Startseite


Ihre Werbung hier!

Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Kommersabend eröffnete 750-Jahrfeier

Borken-Trockenerfurth. Fachwerkhäuser mit Dorfkirche und den Höhenzügen zur Altenburg bestimmten das Bühnenbild. Standarden, Vereinsfahne, Wappen, Embleme und Jubiläumslogo bildeten den Rahmen. Und alles geschmückt und dekoriert mit frischen Blumen und Pflanzengrün. Der Borkener Stadtteil Trockenerfurth feierte Geburtstag. Den Auftakt zur 750-Jahrfeier machte am vergangenen Freitag, 23. Mai, der Festkommers. Bis auf den letzten Platz waren Saal und Empore im Gemeinschaftshaus besetzt. Ein Ort identifizierte sich mit seiner Vergangenheit, mit seiner Geschichte, mit seinen Wurzeln.

Den Auftakt der musikalischen Darbietungen machte der Knappenchor Borken. Glückauf. Der Gruß der Bergleute und auch ein Stück Tradition des Dorfes. Reinhard Feldbusch schlüpfte an diesem Abend in die Rolle des Moderators und führte die Geburtstagsgäste durch die Programmpunkte des Festkommers.

Würdiger Anfang
Ortsvorsteher Helmut Hansmann dankte in seiner Begrüßung allen Helfern und Sponsoren, die mit Kraft, Eifer, Engagement, mit materiellen und finanziellen Mitteln das Jubiläumsfest unterstützten.
Bürgermeister Bernd Heßler lobte zu Beginn seiner Festrede den sehr feierlichen und stilvollen Auftakt beim Gottesdienst in der Kirche. „Ein würdiger Anfang“. Die Stärkung der Gemeinschaft ist eine Begleiterscheinung eines Jubiläums und das Trockenerfurther Geburtstagsalbum eine Bereicherung an Geschichte und Dorferinnerungen.

Zeit des Aufschwungs
Aus der Ersterwähnung des Dorfes vom 12. August 1258 wurde zitiert, ehe Bürgermeister Bernd Heßler einen Ausflug in die Bergbaugeschichte machte, die auch Trockenerfurth Wohlstand und Arbeitsplätze brachte. Eine Zeit des Aufschwungs. Denn früher ging man zum Baden in die Schule. Strukturwandel, Globalisierung und demografischer Wandel machten auch vor Trockenerfurth nicht halt. So galt es Perspektiven zu entwickeln, die das Leben auf dem Land attraktiv und lebenswert machen. So wurde der Ort im Forschungsprojekt „Stadtumbau West“ zum „Modellort Dorf“.

Bürgermeister Bernd Heßler nutzte die Gelegenheit, um an verdiente Trockenerfurther zu erinnern, die bereits verstorben sind – Heinrich Kohl, Kurt Kessler, Gotthard Otto, Heinz Schmidt. Lob bekam aber auch ein noch lebender Tausendsassa – Adolf Geis. „Gemeinschaftsgeist und Liebe zur Heimat zeichnet alle Akteure der 750-Jahrfeier aus!“ Die musikalische Überleitung zum Grußwort des Regierungsvizepräsidenten Dr. Werner Neusel aus Baunatal besorgte mit fröhlichem Gesang, mit einem Loblied an die Natur die Chorgemeinschaft Borken / Trockenerfurth / Großenenglis.

Volksverbunden und sympathisch
Um dem Stadtteil Trockenerfurth die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde zu überreichen, ergriff Dr. Werner Neusel sympathisch und volksverbunden das Wort. Bürgersinn , Gemeinsinn und Vereinsgemeinschaft seien ein hohes Gut, das man pflegen sollte. „In einer Gemeinde mit knapp 1.000 Einwohnern fühlt man sich heimisch. Ganz anders dagegen die Anonymität der Großstadt“, so der Regierungsvizepräsident. Er machte aus seiner Freude beim Lesen des Trockenerfurther Geburtstagsalbum keinen Hehl. Ungespielt sein Kommentar: „Dickes, fettes Kompliment für eine Chronik, die sich sehen und lesen lassen kann.“

Für eine gesangliche Überraschung sorgten Matthias Zinn, Herbert Kraft, Stefan und Burghard Heinmöller. Als Freunde der alten Wurst sangen sie zum Vergnügen der Festgäste die Schnulze „Mein kleiner, grüner Kaktus.“

Zum Scherzen aufgelegt
Mit gewohnt kräftiger Stimme vermeldete Landrat Frank-Martin Neupärtl in Anspielung bereits überreichter Wurstkörbe, dass er kein Vegetarier sei und die „Ahle Worscht“ von Kohl-Kramer`s gerne isst. Ein dezenter Hinweis, den die Trockenerfurther verstanden. Dafür erhielt als Gegenleistung Ortsvorsteher Helmut Hansmann einen Scheck für ein geselliges Beisammensein der vielen ehrenamtlichen Helfer. Ihnen, der Dorfgemeinschaft und der Kirche galt sein Dank für die fleißige Arbeit zur 750-Jahrfeier. So manchen Scherz hatte der Landrat in seinem Grußwort verpackt – das Ergebnis der Landratswahl, den vom Pferd hoffentlich stürzenden Bürgermeister, Spendenschecks der anwesenden Landtagsabgeordneten und gesponserte Gehackteswecke.

Trockenerfurther Geburtstagsalbum
Burghard Heinmöller war es vorbehalten, das Trockenerfurther Geburtstagsalbum in Ansätzen, in Ausschnitten, mit Anekdoten, Bildern und Film vorzustellen. Ein Dorf erinnert sich – 1258 bis 2008. Er verlas Passagen aus der Chronik, zitierte den ein oder anderen Satz, stellte Dinge bewusst mit Fantasie auf den Kopf. Humor war die Würze seiner Präsentation. Burghard Heinmöller verglich Vergangenheit mit Zukunft, stellte Fragen ohne Antworten. Und er stellte die Autoren des Trockenerfurther Geburtstagsalbum vor – Bernhard Müllejans, Dr. Sabine Jung-Rothmaier, Otto Findling.

Bilder des Albums, präsentiert auf der großen Leinwand, begleitete Nils Keller auf seinem Saxophon.
Den Schlusspunkt der Programmfolge beim Festkommers zur 750-Jahrfeier setzte der örtliche Landfrauenverein. Er präsentierte zur Freude aller das „Trockenerfurther Lied“, geleitet, der geschrieben und getextet von Gabriele Zinn.sb.

Foto 1: Im Beisein von Bürgermeister Bernd Heßler (links) überreichte Regierungsvizepräsident Dr. Werner Neusel (rechts) die Friedrich-vom-Stein-Ehrenurkunde zum 750-jährigen Jubiläum von Trockenerfurth an Ortsvorsteher Helmut Hansmann.sb.

Foto 2: Humor war die Würze zur Präsentation des Trockenerfurther Geburtstagsalbum durch Burghard Heinmöller (links). Im Namen aller Trockenerfurther Einwohnerinnen und Einwohner dankte er den Autoren Bernhard Müllejans (2. v.l.), Dr. Sabine Jung-Rothmaier, Otto Findling (rechts).sb.

Foto 3: Sie sangen das „Trockenerfurther Lied“ und sprachen ein Gedicht zur Heimat – der Landfrauenverein Trockenerfurth unter Leitung von Gabriele Zinn.sb.

Foto 4: Überraschung per a capella. Die Freunde der alten Wurst sangen zur Freude der Festgäste den Ohrwurm „Mein kleiner, grüner Kaktus“ (v.l. Matthias Zinn, Herbert Kraft, Stefan und Burghard Heinmöller).sb.

Foto 5: Saal und Empore waren bis auf den letzten Platz besetzt, als mit fröhlichem Gesang die Chorgemeinschaft Borken / Trockenerfurth / Großenenglis beim Festkommers ein Loblied der Natur widmete.sb.



Tags: ,


Ähnliche Beiträge

Bisher keine Kommentare


Einen Kommentar schreiben

© 2006-2017 SEK-News • Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS)Impressum + DatenschutzAGB





Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com