Selbstbewusst in schwierigen Zeiten
Gudensberg. Mitte Mai trafen sich die Delegierten der AG 60plus der nordhessischen SPD in Gudensberg zu ihrer jährlichen Bezirkskonferenz. Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde Ullrich Meßmer (Calden) mit 50 Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme (98 Prozent) als Bezirksvorsitzender wiedergewählt.
Ergebnisse der Vorstandswahlen
„Nicht nur in der SPD, sondern in der gesamten Gesellschaft sind Menschen über 60 eine relevante Gruppe. Mit vielfältigen Biografien und Erfahrungen aus vielen beruflichen Bereichen sollten wir uns konstruktiv in den aktuellen Diskurs einbringen. Gerade jetzt!“, ermutigte Ullrich Meßmer die Delegierten.
Stellvertretende Vorsitzende wurden Annedore Beugel (Naumburg), Günter Schmitt (Bromskirchen) und Karin Wilhelm (Homberg/Efze).
Als Schriftführer fungieren Michael Höhmann (Gudensberg) und Reinhold Drescher (Gilserberg). Als Beisitzer komplettieren Christa Angstmann (Bad Arolsen), Helmut Balamagi (Schwalmstadt), Maria Brandstetter (Fuldatal), Hannelore Diederich (Kassel), Ingeborg Mergard (Hess. Lichtenau), Helmut Opfer (Niederaula), Wolfgang Schwerdtfeger (Kassel) und Roland Wittmann (Hess. Lichtenau) den Vorstand.
Palantir kommt durchs Scheunentor
Einstimmig beschloss die Versammlung aus aktuellem Anlass einen Antrag aus dem Bereich Datenschutz und innere Sicherheit. Darin werden die politischen Entscheider aufgefordert, auslaufende Verträge über die polizeiliche Nutzung der Software des hoch umstrittenen US-Unternehmens Palantir nicht zu verlängern und sich um europäische Anbieter zu bemühen.
Innerhalb Deutschlands werden Datenschutz und Bürgerrechte sehr ernst genommen. Mit der riskanten Nutzung von Palantir öffnet der deutsche Staat jedoch ein Scheunentor des möglichen Missbrauches sensibler personenbezogener Daten. Dem global vernetzten Datenkraken des Unternehmers Peter Thiel und leider auch der aktuellen US-Regierung sollte man nach Ansicht der AG60plus daher mit großer Vorsicht begegnen.



