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Glänzender Einstand in die US-Hallensaison

Reno/ Meslungen. Mit einem Paukenschlag eröffnete Vivian Groppe (MT Melsungen) den Hallenauftakt in Reno (Nevada) und überzeugte dabei mit glänzenden Sprintzeiten. Die 21-Jährige aus Beiseförth, die an der University of Nevada im dritten Semester »International Business« und »Sportmanagement« studiert und für ihre starken akademischen Leistungen in die Dean’s List aufgenommen wurde, präsentierte sich über 200 Meter bereits in bestechender Frühform.

Diese 24,90 Sekunden sind weit mehr als ein Fingerzeig: Sie markieren den Beginn einer vielversprechenden Hallensaison. Foto: N.N. | privat

Diese 24,90 Sekunden sind weit mehr als ein Fingerzeig: Sie markieren den Beginn einer vielversprechenden Hallensaison. Foto: N.N. | privat

Damit setzte Groppe gleich zu Saisonbeginn ein deutliches Ausrufezeichen.

Einstand mit Signalwirkung

Die frühere deutsche U18-Meisterin kam nach einem explosiven Start hervorragend in die Beschleunigungsphase, hielt ihr hohes Tempo bis zum Ausgang der letzten Kurve und sah lange wie die sichere Siegerin aus. Doch auf den letzten Metern verlor sie an Lockerheit und geriet leicht in Vorlage, was ihr schließlich den Sieg kostete. Mit Nayla Piper (Nevada/24,79 s) und Jayla Cigar-Dingle (Sacramento/24,86 s) zogen kurz vor der Linie noch zwei Konkurrentinnen vorbei.

Dennoch durfte Groppe jubeln: Mit 24,90 Sekunden blieb sie erstmals in ihrer siebenjährigen Sprintkarriere unter der 25-Sekunden-Marke in der Halle und verbesserte ihre persönliche Bestzeit um 14 Hundertstel. Ein Einstand mit Signalwirkung.

Im College-System angekommen

„Ich bin so überwältigt und froh, einfach nur glücklich“, sagte sie unmittelbar nach dem Rennen ihrem Heimtrainer Alwin Wagner am Telefon, der ihren Lauf im Livestream verfolgt hatte. Wagner ordnete ihre Vorstellung vielversprechend ein: „Vivian fehlt noch die Sprintausdauer, die sie früher immer ausgezeichnet hat. Aber die Saison hat erst begonnen, und diese starke Zeit macht Hoffnung auf die kommenden Wettkämpfe.“

Auch über 60 Meter und in der 4×400-m-Staffel zeigte die Nordhessin, dass sie im US-College-System angekommen ist und bereit für höhere Aufgaben scheint. Mit 7,81 Sekunden verpasste sie ihre Vorjahresbestzeit nur um fünf Hundertstel und als Schlussläuferin der zweiten Nevada-Staffel (3:53,94 min) überzeugte sie mit starken 58,36 Sekunden.

Alwin J. Wagner



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