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Nur wenige Stromspartipps auf Lager

Passanten mit Subhan Iqbal (re.) bei der Befragung von dem Kaufhaus Sauer an der Drehscheibe. Foto: Gunnar Krosky

Homberg. Diese Frage stand im Hintergrund, als Arbeitslehrelehrer Gunnar Krosky die Unterrichtseinheit „Ohne Strom geht gar nichts‽“ in der Klasse 6Fa der Erich Kästner-Schule zum Einstieg thematisierte. Die Schüler gingen in die Stadt und befragten Homberger zur Energiegewinnung und zu Energiespartipps.

„Den Schülern war schnell klar, dass ein Leben ohne Strom und Energie kaum möglich ist“, berichtet AL-Lehrer Krosky. Für ihre kleine Umfrage hatten sie sich selbst Wissen angeeignet, um daraus in Kleingruppen die Fragebögen zu entwickeln, auf deren Grundlage sie Volkes Stimmung für eine konkrete Auswertung einholten.

Von Gunnar Krosky

Die Klasse lernte im Vorfeld verschiedene Energiegewinnungsformen aus erneuerbaren Energien und fossilen Energieträgern kennen, auch die Kernenergie wurde beleuchtet und deren Vor- und Nachteile herausgearbeitet. Bei den Recherchen stellten die Gruppen fest, dass es sinnvoll ist, verschiedene Quellen (Internetseiten) aufzurufen, als sie die Angaben von drei vorgegebenen Internetseiten zu den größten Stromfressern im Haushalt aufrufen und gegenüberstellen sollten.

Rafif Abdurrahim, Jolin Hagemeier und Joshua Hoffmann bei einer Passantenbefragung in der Homberger „Drehscheibe“. Foto: Gunnar Krosky

Doch wie kann nun der teuer gewordene Strom und allgemein im Haushalt gespart werden? Die Schüler hatten selbst viele Ideen. Für Julian Rau stand fest, dass LED-Lampen zur Grundausstattung gehören müssen, und Tyler Jamieson lässt die Waschmaschine sowieso nur mit gut gefüllter Trommel laufen. Rafif Abdurrahim hatte u.a. den Tipp fürs Autofahren, indem man einfach weniger Gas gibt – oder Fahrgemeinschaften bildet, wie Leonie Ziegler anmerkte.

Wenig Wissen um die Energieträger

Mit diesem Vorwissen im Gepäck begab sich die Klasse 6Fa am 23.03.2023 zur Homberger Innenstadt und nahm von 10 bis 12:15 Uhr Befragungen in verschiedenen Bereichen der Kreisstadt vor. Insgesamt waren knapp 60 Passanten für eine Befragung bereit, was bereits als ein Erfolg gewertet werden kann und die Bedenken der EKS-Forschergruppe nicht bestätigte. Kamelya Laksh stellte mit ihrer Gruppe hervor, dass die Befragten den Unterschied zwischen fossilen Energieträgern und erneuerbaren Energien nur schwer oder gar nicht erklären konnten. Julian und Silas fanden heraus, dass ¾ der Befragten ihr Leben aufgrund des Ukraine-Kriegs nicht verändert haben, obwohl ihnen die gestiegenen Strompreise als Auswirkung des Krieges bewusst sind. „Mehr als 50% der Befragten konnten die Vorteile von fossilen Energieträgern nicht benennen, was für die grüne Energiegewinnung spricht“, stellte Joshua Hoffmann fest.

Kein Zusammenhang von Krieg und Strompreis

Alle Befragungsteams fanden heraus, dass die angesprochenen Personen beinahe ausschließlich freundlich waren und die Umfragebereitschaft hoch war. Auch wenn ein Zusammenhang zwischen dem Ukraine-Krieg und den gestiegenen Strompreisen nicht festgestellt werden konnte, wunderten sich alle Teams, warum die Befragten eher wenig Stromspartipps nennen konnten, wobei sie selbst während ihrer Vorbereitung schnell unterschiedlichste Energiespartipps zusammentragen konnten.
Ist an der These einer (umwelt)bewussteren Jugend doch mehr dran, als wir meinen?

Noch schnell ein Gruppenbild, dann geht die Klasse 6Fa zur Befragung von Passanten in verschiednen Homberger Stadtbereichen. Foto: Gunnar Krosky

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