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Industriekultur am Blauen Sonntag

Bebra. Termine zum Vormerken im Kalender: Im Rahmen des »Blauer Sonntag 2026 – Tage der Industriekultur Nordhessen« können Eisenbahnfreunde und Geschichtsinteressierte am 8. August 2026 gleich zwei außergewöhnliche Sonderfahrten erleben. Mit einem historischen Zug der 1950er-Jahre geht es auf Strecken, die die Industrie- und Eisenbahngeschichte der Region lebendig werden lassen.

Sonderzug aus den 1950er-Jahren, gezogen von einer Rangierdiesellokomotive der Baureihe V60 in klassischer altroter Lackierung. Foto: Gerhard Hohl

Sonderzug aus den 1950er-Jahren, gezogen von einer Rangierdiesellokomotive der Baureihe V60 in klassischer altroter Lackierung. Foto: Gerhard Hohl

Industriekultur unter dem Motto »Zeit«

Der Blaue Sonntag findet vom 6. bis 9. August 2026 statt und steht in diesem Jahr unter dem Fokusthema »Zeit«. In ganz Nordhessen öffnen Museen, Unternehmen, Vereine und Kommunen ihre Türen und geben Einblicke in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Industriekultur.

Bebra beteiligt sich mit zwei historischen Bahnfahrten. Zum Einsatz kommt ein Sonderzug aus den 1950er-Jahren, gezogen von zwei Rangierdiesellokomotiven der Baureihe V60 in klassischer altroter Lackierung.

Blick hinter die Kulissen des Bahnknotens Bebra

Die erste Sonderfahrt startet am Samstag, 8. August 2026, um 10.20 Uhr am Bahnhof Bebra. Die rund zweieinhalbstündige »Historische Bahnrundfahrt um den Bahnhof Bebra« führt durch den Hönebacher Tunnel nach Gerstungen und über die sogenannte Berliner Kurve weiter nach Bad Hersfeld.

Anschließend geht die Fahrt mitten durch die weitläufigen Anlagen des Bebraer Güterbahnhofs. Die Teilnehmenden erhalten dabei seltene Einblicke in Bereiche, die im regulären Bahnbetrieb normalerweise nicht zugänglich sind. Dazu zählen unter anderem der große Ablaufberg, zahlreiche Gütergleise sowie der historische Bebraer Umladebahnhof. Während der Fahrt vermittelt das Team Wissenswertes und Anekdoten aus 178 Jahren Eisenbahngeschichte in Bebra.

Auf den Spuren der Werratalbahn

Die zweite Sonderfahrt beginnt am selben Tag um 14.20 Uhr unter dem Titel »120 Jahre Werratalbahn – von der Geschichte getrennt – im Zweck vereint«. Die Strecke führt von Bebra über Gerstungen nach Heimboldshausen entlang der traditionsreichen Werratalbahn.

Die Bahnlinie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zur Erschließung der Kalibergbaugebiete errichtet und entwickelte sich während der deutschen Teilung zu einem Grenzraum zwischen Hessen und Thüringen. Bis heute wird die Strecke für den Transport von Kalisalz genutzt. Gleichzeitig stehen umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen und die Elektrifizierung der Strecke bevor.

Während der Fahrt erhalten die Gäste Einblicke in die Geschichte der Werratalbahn, des Kalibergbaus und des Lebens an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Zahlreiche Relikte entlang der Strecke erinnern noch heute an diese bewegte Vergangenheit.

Tickets ab sofort erhältlich

Für die Bahnrundfahrt um den Bahnhof Bebra kostet die Fahrkarte 25 Euro für Erwachsene und 15 Euro für Kinder zwischen vier und 14 Jahren. Die Fahrt auf der Werratalbahn kostet 35 Euro für Erwachsene und 20 Euro für Kinder. Kinder bis vier Jahre fahren ohne eigenen Sitzplatz kostenfrei mit.

Tickets und weitere Informationen sind online sowie in der Tourist-Information Bebra erhältlich. Aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten empfiehlt der Veranstalter eine frühzeitige Buchung.

Romy Grimm, Stadtentwicklung Bebra GmbH | red


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