißt es: improvisieren

Der Ausfall von Timo Kastening bedeutet einen weiteren personellen Rückschlag für MT-Trainer Roberto Garcia Parrondo. Seit längerem sind schon Finn Lemke und Domagoj Pavlovic aufgrund von Nachwirkungen von Verletzungen bzw. Erkrankungen nicht verfügbar, vor gut drei Wochen brach sich André Gomes die Hand und beim letzten Heimspiel gegen Flensburg musste Elvar Örn Jonsson aussetzen. Der isländische Spielmacher war zwar gegen Lübbecke wieder an Bord, aber noch etwas geschwächt, sodass es bei ihm nur zu Kurzeinsätzen reichte.

Nun heißt es für den Melsunger Coach erneut zu improvisieren – ausgerechnet vor einem wegweisenden Duell um Platz 5, am Donnerstag gegen Frisch Auf! Göppingen (19:05 Uhr, Rothenbach-Halle).

(red)



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