Teamtraining in der Notaufnahme
Schwalmstadt. Kürzlich fand in der Zentralen Notaufnahme des Asklepios Klinikums Schwalmstadt das Asklepios S.A.V.E. Teamtraining für das Ärzte- und Pflegepersonal statt. Im Mittelpunkt der Schulung stand das Ziel, die Patientensicherheit weiter zu erhöhen und die Abläufe in der Notfallversorgung kontinuierlich zu optimieren.

Von links: Pflegefachkraft Melissa Stamm, die Assistenzärztinnen Naomi Gautsch und Jenny Mielke, Pflegefachkraft Yannick Friedel sowie die pflegerische Leitung der Notaufnahme, Isabell Turovsky, üben beim Asklepios S.A.V.E. Training realitätsnahe Notfallsituationen zur Optimierung der Abläufe im Ernstfall. Foto: N.N. | Asklepios
Teamarbeit ist entscheidend
Wenn Patienten mit schweren Verletzungen oder akuten Erkrankungen in die Zentrale Notaufnahme eingeliefert werden, zählt oft jede Minute. In kürzester Zeit müssen Diagnosen gestellt, Entscheidungen getroffen und alle medizinisch notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden, um die Notfallpatienten zu stabilisieren und im weiteren Verlauf sicher zu behandeln.
Die Teamarbeit ist hierfür von entscheidender Bedeutung und kann das Schicksal der Patienten maßgeblich beeinflussen. Zudem erfordert ein optimales Notfallmanagement ein hohes Maß an Erfahrung und Routine. Um diese Abläufe zu festigen, sind regelmäßige und vor allem praxisnahe Trainings ein wichtiger Bestandteil der klinischen Qualitätssicherung.
Verbesserungspotenzial und Rechtsaspekte
Im Rahmen des S.A.V.E. Teamtrainings kamen realitätsnahe Simulationspuppen zum Einsatz, die verschiedenste Notfallszenarien darstellen können. So lassen sich kritische Situationen unter möglichst realistischen Bedingungen üben.
„Wenn im Training Notfälle simuliert werden, entsteht ein ähnlicher Entscheidungs- und Handlungsdruck wie im echten Einsatz. Das ermöglicht einen sehr hohen Lerneffekt“, erläutert Dr. Hauke Harders, stellvertretender ärztlicher Leiter des Asklepios Instituts für Notfallmedizin. „Eine anschließende Videoanalyse hilft uns dabei, Abläufe gemeinsam zu reflektieren und Verbesserungspotenziale zu erkennen – etwa in der Rollenverteilung oder in der Teamkommunikation.“
Auch rechtliche Aspekte der Notfallversorgung wurden im Rahmen des Trainings berücksichtigt. Nicola Scharf, Fachanwältin für Medizinrecht im Konzernbereich Recht, Versicherungen & Compliance sowie Leitung des Formats S.A.V.E., betont die Bedeutung klarer rechtlicher Rahmenbedingungen im klinischen Alltag: „Gerade in Notfallsituationen müssen auch Fragen der rechtssicheren Dokumentation und Aufklärung berücksichtigt werden. Deshalb sind diese Inhalte fester Bestandteil unserer Trainingskonzepte.“
Sichere Kommunikation vertiefen
Die Ziele des S.A.V.E. Trainings sind klar definiert: eine weitere Verbesserung der Patientensicherheit, optimierte Arbeitsabläufe sowie eine noch engere interprofessionelle Zusammenarbeit in der Notaufnahme.
„Im Fokus stehen insbesondere die schnelle Erkennung und Versorgung kritischer Krankheitsbilder sowie die strukturierte Zusammenarbeit aller Berufsgruppen“, erklärt Dr. Anika Schlemmer, Ärztliche Leitung der Zentralen Notaufnahme am Asklepios Klinikum Schwalmstadt. Isabell Turovsky, pflegerische Leitung der Zentralen Notaufnahme am Asklepios Klinikum Schwalmstadt, ergänzt: „Während der Trainings wurden wir durch verschiedene Szenarien mit den Herausforderungen des Notfallmanagements konfrontiert. Dabei konnten wir unsere Kenntnisse und Fähigkeiten in der Reanimation, im Umgang mit Schockzuständen sowie in der sicheren Kommunikation in Notfallsituationen gezielt weiter vertiefen.“

Haben während des S.A.V.E. Teamtrainings ihre Kenntnisse und Fähigkeiten vertieft: Das Ärzte- und Pflegepersonal der Notaufnahme mit den Trainern des Asklepios Instituts für Notfallmedizin. Foto: N.N. | Asklepios
Hohe Standards sichern
Auch die Geschäftsführung sieht in der regelmäßigen Schulung einen wichtigen Baustein für die Versorgungsqualität. Dr. Dagmar Federwisch sagt: „Das S.A.V.E. Notfalltraining trägt wesentlich dazu bei, unsere hohen Standards in der Notfallversorgung weiter zu sichern und kontinuierlich zu verbessern.“



