Reformation als Bildungsrevolution
Homberg (Efze). Rund 50 Gäste sind am 18. September der Einladung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU (EAK) zu einer Vortragsveranstaltung mit dem Hessischen Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, in das Gasthaus Krone in Homberg gefolgt.

Landtagsabgeordnete Christin Ziegler, Kultusminister Armin Schwarz, EAK-Kreisvorsitzender Wolfgang Schott, CDU-Kreisvorsitzende Anna-Maria Bischof und EAK-Landesgeschäftsführer Martin Pflüger. Foto: N. N. | pm, EAK
Unter dem Titel »Die Reformation als Bildungsrevolution. Die Homberger Synode im Spiegel der gegenwärtigen hessischen Bildungspolitik« stellte Schwarz die historischen Bildungsimpulse der Homberger Synode in den Zusammenhang mit den Herausforderungen heutiger Bildungspolitik.
Von Reformation bis Technologie
Der Minister hob die besondere Bedeutung der Homberger Synode für die Entwicklung des hessischen Bildungswesens hervor. Die Bildungsimpulse der Synode hätten weit über ihre Zeit hinausgewirkt. Zu den Folgen dieser Entwicklung gehöre mithin auch die spätere Gründung der Universität Marburg.
Dabei schlug Schwarz den Bogen von den Umbrüchen der Reformationszeit zu den technologischen Veränderungen der Gegenwart. Der Buchdruck habe die damalige Zeit revolutioniert und tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen angestoßen. Auch heute erlebe die Gesellschaft einen rasanten technologischen Wandel, bei dem noch nicht abzusehen sei, wohin die Entwicklungen führen werden.
Wichtige Bildungsimpulse
Vor diesem Hintergrund reiche es nicht aus, junge Menschen allein für die Anforderungen der Arbeitswelt auszubilden, betonte Schwarz. Bildung müsse junge Menschen vielmehr dazu befähigen, sich zu kritischen, selbstbestimmten und selbstlernenden Bürgerinnen und Bürgern zu entwickeln. Sie müssten in die Lage versetzt werden, sich eigenständig mit neuen Entwicklungen auseinanderzusetzen und an den gesellschaftlichen Veränderungen und am zukünftigen Leben teilzuhaben.
Damit zeigte Schwarz auch die Aktualität des Blicks auf die Homberger Synode im Jubiläumsjahr »500 Jahre Reformation in Hessen. Homberger Synode 1526« auf. Die damaligen Bildungsimpulse seien nicht nur von historischem Interesse, sondern gäben auch Anlass, über die Aufgabe von Bildung in Zeiten grundlegender Veränderungen nachzudenken.
Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, mit dem Minister ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und über die aktuellen Herausforderungen der hessischen Bildungspolitik zu diskutieren.



