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André sichert sich den 12. Landestitel

Obwohl er sich mit einer Weite von 51,79 m souverän den Titel im Diskuswerfen der U18 holte, war Luis André mit dieser Weite unzufrieden. Foto: KJPeters

Darmstadt. Bei strahlendem Sonnenschein fanden fast 500 Leichtathleten am 11. Juni den Weg in das Bürgerpark-Stadion zu den Landesmeisterschaften der Männer, Frauen und U18.

Herausragend mit Kugel und Diskus

In familiärer Atmosphäre wurden einige glänzende Ergebnisse erzielt, die bis auf Bundesebene ausstrahlten. Zu den herausragenden Athleten gehörte der Melsunger Luis André, der als U18-Doppelmeister mit der Kugel und dem Diskus das Dutzend seiner Titelsammlung voll machte.

Der U18-EM-Kandidat – die Nominierung für Israel erfolgt am Wochenende bei der U18-Gala in Walldorf – war in Darmstadt eine Klasse für sich und verbesserte gleich zweimal die Meisterschaftsbestleistung im Kugelstoßen aus dem Jahr 2013 von Marc Kraus (Niederrodenbach, 17,62 m).

Mit der Serie unzufrieden

Luis begann mit 17,66 Meter und wuchtete im zweiten Durchgang die Kugel auf 18,05 Meter. Damit schloss er zum vierten Mal in diesem Jahr einen Wettkampf mit einer 18m-Weite ab. Zu Beginn der Veranstaltung setzte er sich im Diskuswerfen mit 51,79 m vor Cedric Engler (47,08 m) und Feliks Merkel (45,09 m) aus Wiesbaden durch, war aber mit seiner Weite, vor allem aber mit seiner Serie – fünf Weiten unter 50 Meter – unzufrieden.

Niclas Dittmar verbesserte sich über 400 Meter um über zwei Sekunden und sicherte sich mit 52,18 Sekunden den dritten Platz vor Moritz Müller (316). Foto: KJPeters

Training mit Groppe zahlt sich aus

Mehr als zufrieden war Niclas Dittmar, der im 400m-Lauf der U18 für eine Überraschung sorgte. Der 16-Jährige lief bei den Kreismeisterschaften in Melsungen die Stadionrunde noch in 54,37 Sekunden. Sein Training mit Vivian Groppe fiel offenbar auf fruchtbaren Boden, denn in den vorangegangenen Wochen konnte er sich im Sprint auf 11,70 (100 m) bzw. 23,69 (200 m) verbessern.

„Niclas wird die 400 Meter in Darmstadt unter 54 Sekunden laufen. Und wenn er die ersten 200 Meter mutig, aber nicht zu schnell angeht, wird er sogar eine 53er-Zeit laufen. Diese Zeit müsste für Rang fünf reichen“, betonte sein Trainer nach dem Abschlusstest.

Überraschende Bronzemedaille

Doch es sollte noch besser werden. Nachdem Erik Schmerler (Groß-Gerau) den ersten 400m-Zeitendlauf mit 50,11 Sekunden vor Elias Ehrmann (Dornburg, 51,95) und Nikolas Simon (Rüsselsheim, 52,41) gewonnen hatte, musste Niclas im zweiten Lauf u.a. gegen Moritz Müller (Eintr. Frankfurt) antreten, der Mitte Mai in Königsstein über 400 Meter mit 52,56 notiert wurde und damit bis dahin fast zwei Sekunden schneller war. Aber der MT-Sprinter ließ sich davon nicht beeindrucken und nahm auf der Zielgeraden dem Südhessen 0,6 Sekunden ab. Mit dem neuen Hausrekord von 52,18 Sekunden sicherte sich Niclas überraschend die Bronzemedaille und verpasste die Norm für die deutschen U18-Meisterschaften in Ulm nur um 0,18 Sekunden.

Maybritt Böttcher zeigte ein solides 5.000m-Rennen und wurde dafür mit der Bronzemedaille belohnt. Foto: KJPeters

Maybritt Böttcher setzt sich ab

Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde um 11.30 Uhr der 5.000m-Lauf der Frauen mit Maybritt Böttcher gestartet. Die 17-jährige lief ein solides Rennen und überzeugte am Ende mit dem dritten Platz. Während an der Spitze Carolina Schäfer (Bad Schwalbach) einsam ihre Runden drehte und zum ersten Mal unter 17 Minuten blieb, kämpften Lena Müller (Melbach) und Maybritt Böttcher hinter Leonie Gieser (Lorsch, 18:42,46 Min.) um Rang drei.

Lorenz Funck war mit seiner 5.000m-Zeit von 16:12 Minuten und Rang fünf zufrieden. Foto: KJPeters

Im Vorjahr wurde Müller mit 18:08 Minuten notiert und jeder erwartete in der letzten Runde eine Tempoverschärfung von ihr. Aber nicht sie nahm das Heft in die Hand, sondern Maybritt Böttcher konnte sich im Endspurt etwas absetzen. Für ihren taktischen und mutigen Lauf wurde sie nach 19:26,15 Minuten mit „Bronze“ vor Lena Müller (19:31,27 Min.) belohnt. Bei den hessischen Hallenmeisterschaften über 3.000 Meter holte sich Lena Müller mit 10;38,38 den dritten Platz vor Maybritt (10:38,46).

Lorenz Funck im packenden Zweikampf

Bereits eine halbe Stunde vorher stellte sich Lorenz Funck der Konkurrenz über 5.000 Meter. Tapfer lief er das erste Drittel der Strecke in der Spitzengruppe mit und passierte die 2.000m-Marke in 6:16 Minuten. Als das Führungstrio das Tempo verschärfte, musste er dem Anfangstempo Tribut zollen und verlor den Anschluss.

Während Marc Bunzendahl (Altenstadt, 15:32,05) und Julius Martiny (Hanau-Rodenbach, 15:32,37) im Endspurt Gold und Silber unter sich ausmachten, lieferten sich Arvid Lösel (Langgöns, 16:11,16) und Lorenz Funck (16:12,69) hinter Tobias Schuster (Langgöns, 15:46,86 Min,) einen packenden Zweikampf. „Ich bin mit der Zeit und dem fünften Platz zufrieden, denn ich war trotz dieser Hitze schon lange nicht mehr so schnell“, sagte der sportliche Leiter der MT-Leichtathleten.

Sophia Hog im Finale

Sophia Hog verkrampfte im 100m-Endlauf der Frauen auf dem letzten Drittel und belegte mit 12,66 Sekunden den siebten Platz. Foto: KJPeters

23 Sprinterinnen ermittelten die Landesmeisterin über 100 Meter. Als Dritte des zweiten Vorlaufs qualifizierte sich Sophia Hog hinter Alisha Zwergel (Frankfurt, 12,10) und Melina Höfer (Gelnhausen, 12,39) mit 12,43 für den Zwischenlauf, wo sie bei 1,4 m/sec Gegenwind hinter Zwergel (12,27) und Malin Stavenow (ebenfalls Eintr. Frankfurt, 12,55) mit 12,61 Sekunden erneut auf Rang drei landete und damit in das Finale einzog.

Krämpfe bremsen die Läuferin aus

Bei 1,3 m/s Gegenwind verteidigte Lokalmatadorin Nadine Mercier erfolgreich ihren Vorjahrestitel und blieb mit 11,90 Sekunden als einzige unter zwölf Sekunden. Kim Eidam (Camberg, 12,23) und Alisha Zwergel (12,26) folgten auf den nächsten Plätzen vor Melina Höfer (12,43), die im Vorlauf nur 0,04 Sekunden vor Sophia Hog ins Ziel kam. Sophia verkrampfte im Finale auf den letzten Metern, so dass sie immer mehr an Boden verlor und mit 12,66 Sekunden auf Rang sieben durchgereicht wurde.

(ajw)



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