Tierschutz im Fokus der Kontrollen
Gudensberg. Um die Einhaltung hoher Tierschutzstandards und die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten, hat das Veterinäramt des Schwalm-Eder-Kreises gemeinsam mit dem regionalen Verkehrsdienst gezielt Tiertransporte an der A 49 bei Gudensberg kontrolliert.

Das Veterinäramt und der Regionale Verkehrsdienst nahmen auf der Autobahn bei Gudensberg Tiertransporte ins Visier. Foto: N.N. | pm, Kreisverwaltung Schwalm-Eder
Im Zentrum stand die Überprüfung von Tiertransporten verschiedenster Größen – vom kleinen Hunde- und Pferdeanhänger bis hin zum großen Gliederzug. Die behördliche Prüfung konzentrierte sich auf drei wesentliche Bereiche, die tierschutz- und tiergesundheitsrechtlichen Vorgaben, den technischen Zustand der Fahrzeuge sowie die Einhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten.
Positive Bilanz beim Tierschutz
Besonders hervorzuheben ist das Ergebnis im Bereich des Tierwohls. Bei allen kontrollierten Transporten befanden sich die Tiere in einem guten Zustand. Es wurden keine gravierenden Mängel im Hinblick auf den Tierschutz festgestellt, was die verantwortungsbewusste Handhabung der Tiere in diesen Fällen unterstreicht.
Mängel bei Technik und Hygiene
Während die Tiere gut versorgt waren, zeigten sich bei den fünf angehaltenen Fahrzeugen und Gespannen Defizite in anderen Bereichen. Die Kontrollen deckten teilweise technische Mängel sowie Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten auf. Zudem wurde der hygienische Zustand einiger Fahrzeuge bemängelt.
So musste ein Fahrer aufgrund eines Reifenschadens die Fahrt unterbrechen und konnte diese erst nach einem Reifenwechsel fortsetzen. Ein weiterer Fahrer war nicht in der Lage die erforderlichen Dokumente vorzulegen. Ein Sattelzug fiel insbesondere durch mangelnde Hygiene auf, da das Fahrzeug nach dem Abladen von Schafen weder gereinigt noch desinfiziert worden war.
Strafrechtliche Konsequenzen
Der schwerwiegendste Verstoß betraf die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten im Zusammenhang mit der Fahrerkarte. In diesem Fall hat die Polizei ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet. Zwei der kontrollierten Transporte konnten die Kontrollstelle hingegen ohne jegliche Beanstandung und nach kurzer Zeit wieder verlassen.
Das Veterinäramt des Schwalm-Eder-Kreises betont, dass solche Kontrollen essenziell sind, um die Sicherheit der Tiere und der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten und die Einhaltung der gesetzlichen Standards konsequent einzufordern.



